Ihre Anreise vom Flughafen Frankfurt 1 könnte man als Traum bezeichnen. Er beginnt abends und endet als morgendliche Zwischenlandung in Addis Abeba. Mit einer kleinen Überraschung empfängt Sie Ihr Reiseleiter gegen Mittag in Nairobi 2. Und weil Liebe durch den Magen geht, auch die Liebe zu einem Land, steht bereits der heutige Abend im Zeichen der Völkerverständigung. Wir sind zu Gast bei einer kenianischen Familie. Eingeladen zu einem wohlschmeckenden Abendessen.
Fröhliche Kinder im Malaika-Waisenhaus (© Malaika / Chamäleon)
Wir könnten auf direktem Wege zum Lake-Nakuru-Nationalpark 3 fahren, aber wir möchten Ihnen noch ein zu Herzen gehendes Lächeln zeigen. Das Lächeln von Aids-Waisenkindern, die dank des Malaika-Projektes wie in einer großen Familie aufwachsen, medizinisch versorgt, gesund ernährt und gut ausgebildet werden, damit ihnen ein Leben auf der Straße erspart bleibt. Vielleicht könnte man sagen, dass die Zukunft dieser Kinder rosarot ist, dann wäre es eine schöne Überleitung zum Nakurusee, denn etwa zwei Millionen Flamingos haben sich hier dauerhaft häuslich eingerichtet. Ein Meer in Rosarot, wo man schon sehr genau hinsehen muss, um zwischendrin eines der seltenen Schwarzen oder Weißen Nashörner zu entdecken. Ein herrlicher Ort um zu bleiben, und die Lake Nakuru Lodge ist gewissermaßen die Königsloge.
Springböcke in der Savanne (© Andreas Mosig / Chamäleon)
Die Masai Mara 4 ist Kenias tierreichstes Reservat, was sowohl für die Anzahl der Tiere als auch für die Vielzahl der Arten gilt. Ein Tummelplatz für große Herden, die im kleinen Grenzverkehr oft aus der Serengeti in die Masai Mara kommen. Zebras, Gnus, Elefanten, Thomson-Gazellen und Elenantilopen ziehen durch das wogende Grasland und die Akazienwälder den Verlockungen des Mara-Flusses entgegen.
Massaitanz (© Stephanie Rehm / Chamäleon)
In Sichtnähe ihrer Fährten beziehen wir für zwei Nächte das wunderschön angelegte Mara Leisure Camp und beginnen den neuen Morgen im Masai Mara National Reserve 5 mit einem großartigen Erlebnis: einer optionalen Fahrt im Heißluftballon über das »gefleckte Land«, wie die Masai Mara in der Sprache der Massai heißt. Und von hier oben erkennen Sie auch, warum, denn aus der Vogelperspektive sehen die einzeln stehenden Bäume in der Savanne wie Punkte bzw. Flecken aus. Doch nicht nur die blumige Sprache ist ein Merkmal der Massai. Ihre bis heute halbnomadische Lebensweise, ihr bemerkenswerter Körperschmuck und ihr unbändiger Kriegerstolz machen sie zur weltweit bekanntesten ethnischen Gruppe in Ostafrika.
Irgendwann geht denen der Sprit aus ... (© H. Peter Schneider / Chamäleon)
Wir überqueren die Grenze von Kenia nach Tansania offizieller als es die Tierherden tun und schalten den Motor erst am Victoriasee 6 wieder aus. Wasser so groß wie Bayern, Platz satt für Flusspferde und gut 250 Fischarten, angeführt von der farbenfrohen Familie der Buntbarsche. Was zu Hause die Aquarien ziert, kommt im besinnlichen Serenity on the Lake Resort um etliche Konfektionsgrößen erwachsener als »Catch of the Day« auf den Teller.
Grosse Migration II (© Frank Querner / Chamäleon)
Beim Tellerfisch soll es nicht bleiben. Wir paddeln noch eine Runde zu dem Dorf, wo der Fang der Nacht schon verteilt ist und die Frauen mit dem Flicken der Netze begonnen haben. Dann gehen wir selbst auf die »Jagd«. Seit 1981 sind die 15.000 Quadratkilometer unberührte Savanne des Nationalparks der Serengeti 7 8 Weltnaturerbe. Die Liste der dort lebenden Tierarten würde diese Seite sprengen, aber beinahe garantiert ist das Sehnsuchtsziel jeder Safari, die Big Five: der Afrikanische Elefant, das Spitzmaulnashorn, der Afrikanische Büffel, Löwe und Leopard. Halten Sie die Kamera bereit, wir kommen ihnen auf mehreren Safaris in die Quere, wenn sie bevorzugt am Morgen und spätnachmittags auf Beutesuche sind und sich an den Wasserstellen treffen.
Mit Giraffen auf Augenhöhe (© Holger Wagenbreth / Chamäleon)
Wenn Sie wollen, ist eine Sonnenaufgangsfahrt mit dem Heißluftballon über die wandernden Tierherden der Serengeti 9 Ihr unwiederbringliches Abschiedserlebnis. Dann haben sie eine letzte Chance auf die, die es auch wert sind, einmal begrüßt zu werden: Tüpfelhyäne, Husarenaffen, Honigdachs, Großohr-Riesengalago, Löffelhund und so. Die zweite Garnitur der insgesamt 1,6 Millionen Raubtiere und Pflanzenfresser. Auf der Route, die wir nun fahren, hat sich vor fast zwei Millionen Jahren mit dem Nussknackermenschen eine neue Spezies aufgemacht, die Welt zu bevölkern. Aber das war nicht die einzige Sensation, denn als der Ngorongoro-Vulkan in einem furiosen Finale sein Leben wegwarf, ließ er ein Weltnaturerbe von 20 Kilometern Durchmesser und 600 Meter hohen Kraterwänden zurück, den berühmten Ngorongoro-Krater 10. Uns reicht ein bescheideneres Fleckchen Erde: die märchenhaft in einer Gartenoase versteckte Endoro Lodge.
Ausblick vom Kraterrand (© Katrin Dohmen / Chamäleon)
Geburt, rennen, fressen und gefressen werden – das ist der Rhythmus des Lebens im Krater. 25.000 Stück Großwild bevölkern dieses unfreiwillige Gefängnis und laufen ihr Leben lang im Kreis ohne ihn zu verlassen. Die höchste Raubtierdichte Afrikas, was unsere Chancen erhöht, alles vor die Linse zu bekommen, was Rang und Namen hat. Da fehlen nur noch die 120 ethnischen Gruppen der kleinen Stadt Mto wa Mbu 11. Ein beeindruckendes Beispiel für Toleranz, das zeigt, wie ein Zusammenleben mit derart unterschiedlichen Wurzeln ohne den Drang nach Vorherrschaft möglich ist. Vorherrschend für uns ist der Gedanke, ob wir auch pünktlich am Flughafen sind, denn dort wartet jetzt der Flieger nach Sansibar.
Alte Dhau am Strand an der Ostku?ste Sansibars (© Ulrich Pauli / Chamäleon)
Sie werden sich gleich hinwerfen wollen. Aber so verständlich der Wunsch auch sein mag, sich drei Tage im Schneeflockensand der goldenen Küste Sansibars 12 13 14 zu panieren, zumindest auf dem Weg dorthin sollten Sie noch ein Auge auf die verwegene Vergangenheit der Gewürzinsel haben. Nelken, Muskatnuss, Zimt und Pfeffer sind nur die eine Seite der legendären Geschichte, die andere gilt schon lange als Weltkulturerbe: Stone Town, das koloniale Zentrum von Sansibar-Stadt. Eine Tour in den Jozani-Wald der Roten Colobus-Affen, eine Schnuppertour zu den Gewürzen oder ein Tauchgang, um zu sehen, wie Sansibar von unten aussieht, hätten wir auch noch, aber wahrscheinlich liegen Sie doch lieber am butterweichen Strand, mit einem Cocktailglas in jeder Hand. Es sei Ihnen vergönnt.
Kite-Surfer am Strand (© Spice Island Hotel / Chamäleon)
Langsam aber sicher müssen Sie die Seele ausbaumeln lassen, denn am Nachmittag geht der Flieger von Sansibar über Addis Abeba nach Frankfurt 15. Ab heute zählen die Träume. Von den Momenten, für die sich zu leben lohnte und jenen, die noch kommen. Bei einer anderen Wunderwelten-Reise mit Chamäleon.
Masai Mara - 15 Tage Wunderwelten-Reise
97,7 100 15
EUR