• Das Projekt

      Platz zum Leben für Straßenkinder

      Am Rande der Stadt Karatu in der Arusha-Region liegt ein Hort des Vertrauens und der Zuneigung. Das »Mwema Children Centre«. Dort setzt man sich für die Rechte der Schwächsten ein – die Rechte der Kinder. Mwema ist Swahili und bedeutet soviel wie »gut«. Hier kann jedes Kind ein guter Mensch werden und zu einem guten Leben, einem guten Zuhause und guter Bildung finden. Diese Chance bekommen hier alle: Straßenkinder, Waisen und sozial ausgegrenzte Kinder. Drei wichtige Projekte wurden eigens zu diesem Zweck ins Leben gerufen.

      Zunächst ein Zufluchtszentrum, welches Straßenkindern eine temporäre Heimat bietet und ihnen längerfristig dabei hilft, in ihre Familien oder Pflegefamilien zurückzukehren.

      Viele der Straßenkinder können aufgrund ihrer Situation weder lesen noch schreiben und werden deswegen ab einem gewissen Alter von öffentlichen Schulen nicht mehr angenommen. Das Bildungszentrum der Mwema-Schule bietet allen eine Grundbildung und arbeitet äußerst erfolgreich, wenn es darum geht die Kinder danach auf weiterführende Schulen zu schicken.

      • Essensausgabe bei Mwema | © Stephan Auner / Chamäleon
        Hintergrund

        Von der Straße auf die Schulbank

        Die Organisation bot zunächst zehn Kindern ein neues Heim. Viele von ihnen verließen ihre Familien aufgrund vorherrschender Armut, Gewalt oder Alkoholismus. Die Unterkunft war zunächst sehr bescheiden: Ein leeres Bürogebäude mit nur zwei Räumen. Mithilfe von Spendengeldern konnte schon bald ein größeres Zuhause gefunden und der Bildungsbereich ausgeweitet werden. Ein Team an Köchen, Putzkräften, Lehrern und Sozialarbeitern kümmert sich um das Wohl der Kinder.

        Gegründet wurde Mwema von Pastor Elisante und Kalist Masika. Es gehörte zur tansanischen Stiftung Shalom Children Foundation Fund, die sich für die Rechte von Kindern einsetzt. Seit Oktober 2007 ist das Zentrum unter dem Namen Mwema Street Children Center als unabhängige NGO eingetragen.

        Unter Anbetracht der Bildungsbedürfnisse aller Kinder der Region öffnete Mwema seine Türen kürzlich auch für andere Kinder, welchen derzeit Bildung auf dem regulären Schulweg verwehrt wird.

        Eine besondere Herausforderung für Mwema ist die Arbeit mit Mädchen, da diese auf den Straßen noch gefährdeter sind als die Jungs. Häufig werden sie von fremden Erwachsenen zur Arbeit gezwungen oder sexuell ausgenutzt.

        Neben den ca. 40 Kindern die Mwema inzwischen beherbergt, bietet das Center vielen Straßenkindern (rund 80) eine Mahlzeit, Waschmöglichkeiten und die Chance durch den hier angebotenen Unterricht fit für das reguläre Schulsystem zu werden. Weiterhin werden die Straßenkinder bei der Bezahlung ihrer Schulgebühren unterstützt.

        Besonders wichtig ist die Reintegration der Straßenkinder in ein familiäres Umfeld, da die Möglichkeit, in einer richtigen Familie aufzuwachsen, immer noch der beste Start ins Leben bedeutet.

        Reisen zum Projekt

        Reisen mit Projektbesuch

        • Drei Jungs teilen die Schulbank | © Stephan Auner / Chamäleon
        • Mobile Schule unterwegs in Karatu | © Stephan Auner / Chamäleon
          Was wir tun

          Wasserpumpe, Streetworker, Mädchenhaus

          In den vergangenen Jahren konnte viel erreicht werden. So kommen wir seit vielen Jahren für Essen, eine medizinische Grundversorgung, die Betreuung der Kinder und verschiedene Workshops auf. Notwenige Anschaffungen sind auch stets dabei. Zum Beispiel ein Motorrad, damit Kinder zu Besuch zu ihren Familien gebracht werden können. Auch eine Wasserpumpe für eigenes Trinkwasser konnte verwirklicht werden. Oder ein Gaskocher für umweltfreundliches Kochen.

          2018 haben wir unser Engagement speziell für die Mädchen noch weiter ausgebaut, denn zuvor konnten nur Jungen im Zentrum aufgenommen werden. Im selben Jahr haben wir angefangen, ein Haus für sie zu bauen. Auch das Grundstück dafür hatten wir gekauft. Im Sommer 2019 wurde das rote Eröffnungsband feierlich durchtrennt.

          Seit der der Fertigstellung des Mädchenhauses kommen wir neben unserem bisherigen Engagement nun auch für dessen laufende Kosten auf. Der Bau eines zweiten Wasserturms mit Solaranlage versorgt es zudem mit frischem und warmem Wasser. Seit 2020 läuft auch ein Berufsbildungsprojekt für die Mädchen, für das wir sogar einen Lehmbackofen erbauen ließen.

          Bis Ende 2023 haben wir das Projekt mit insgesamt fast 300.000 Euro unterstützt. Das hätten wir ohne unsere lieben Gäste und Spender niemals geschafft! „Asante sana” sagen die Kinder von Mwema.

          Fotos & Videos

          Eindrücke aus Tansania

        • Tansania: Mwema-Girls (2:00)
        • Hilf mit

          Mwema Children Centre

          Wir freuen uns, dass du dich dafür interessierst, unsere Projekte zu unterstützen. Du kannst gerne einmalig spenden oder eine Patenschaft übernehmen. Wir möchten dir schon jetzt im Namen derjenigen, die davon profitieren werden, unseren ganz besonderen Dank mitteilen. Wir garantieren dir, dass 100 Prozent deiner Spende vor Ort ankommt.

          Jetzt spenden
          Petra Beck, Alexandra Jabps, Stephan Auner
          +49 30 347996-100

          Alexandra Jabs, Petra Beck, Stephan Auner
          Stiftungsmanager*innen

          Wir sind für dich da

          +49 30 347996-100