Wie Gewürzkegel auf einem tansanischen Markt liegen die Usambara-Berge fein säuberlich nebeneinander. Viele ihrer Flanken fallen beinahe senkrecht in die Ebene ab, die zu den artenreichsten Regionen der Welt gehört. Zu dem Glück, hier zu sein, gehört immer eine Portion Demut gegenüber der uralten Gebirgskette aus dem späten Präkambrium vor 600 Millionen Jahren. Und nicht wenige, die sich in der Welt der Glücksgefühle auskennen, sagen, Usambara sei noch ein echter Geheimtipp. 

Nahezu 3.000 Tier- und Pflanzenarten sind in den Usambara-Bergen zu Hause. Viele von ihnen endemisch und nur hier zu finden. Auch der Usambara-Uhu, die Afrogelbhölzer, der Grüne Waldsteigerfrosch, das Stummelschwanzchamäleon. Eine biologische Schatztruhe mit herausragender Bedeutung für die weltweite Artenvielfalt. Und Menschen? Ja, die gibt’s auch. Sehr gastfreundliche, wie Sie feststellen werden, denn bei Geheimtipps fahren nicht stündlich die Busse vor.

Wir starten von Moshi zur idyllisch gelegenen Mullers Mountain Lodge in den Bergen. Die urwaldartige Landschaft des Natural Montane Forest ist eine Herausforderung für jeden Naturliebhaber. Wir erobern das wilde Grün und scheuchen dabei jede Menge Meerkatzen vor uns her. Menschen winken uns in ihre Dörfer, und vielleicht ist sogar Markttag in Lushoto. Aber sicher ist, dass uns die Bauern von der Irente-Farm ein erntefrisches Mittagessen kochen werden, einschließlich Usambara-Kaffee. Treibstoff für eine letzte Wanderung durch den Urwald dieses Biosphärenreservats.

Usambara-Berge - 5 Tage Reisebaustein
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