Wir haben lange überlegt, was wir Ihnen nach dem Flug von Frankfurt 1 um die halbe Welt 2 bieten können, damit Sie schon beim ersten Anblick sagen können: Wow, das hat sich gelohnt. »City of Sails« ist der offizielle Beiname von Auckland 3 und das Meer an weißen Segeln war schließlich der Grund, weshalb wir gesagt haben: da gehen wir runter. Aber das ist erst der Anfang. Eine Rundfahrt durch die multikulturelle Stadt zeigt Ihnen Bilder, die das Herz füllen. Spätestens jetzt wird Ihnen klar, warum die Maori Auckland »eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern« genannt haben.
Maori-Kunst in Rororua (© Manfred Schmehl / Chamäleon)
Nase zuhalten gilt nicht, schließlich haben wir Sie extra in das aktivste Geothermalgebiet Neuseelands gelotst. Aber Rotorua 4 gehörte auch schon immer zu den Stammesgebieten der Te Arawa. Und was liegt da näher, als einen Blick in die einzige Schnitz- und Kunstakademie der Maori zu werfen. Eine andere Kunst der Ureinwohner trägt den Namen Hangi. Wird normalerweise nur bei großen Festen zubereitet, aber weil auf unserer Reise jeder Tag ein Fest ist, gibt sich das Mitai Maori Village die Ehre und spielt ein appetitförderndes Konzert dazu.
Wai-O-Tapu (© Chamäleon)
Sie müssen sich nicht in jeden warmen Tümpel legen, es macht auch sehr viel Spaß, im Thermalgebiet Wai-O-Tapu zwischen hoch aufschießenden Geysiren und Schlammlöchern zu wandern, die wie Kartoffelbrei vor sich hin blubbern. Wundervolle Ausblicke auf die Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu zeigen bereits die Richtung, in die es weitergeht: Zum Taupo-See bis in den Tongariro-Nationalpark 5, der sowohl Weltkultur- als auch Weltnaturerbe ist. Für die Maori waren die Vulkane heilig, für uns sind sie das Tüpfelchen auf dem »i« einer überwältigenden Landschaft.
Mount Doom - Red Crater Tongariro NP (© Sabine Dick / Chamäleon)
Auch am Morgen des neuen Tages wandern wir noch ein bisschen über Gottes Fußbodenheizung, dann folgt ein irdisches Meisterstück: Wellington 6, der kulturelle und künstlerische Mittelpunkt Neuseelands. Parlamentsgebäude, ein Streifzug durch das historische Stadtviertel, die Glasmalereien der neugotischen Old Saint Paul’s Church und das Nationalmusuem Te Papa, dem maorischen Namen nach »der Ort der Schätze dieses Landes«. Eine faszinierende Zeitreise von den indigenen Anfängen bis heute. So viel Zeit muss sein. Und wenn noch etwas übrig ist, dann gehört auch der Mount Victoria dazu. Mit Blick auf Stadt und Naturhafen im Zauberlicht der Sonne. Wunderbar. Dann wechselt das Farbspiel wieder zu den unbegreiflichen Blau- und Grüntönen der Südsee. Mit der Fähre schippern wir durch die Cook-Straße und die fjordähnlichen Meeresarme der Marlborough Sounds 7 von der Nord- zur Südinsel nach Picton.
Queen Charlotte Walkway (© Eberhard Enz / Chamäleon)
Der Queen Charlotte Sound 8 muss die Lieblingsschöpfung des Allmächtigen gewesen sein. Hier bringt uns das Boot in die zauberhafte Welt der sattgrünen Kegel, die in dem tiefblauen Wasserlabyrinth ruhen. Wir wandern durch den Küstenwald auf die Bergrücken und genießen Ausblicke von umwerfender Schönheit. Und wenn wir uns zum Picknick niederlassen, ist nicht ganz klar, wer die Pause am nötigsten hat, die Beine oder die Augen. Wenn die Morgensonne einen Sternenregen über die Tasman Bay gießt, haben wir schon ein gutes Stück nach Westport 9 geschafft. Aber es würde uns im Traum nicht einfallen, die Buller-Schlucht auszulassen, die selbst nachdem die Goldgräber abgerückt sind immer noch das reine Gold ist. Jedenfalls für Ihre Kamera.
Der Fox-Gletscher (© Hans-Stephan Weber / Chamäleon)
Ihre Fantasie ist gefragt, und wenn Sie sich 30 Millionen Jahre alte Pfannkuchen vorstellen können, aufgeschichtet zu monumentalen Haufen, durch deren Spalten die Brandung pfeift, dann sind Sie ganz nah dran. Pancake Rocks heißt das Naturphänomen, wo Sie von kleinen Plattformen die steinernen Pfannkuchen bestaunen können. Deutlich feinfühliger begrüßt uns Hokitika, denn hier gehört die Herstellung von Jadeschmuck zum traditionellen Handwerk der Maori. Das Bella Vista Motel Fox Glacier liegt in der Nähe des Fox-Gletschers 10, der seit 1985 jeden Tag um 40 Zentimeter voranschreitet, und wenigstens ein paar Zentimeter sollten Sie ihn begleitet haben.
Special accommodation (© Mareike Stadtmüller / Chamäleon)
Heute geht es Schlag auf Schlag. Im historischen Cardrona Pub wächst uns der Barmann ans Herz, in Arrowtown liegen vielleicht noch ein paar Körnchen Gold im Fluss und nicht weit vom Wakatipu-See liegt im Zentrum der Stadt unser Hotel Hurley’s of Queenstown. Jetzt wird es schwierig. Zum See an die Bilderbuch-Promenade? Shoppen in der mehrspurig ausgebauten Kreditkartenmeile? Oder die Musik der Nacht rauf und runter tanzen? Immerhin ist Queenstown 11 12 die offizielle Abenteuerhauptstadt Neuseelands, und für morgen liegt das Programm auf der Hand: Nach Lust und Laune mit der Gondel auf den Bob’s Peak, zum Nationalvogel ins Kiwi-Haus, mit dem Dampfschiff die Zeit zurückdrehen, im Boot durch den zauberhaften Doubtful Sound oder das Weltnaturerbe Milford Sound.
Bei den Maori (© Tanja Ruppert / Chamäleon)
Und hopp. Von Queenstown in Neuseeland nach Sydney 13 14 in Australien. Geht schnell und es bleibt noch genug Zeit für einen »Walk alone« zu Ihren ganz persönlichen Hochgefühlen. Morgen zeigen wir Ihnen unsere Glanzpunkte: Das Powerviertel Kings Cross, den als nationales Denkmal eingetragenen Bondi Beach, den neu erblühten historischen Bezirk The Rocks und die Klippen, die der Hafeneinfahrt ihren besonderen Reiz geben. Dasselbe nochmal von einem Katamaran aus, der uns durch den Hafen in eine idyllische Bucht schippert, wo ein Buffet auf Sie wartet. Endpunkt im Stadtteil Darling. Muss man dazu noch mehr sagen?
Die Three Sisters (© Chamäleon)
Was wir zu Hause als knuffige Stofftiere kennen, tut hier so, als gehöre ihnen der Featherdale-Wildpark. Kängurus, Wombats und Koalas haben nichts gegen einen mitgebrachten Appetithappen, wovon wir bei den Salzwasser-Krokodilen abraten. Aber für ein bisschen Gänsehaut sind sie allemal gut. Die nächste gibt es 1.000 Meter weiter oben, im Weltnaturerbe Blue-Mountains-Nationalpark 15. Govetts Leap am Grand Canyon wird als bester Aussichtspunkt gehandelt, die optionale Seilbahn über die Schlucht als Gänsehaut-Moment. Furchtlos voraus, liegt unterhalb den »Drei Schwestern« der üppige Eukalyptuswald, in dem unsere luftige Fahrt bei der ältesten Kultur der Welt endet: im Waradah Australien Centre.
Sunset Uluru (© Olaf Niewohner / Chamäleon)
Er braucht noch ein bisschen, um »warm« zu werden. Solange wandern wir im spektakulären Valley of the Winds durch feuerrote Schluchten zu den nach der Königin Olga von Württemberg benannten »The Olgas«. Monumentale Steinbrocken, der größte 1.069 Meter hoch. Wie hingeworfen, aber von wem? Wenn ihn die späte Sonne wie einen Feuerball leuchten lässt, ist er »warm« genug für uns. Uluru nennen die Aborigines den Koloss, den die ganze Welt unter dem Namen Ayers Rock 16 17 kennt. Wegen seiner spirituellen Bedeutung für die Traumzeit-Erzählungen der Urvölker, darf er ab 2019 nicht mehr bestiegen werden. Also Hand auflegen und sich was wünschen, das geht noch. Wo der Uluru gestern dunkel war, geht heute die Sonne auf. Also noch einmal hin und dann ins preisgekrönte Zentrum für Aborigine-Kultur, damit Bilder und Geschichten zusammenpassen.
Kings Canyon (© Silke Beer / Chamäleon)
Eigentlich ist alles Wüste um uns herum. Bunt wie eine Love Parade, aber wüst. Da überrascht ein gigantisches, nahezu vollkommen geschlossenes Loch, aus dem es leise plätschert. Kings Canyon 18, die größte Schlucht Australiens mit eigenem Mikroklima, was ihr den Beinamen »Garden of Eden« eingebracht hat. Und bitte sehr: Was anderes als ausgiebig wandern, ist die einzig angemessene Option im Paradies? Staubig wird es von selbst wieder auf der Mereenie Loop Road zur Glen Helen Lodge im Watarrka-Nationalpark. Auf dem Spielplan: Landschaft in 360° Cinemascope und Technicolor. Und statt Popcorn »Genuine Outback Dining«. Mahlzeit.
Wandern am Ellery Creek (© Chamäleon)
Wie soll ein Herz anders sein als rot? Aber dieses Herz und dieses Rot sind einzigartig. Wir befinden uns in der geografischen Mitte Australiens mit der 644 Kilometer langen roten Gebirgskette der West-MacDonnell-Ranges 19. Und tatsächlich: Es gibt eine Lücke hindurch, Simpsons Gap, die lange vor den Europäern schon spiritueller Ort der regionalen Aborigines war. Quasi um die Ecke liegt Alice Springs 20, das lange Zeit nur mit Kamelkarawanen versorgt werden konnte. Der Name basiert auf einem Irrtum, denn die vermeintliche Quelle war keine. Aber das Telegrafenhäuschen stand schon und führte zur Gründung der Stadt samt einer eigenwilligen medizinischen Versorgung im australischen Outback, dem Royal Flying Doctor Service.
Am Bahnhof von Kuranda (© Andrea Lange / Chamäleon)
Wann hat man schon mal die Gelegenheit, Bäume von oben zu sehen? Wobei es fraglich ist, ob man im Dschungel des Regenwaldes die einzelnen Bäume noch voneinander unterscheiden kann. Sieht mehr wie ein gigantischer sattgrüner Teppich aus, wenn wir mit der Seilbahn drüber hinweg schweben ins Bergdorf Kuranda 21. Es ist Markttag im Regenwald, und die Musik kommt nicht vom iPod, sondern von Didgeridoos. Im Pamagirri Cultural Centre wird musiziert, getanzt und mit Speeren gejagt. Wie die Aborigines das jahrtausendelang getan haben. Nur heute eben für uns.
Schnorcheln im Great Barrier Reef (© Reef Magic Cruises / Chamäleon)
Schon klar, seit drei Wochen warten Sie darauf, dass das größte Korallenriff der Erde an die Reihe kommt. Bitte sehr: Der Katamaran lädt zur Fahrt an das äußere Great Barrier Reef 22. Schnorchelausrüstung ist an Bord, also worauf warten Sie? 359 Hartkorallen-Arten, 5.000 Arten Weichkorallen und Seefedern, Meeresschildkröten und dann Nemo und seine Freunde. Ein Eldorado der Formen und Farben, wo jeder versucht, schöner als der andere zu sein.
Heart Reef (Great Barrier Reef) (© Martin Wasilewski / Chamäleon)
»See ya!« So formulieren es die Australier, und kürzer kann man den Wunsch nicht ausdrücken, noch all diese magischen Orte zu sehen, die wir in den drei Wochen nicht geschafft haben. Beim Rückflug von Cairns 23 via Hongkong nach Frankfurt 24 bliebe jedenfalls genug Zeit, über ein Remake nachzudenken. Nächstes Jahr, wieder mit Momenten, für die es sich zu leben lohnt.
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