Spätestens, wenn Sie nach Ihrem Flug von Frankfurt 1 in der Kaliwa Lodge angekommen sind und auf der Terrasse im blickdichten Bergregenwald entspannt Ihre Beine ausstrecken, spüren Sie bereits, was der Zusatz SENSE auf dieser Reise bedeutet. Wir wünschen happy landing.
Die Kaliwa Lodge 2 3 ist nun drei Tage Ihr neues Zuhause. Was nicht bedeutet, dass Sie die Füße hochlegen sollen, obwohl der unvergleichliche Blick über die Wälder auf die Schneespitze des Kilimanjaros genau diesen Wunsch auslöst. Die Grillen zirpen ein Begrüßungsständchen, aus dem Blätterwald lachen Buschbabys und Kolonien von Hornvögeln krächzen ihren Senf dazu. Warum wieder weg, zumal der Barmann gerade ein Rock Shandy bringt?
Kaffebohnen am Strauch (© Kai-Uwe Küchler / Chamäleon)
Sie haben recht, und wir versprechen Ihnen, dass Sie noch ein paarmal in den Genuss dieses Glücksgefühls kommen werden, aber da liegt am unteren Berghang des Kilimanjaros diese Kaffeefarm mit den wunderbaren Arabica-Sträuchern, aus deren Kirschen der Fairtrade-Kaffee gemacht wird. Alles, was normalerweise zu den Geheimnissen des schwarzen Goldes gehört, wird heute für Sie gelüftet. Und bevor Sie fragen: selbstverständlich auch probiert, wie sollten Sie sonst den Unterschied kennen lernen. Das Wichtigste danach ist, zum Sonnenuntergang wieder auf der Terrasse zu sitzen, um zu erleben, was der Kili macht.
Es mag Ihnen suspekt vorkommen, dass man aus Bananen Bier brauen kann, aber die Chagga können das. Der Volksstamm, der an den Hängen des Kilimanjaro 4 intensiv Landwirtschaft betreibt, kultiviert vor allem Bananen zur Herstellung von Pombe, dem Gerstensaft auf Kiswahili. Man kann nicht sagen, dass der Platz ihrer Frauen am Herd ist, denn sie haben keinen. Und dennoch kochen sie ein landestypisches Mittagessen für uns. Wie versprochen, werden Sie schon bald wieder auf Ihrer Terrasse sitzen. Rechtzeitig, bevor der Kili zum Staatsschauspiel bittet.
Massai mit ihren Rindern im Dorf Kibaony (© Kai-Uwe Küchler / Chamäleon)
Auch bei den Massai haben sich die Zeiten geändert. Sie sind Halbnomaden geworden. Nicht halb so groß, sondern halb sesshaft. Was sie nicht davon abhält, ihre Rinderherden persönlich durch die endlose Savanne Tansanias zu begleiten. Auch nie ohne ihren Stock. Sieht ganz danach aus, dass wir ihnen auf dem Weg zum Tarangire-Nationalpark 5 6 begegnen werden, und wenn es das Glück gut mit uns meint, findet sogar irgendwo ein Massai-Markt statt.
Außer uns sind noch ein paar andere auf dem Weg in den Park. Mit dem Unterschied, dass wir zuerst die Tarangire Simba Lodge ansteuern, mit einem Pool für uns und einem vielbeachteten Wasserloch für die, die wir morgen wiedersehen. Denn in der Trockenzeit ist der Tarangire-Fluss ein Überlebenselixier, das nach dem Ngorongoro-Krater zur höchsten Großwilddichte Tansanias führt. Während mächtige Schirmakazien für Schatten sorgen, ziehen sich mehrere hundert Jahre alte Baobabs bis zu 150.000 Liter Wasser in den Stamm, um stramm zu bleiben. So sorgt der Tarangire für Leben im Park, auch wenn leben Tod bedeuten kann, denn wer trinkt, will auch essen, und schon oft haben wir auf unseren Pirschfahrten ein Löwenrudel sein Mittagessen jagen sehen.
Gedrängel am Hippo-Pool (© Alexander Sass / Chamäleon)
Der Lake-Manyara-Nationalpark 7 kennt keine Wassersorgen. Er profitiert von heißen Quellen, die den 220 Quadratkilometer großen See zum Anziehungspunkt einer unüberschaubaren Tierwelt machen. Wobei zu denen, die brüllen, tröten, blöken, grunzen und wiehern rund 400 Arten hinzukommen, die piepsen, pfeifen und trällern. Nashornvögel, Zwergflamingos, Rosapelikane, Nimmersattstörche, Kormorane und jede Menge Greifvögel, die von der steil aufragenden Wand des Ostafrikanischen Grabenbruchs einen unverstellten Adlerblick auf ihre Speisekarte haben.
Panoramafotografie am Ngorongoro Krater (© Katrin Dohmen / Chamäleon)
Wie immer Ihre Vorstellung von der Dimension eines Vulkankraters ist, dehnen Sie ihn auf einen Durchmesser von 20 Kilometern aus, dann ist es der Ngorongoro-Krater 8. Drumherum Steilwände bis 600 Meter Höhe und innen statt einem blubbernden Lavagebräu ein riesiger Zoo mit der höchsten Raubtierdichte Afrikas. 25.000 Wildtiere, von denen die meisten im Krater geboren werden und bleiben. Wo sollen sie auch hin? Bleiben ist hier allerdings eine Frage von fressen und gefressen werden. Ein atemberaubendes Terrain für einen Tag mit Aussicht auf die Big Five.
Safari in der Serengeti (© Katrin Dohmen / Chamäleon)
Weiter durch das Ngorongoro-Gebiet und die Dörfer der Massai, geht es dem Weltnaturerbe entgegen, dessen Name bereits elektrisiert. Die Serengeti 9 10 11 durfte nicht sterben und gilt heute als eines der am wenigsten gestörten Ökosysteme Afrikas. 1,6 Millionen Pflanzenfresser und Tausende Raubtiere wandern durch das 14.000 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet. Und Sie mittendrin, auf dem Weg in die traumhaft gelegene Serengeti Safari Lodge zu einem Sonnenuntergang in Ultra HD. Eigentlich könnten Sie sitzen bleiben, bis sie wieder aufgeht, weil am frühen Morgen die Raubtiere von ihren nächtlichen Beutezügen zurückkehren. Wenn es von diesen bewegenden Momenten eine Steigerung gibt, dann ist das die optionale Fahrt in einem Heißluftballon über die Tierherden der erwachenden Serengeti. Steht die Sonne dann höher, werden selbst die Löwen schlapp und legen sich dösend auf die Kopjes genannten Felsen, wo es schön warm ist. Zu jeder Tageszeit Ihres Serengeti-Abenteuers ziehen wir mit den Tieren und kommen ihnen so nah wie nirgendwo sonst. Wenn aber Ruhe eingekehrt und die Sonne mit einer tiefen Verbeugung vor dem Tag abgetreten ist, betritt ein Sternenhimmel die Bühne, an den Sie noch lange denken werden.
Über den Dächern von Sansibar Stadt (© Katrin Dohmen / Chamäleon)
So kennt man es vom Film: Auf der Serengeti-Flugpiste 12, wo schon John Wayne und Hardy Krüger gestartet sind, um Wildtiere für den Zoo zu fangen, steht das Maschinchen mit laufendem Propeller. Es fliegt uns in einem weiten Bogen über die Erlebnisse der vergangenen Tage: die Serengeti, den Grabenbruch, Lake Manyara, den Ngorongoro-Krater, und mit einem Blick auf den Kilimanjaro dreht er ab nach Sansibar. Der alte Kern, das historische Zentrum von Sansibar-Stadt, ist Weltkulturerbe. Wir wünschen einen schönen Abend.
Farbenfroher Markt (© Kai-Uwe Küchler / Chamäleon)
Araber, Inder und jede Menge Scheichs haben sich in Sansibar-Stadt 13 die Klinke in die Hand gegeben. Und jeder von ihnen hat etwas dagelassen, das den Charme dieser Stadt erklärt. Ihr Reiseleiter nimmt Sie mit auf einen Trip durch die Kulturen, und während bei einer einheimischen Familie die Vorbereitungen für ein gemeinsames Abendessen getroffen werden, ist eine der Dachterrassen das schönste Wartezimmer, in dem Sie je gesessen haben.
Muskatnuss, eine Entdeckung bei der Gewürztour (© Andrea Werner / Chamäleon)
Wenn uns nicht alles täuscht, werden Sie bei Ihrer Ankunft im Michamvi Sunset Bay 14 15 16 als erstes Ihre Schuhe ausziehen, um mit den Zehen im butterweichen Sand zu buddeln, der Sie wie ein Wegweiser durch die Palmen und Blumen des Gartens an den Indischen Ozean führt. Der lächelt von morgens bis abends sein schönstes Türkis, der Strand ist frisch aufgebacken und die Palmen lassen gelegentlich eine Kokosnuss fallen, aber so ein gedämpftes Plopp ist auch schon das Einzige, was Ihre Seligkeit stören könnte. So ließe es sich aushalten, gäbe es nicht die optionalen Ausflüge in die Unterwasserwelt oder zu den Roten Colobus im Jozani-Wald. Wir vermuten aber, dass Sie immer tiefer im Glück der Stunden versinken werden.
Seaweed farmer (© Bernhard Steiner / Chamäleon)
Kofferpacken können Sie verschieben, denn der Vormittag am Strand gehört zum Glück noch dazu. Nur am Mittag sollten Sie sich wieder ausgegraben haben, wenn es unwiderruflich zum Flughafen von Sansibar-Stadt 17 geht. Und wenn Ihre Freunde Sie in Frankfurt 18 auf Ihren ebenmäßigen Teint ansprechen, können Sie aus Überzeugung sagen: Nur auf Sansibar wird man so schön gar.
Baobab SENSE - 18 Tage Wunderwelten-Reise
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