Ausgesprochen angenehm ist der Nachtflug von Frankfurt 1 via Addis Abeba zum Flughafen Kilimanjaro. Aber noch viel angenehmer ist das, was dann kommt: ein Tag zum Einleben an einem der verheißungsvollsten Orte, der ewig mit Ihrer Ngorongoro-Reise verbunden bleiben wird. Sind Sie bereit, Ihr Herz zu verlieren? Dann lassen Sie uns starten.
Sundowner im Shu`mata Camp (© Shumata Camp / Chamäleon)

Mitten im ursprünglichen Stammesgebiet der Massai, wo sich dem Namen nach Himmel und Erde treffen, liegt auf einem Hügel das luxuriöse Shu’mata Camp 2 3. Wohnzelte in bestem Hemingway-Stil mit einem grandiosen Blick über die endlose Buschsavanne. Hier werden Sie zwei Nächte schlafen und wissen vor lauter Herzklopfen doch nicht, wie. Macht aber nichts, dann stehen Sie für das Staatsschauspiel Sonnenaufgang über dem Kilimanjaro wenigstens schon bereit. Und dennoch sind Sie nicht der Erste an diesem Morgen. Giraffen, Zebras, Gnus, Thomson-Gazellen und vielleicht auch Elefanten sind längst auf den Beinen und erwarten uns am Wasserloch. Vielleicht auch umgekehrt. Die Massai lässt das kalt, die freuen sich lieber auf uns. Begrüßung im prachtvollen Ornat und die Frauen mit bleischweren Kronjuwelen an jeder Körperpartie, wo noch was hingepasst hat. Dass auch Gastfreundschaft zu ihrem Wesen gehört, wollen Sie uns mit einem tiefen Blick in ihre Kultur und Bräuche zeigen.

 

Im Dialog (© Helmut Lechlein / Chamäleon)
Nach einem gewaltigen Donnerschlag war der Vulkan Geschichte und zurück blieb das berühmte Weltnaturerbe, das dieser Reise ihren Namen gab. Auf halber Strecke leben in der Kleinstadt Mto wa Mbu 4 die Angehörigen von rund 120 Volksstämmen aus Tansania. Ein Novum für den ganzen Kontinent und eigentlich unglaublich: kein Zoff, no cry, allerorten Friede, Freude, Eierkuchen. Vielleicht können wir heute etwas lernen. Wenn die Sonne anfängt, ihren Farbkasten auszupacken, erreichen wir das Ngorongoro Wildcamp mit seinen komfortablen Safarizelten einschließlich eigenem Bad und den Geräuschen der Wildnis, die durch Ihren Schlaf wehen.
Nashorn im Ngorongoro Krater (© Marek Dziok, iStockphoto.com / Chamäleon)
Das muss ordentlich gerappelt haben, als der Vulkan nicht nur Megatonnen Lava, sondern sich gleich selbst in die Luft gejagt hat. Zurück blieb der atemberaubende Ngorongoro-Krater 5. Zigtausend Tiere, davon die höchste Raubtierdichte Afrikas, bevölkern dieses freiwillige Gefängnis mit seinen bis zu 600 Meter hohen Berghängen. Die meisten von ihnen verlassen den Krater nicht, weil sie nicht wollen, nicht können oder vorher gefressen werden. Bis dahin laufen sie ein Leben lang im Kreis, was für uns von unschätzbarem Vorteil ist, denn was Sie hier nicht sehen, gibt’s nicht. Einschließlich ausgesprochen seltener Spezies wie Spitzmaulnashörner und vielleicht auch alle Big Five auf einen Streich.
Jeep Safari (© Lena Schnabel / Chamäleon)
Nun kommt der Augenblick, auf den Sie vermutlich die ganze Zeit schon hinfiebern. Mit jedem Kilometer wird das Land »serengetischer«, bis die großen Tierherden keinen Zweifel mehr lassen: Wir sind da, im berühmtesten Wildpark Afrikas, im Weltnaturerbe Serengeti mit seinen unvorstellbaren 1,6 Millionen Wildtieren. Gezählt wird ab morgen, aber Sie können schon mal gucken, wo Sie anfangen wollen, denn die Safarizelte des Ikoma Wildcamps 6 thronen auf einer Anhöhe mit grandioser Aussicht in die Ebene und ihre Tiere. Wenn Sie so freundlich zu sich selbst wären, zur vorgerückten Stunde auch einmal ganz nach oben zu schauen, wird es sehr fraglich, ob Sie danach noch ein Auge zutun.
Auge in Auge mit einem Elefanten (© Martina Jung / Chamäleon)

Bei Tagesanbruch herrscht in der Serengeti 7 8 Rushhour, beste Zeit für eine Fußsafari durch die Savanne, wo alles, was wir unterwegs nicht gesehen haben, beim Frühstück versammelt ist. Können Sie auch gleich haben, denn Sie brauchen eine Grundlage für das, was danach kommt: Eine ganztägige Begleitfahrt der Tierherden quer durch den Serengeti-Nationalpark bis ins Herz des Weltnaturerbes, wo im Serengeti Wildebeest Camp schon das Lagerfeuer für Sie brennt.

Wer am Morgenzeremoniell von Löwe, Elefant & Konsorten teilhaben will, muss früh raus. Auf dem Programm steht ein »Angriff« auf die Big Five: Elefant, Spitzmaulnashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Halten Sie die Kamera im Schnellschussmodus, wir fahren die kleinen Inselfelsen ab, auf denen Löwen ihren Mittagsschlaf verdösen, wir legen uns an Wasserlöchern auf die Lauer und nutzen die spannenden Stunden des späten Nachmittags, wenn die meisten Tiere grasen oder auf der Jagd nach ihrem Abendessen sind. Zurück im Wildcamp, beginnen Stunden unbeschreiblicher Gefühle, wenn die untergehende Sonne die Serengeti in »Brand« setzt.

Lake Manyara (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Dann klingt unsere Zeit der wilden Tage und Nächte in der Serengeti 9 aus. Nicht abrupt, sondern etwa so, als würden wir uns von jedem Zebra, jedem Elefanten, Impala, Spießbock, Sitatunga, jeder Pferdeantilope, Tüpfelhyäne und den Serengeti-Weißbartgnus einzeln verabschieden. Ein Blick noch, rund dreieinhalb Millionen Jahre zurück, als die Erde das Unterste nach oben kehrte und im Ergebnis den Ostafrikanischen Grabenbruch präsentierte. Er bildet mit seinen bedrohlich aufragenden Steilwänden die surreale Kulisse für den Lake-Manyara-Nationalpark 10, dessen Zwergflamingos, Nashornvögel, Rosapelikane, Nimmersattstörche, Kormorane, Palmgeier und mindestens 40 Arten tagaktiver Greifvögel noch eine Abschiedsvorstellung für uns geben. Dann ist der Lockruf der Palmen nicht mehr zu überhören und es wird unwiderruflich Zeit für Ihren Flug nach Sansibar.
Alte Dhau am Strand an der Ostküste Sansibars (© Ulrich Pauli / Chamäleon)
Landung im siebten Himmel. Er hört auf den Namen Pongwe Bay Resort 11 12 13, und wenn uns nicht alles täuscht, werden Sie wohl als Erstes Ihre Schuhe ausziehen, um mit den Zehen im butterweichen Sand zu buddeln, der Sie wie ein Wegweiser durch die Palmen und Blumen des Gartens zu dem Törchen führt, durch das Sie praktisch den wattewarmen Indischen Ozean betreten. Der lächelt von morgens bis abends sein schönstes Türkis, der Puderzucker-Strand ist frisch gebacken, und die Palmen säuseln ihr ewiges Lied. Gelegentlich lassen sie eine Frucht fallen, aber so ein gedämpftes Plopp ist auch schon das Einzige, was Ihre Seligkeit stören könnte. So ließe es sich aushalten, gäbe es nicht die optionalen Verlockungen Stone Town, Blaue Safari, eine Gewürztour, Tauch- und Schnorchelfahrten oder den Roten Colobus im Jozani-Wald. Sie entscheiden. Am Ende stehen immer außerirdisch schöne Sonnenstunden im Wettbewerb mit ebenso bunten Cocktails als Übergang von funkelndem Wasser zum funkelnden Sternenhimmel.
Seaweed farmer (© Bernhard Steiner / Chamäleon)
Der letzte Tag gehört dem Ausklang oder sagen wir besser: dem Baumeln. Das kann Ihre Seele sein, an einer beliebigen Stelle des endlosen Traumstrandes. Das können Sie sein, in einer Hängematte unter dem Blätterdach einer Palme und in tiefer Sorge, wann der nächste Cocktail kommt. Es könnte aber auch sein, dass Sie traumverloren im Flieger von Sansibar-Stadt 14 via Addis Abeba nach Frankfurt 15 sitzen und intensiv darüber nachdenken, wie Sie schnellstens an den neuen Chamäleon-Katalog kommen.
Ngorongoro - 15 Tage Wunderwelten-Reise
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