Genau genommen bräuchten Sie am Ende Ihres Fluges von Frankfurt 1 nach Nairobi gar nicht zu landen, denn kaum, dass Sie festen Boden unter den Füßen haben, geht es schon wieder rauf auf nahezu 4.000 Meter. Hier oben, im Aberdare-Nationalpark, hat sich nach dem siebten Tag der Schöpfung nicht mehr viel verändert. Hier wächst alles was und wie es will. Wasserfälle schneiden durch die Bergwälder und Bäche kegeln abgestürzte Felsbrocken durch die Schluchten. Auf dem Sattel aber blüht eine alpine Heidelandschaft und bereitet unerwarteten Gästen den Boden. Elefanten, Büffel, Riesenwaldschweine schmatzen sich durch die Moorgebiete. In diesem biblischen Umfeld ist eine Arche geradezu zwangsläufig, in diesem Fall die als Schiff gebaute The Ark Lodge 2. Einmal da, darf die Arche nicht mehr verlassen werden, aber an ihren Fenstern und im unterirdischen Bunker dürfen Sie sich die ganze Nacht die Nase plattdrücken, nur durch eine Scheibe von der Wildnis getrennt.
Elefanten ziehen durch die Savanne (© Evelyn Walter / Chamäleon)
Irgendwann haben Sie dann doch geschlafen und das Erlebnis weitergeträumt, bis ein Schnauben und Grunzen am Wasserloch den beginnenden Tag ankündigt. Wer will, darf die Arche jetzt verlassen und wir nehmen das Angebot an, denn wir wollen über den Äquator in den kleinsten Naturschutzpark Kenias, das Samburu Game Reserve 3 4. Die Tiere sind hier besonders schön, versichern uns unsere Gastgeber im Ashnil Samburu Camp, aber das sagt ja jede Mutter von ihren Kindern. Immerhin kommen meist die Elefanten bis an die Terrasse Ihres Zeltes, und auf unserer Pirschfahrt durch das Reservat begegnen uns Grevyzebras mit ganz dichtem Streifenmuster und Giraffengazellen, das Schlankheitsidol unter den Tieren. Ist also doch was dran.
Meerkatze auf einer Palme (© Andreas Mosig / Chamäleon)
Wir müssen an dieser Stelle einmal mit dem verbreiteten Glauben aufräumen, in der Mitte Afrikas sei alles knochentrocken und dürr. Am Ostafrikanischen Grabenbruch ist das anders. Endlose Blumenplantagen und die mopsdicken Trauben des begehrten Leleshwa-Weines sind das süße Erbe des geologischen Fiaskos, das die höchsten Berge und die tiefsten Seen Afrikas entstehen ließ. Der Lake Naivasha 5 ist einer von ihnen und unser Boot zur Crescent-Insel wartet schon.
Elefanten kreuzen den Weg (© Andreas Mosig / Chamäleon)
Die Masai Mara ist nach Anzahl und Vielfalt Kenias tierreichste Region. Ein Tummelplatz für große Herden, die im kleinen Grenzverkehr aus dem Serengeti-Nationalpark in das Masai Mara National Reserve 6 7 wechseln. Zebras, Gnus, Elefanten, Thomson-Gazellen und Elenantilopen ziehen durch wogendes Grasland und Akazienwälder den Verlockungen des Mara Rivers entgegen. Da ziehen wir gern ein Stück mit, und sollten wir auf Anhieb nicht das Glück der Big Five haben, ist morgen auch noch ein Tag. Dazwischen liegen die komfortablen Zelte des Mara Leisure Camps mit eigenem Bad und einer Veranda, deren Ausblick schon eine halbe Safari ist. Das ganz große Erlebnis aber ist eine optionale Fahrt mit dem Heißluftballon beim Sonnenaufgang über der Masai Mara. Inklusive Sektfrühstück für die geglückte Landung.
Junger Massai mit Frau und Sohn vor ihrer Hütte (© iStockphoto / Chamäleon)
Durch die wechselvolle Landschaft Kenias schließen wir den Kreis zurück an den Ort, wo unsere Zeit der Safaris begonnen hat. Am Nachmittag in Nairobi 8 überkommt Sie vielleicht ein Anflug von Sehnsucht nach vier Beinen, aber als Gegenmittel verraten wir Ihnen jetzt schon, wohin Ihr Flieger morgen früh startet: zu ein paar verzauberten Inseln im Indischen Ozean. Mit tropischen Regenwäldern und Korallenriffen, die zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde gehören. Alles wieder gut? Dann kann’s ja losgehen.
Trauminseln Seychellen (© Heinz Peter Schneider / Chamäleon)
Die größte, also die Hauptinsel der Seychellen, ist gerade mal 28 Kilometer lang. Alle Palmen aneinandergelegt ergeben ein Vielfaches davon. Bienvenue Mahé 9 10, wo sich alle, die das Savoir-vivre schätzen, einig sind, dass die Bucht von Beau Vallon eine Verjüngungskur für die Seele ist. Genau dort liefern wir Sie ab. Aber nur zum Schnuppern, denn das dicke, um nicht zu sagen: fantastische Ende, kommt ja erst noch. Victoria, die kleinste Hauptstadt der Erde, lässt in Stil und Lebensart keinen Zweifel daran, warum neben kreolisch französisch gesprochen wird. Und so dufte Sachen wie Vanille, Muskat, Tamarinde, Zitronengras und Rum erzählen Bände, warum die Franzosen an den Seychellen so großes Gefallen fanden. Probieren Sie mal.
Grüne Idylle (© Karin Schenk / Chamäleon)
Da liegen ein paar makellos grüne Hügel im schimmernden Türkis des Indischen Ozeans. Mehr Fata Morgana als echt, so traumhaft schön. Aber die Fata entpuppt sich als Mutter der Glückshormone. Überdies ist das Maital auf Praslin auch noch Weltnaturerbe. Vallée-de-Mai-Naturreservat 11, sagen die Einheimischen, und die Botaniker bekommen große Augen ob der endemischen Meereskokosnuss mit den größten Samen im gesamten Pflanzenreich. Vogelkundler schwärmen vom seltenen Schwarzen Papagei und wir von der Bucht Anse Lazio. Da steckt das Wort »lazy« drin, ein treffliches Motto für diesen Nachmittag.
Paradies Seychellen (© Jeannine Mairhofer / Chamäleon)
Die Vorstellung, es könnte noch himmlischer werden, rangiert verständlicherweise unter abwegigem Gedankengut. Um Sie vom Gegenteil zu überzeugen, nehmen wir die Fähre nach La Digue 12. Im Prinzip könnte man rüberschwimmen, aber die Zeit ginge von einem beispiellosen Wechselbad der Gefühle ab. Fahrrad – Bucht A – sonnen. Fahrrad – Bucht B – baden. Fahrrad – Bucht C – essen. Fahrrad – Bucht D – Korallen gucken. Und so weiter. Am Ende sind wir wieder am Anfang, und weil Sie genug geplantscht haben, nehmen wir zurück nochmal die Fähre.
Verliebtes Paar beim Strandspaziergang auf den Seychellen (© Torsten Dickmann / Chamäleon)
Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass Sie in diesem Urzustand des Glücks einfach mal das tun möchten, wonach Ihnen in diesen Momenten ist. Da trifft es sich gut, dass bis zu Ihrer Heimreise noch volle zwei Tage und ein bisschen übrig sind. Im Oasis Hotel & Spa 13 14 15 an der Goldenen Küste Praslins dienen Ihre Koffer nur noch dazu, je nach Aktivität das passende Kleidungsstückchen herauszufischen. Im übrigen gilt der offizielle Wahlspruch der Seychellen: Finis Coronat Opus. Der Abschluss krönt das Werk.
Strandfunde (© Ute Tschersich / Chamäleon)
Das Bisschen, von dem die Rede war, ist noch eine Runde im Pool oder ein Spaziergang am Strand, bevor uns die Fähre zurück nach Mahé bringt. Am Nachmittag haben Sie allen Grund für einen Anflug von Sehnsucht, nur dass es uns diesmal ungleich schwerer fällt, Ihnen die Fahrt zum Flughafen schönzureden. Aber wenn Sie erst mal zu Hause 16 sind, werden Ihre Erinnerungen an x-mal vier Beine und zig überglückliche Momente unter Palmen sehr schnell Überhand gewinnen. Ist immer so bei Chamäleon.
Mara und Inseltraum - 16 Tage Wunderwelten-Reise
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