Ihr Lächeln beginnt mittags in Frankfurt 1 mit der ersten Etappe nach Bangkok und am frühen Morgen weiter via Jakarta nach Yogyakarta 2. Am Mittag sind Sie auf der Insel, die in ungezählten Filmen und Evergreens Karriere gemacht hat: Java. Zeit für eine erholsame Atempause in der romantischen Ruhe des Phoenix Hotels, aber dann lockt auch schon das Exotische. In guter javanesischer Tradition nehmen wir die Pferdekutsche zu einem Familienbetrieb, der aus Leder die berühmten Schattenpuppen herstellt, und in der Altstadt von Yogyakarta wartet der zweite Exportschlager Indonesiens auf Sie: eine Sause durch die nicht endende Kette der Geschäfte, die den hochgelobten Java-Kaffee und den nicht minder geschätzten Java-Tee ausschenken.
Prambanan - die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens (© Chamäleon)
Typisch für die Tempel von Prambanan 3 ist ihre hohe spitze Bauform. Sie haben es damit und als größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens zum UNESCO-Weltkulturerbe gebracht. Seit etwa 100 Jahren wird Tempel für Tempel rekonstruiert, sofern man mindestens 75 Prozent seiner ursprünglichen Bausubstanz findet. Wir suchen mit, hier und in den umliegenden Dörfern bei Bauern und in ihrem ländlichen Alltag. Die Sonne liegt noch im Halbschlaf, wenn wir zu einem Hofbesuch geladen sind. Hier nennt man ihn Kraton, wir würden Sultanspalast sagen, und in der typischen Bescheidenheit damaliger Herrscher handelt es sich natürlich um eine Stadt in der Stadt. Der Name Kraton wird auch als Synonym für »Gericht« verwendet, weil im Palast unter Vorsitz des Sultans Recht gesprochen wurde.
Traditionelle Hindu-Zeremonie (© iStockphoto / Chamäleon)
Wir sitzen ebenfalls zu Gericht, im typisch javanesischen Dorf Candirejo 4, nachdem uns der Chefkoch und die Frauen des Dorfes in die Feinheiten der indonesischen Kochkunst eingeweiht haben. Zweifellos ein Höhepunkt dieser Reise, wozu auch die Dorferkundung per Pferdekutsche, Musik auf dem Bambusrohr und die Übernachtung im Gemeindehaus gleich neben der berühmten Tempelanlage Borobudur zählen.
Borobudur mit den glockenförmigen Stupas gilt als das bedeutendste Bauwerk des Mahayana-Buddhismus, und während die Sonne sich anschickt, über dem Vulkan Merapi ihren schönsten Aufgang zu inszenieren, mischt sich in die frische Morgenluft der Duft von geräuchertem Kaffee oder Tee und weckt Ihre Lebensgeister. Sofern die angesichts dieses einzigartigen Szenarios ohnehin nicht schon hellwach sind.
Borobudur - buddhistische Tempelanlage (© Chamäleon)

Auch Morgenmuffel bekommen heute große Augen, denn ein Sonnenaufgang über dem Heiligtum Borobudur 5 wirkt wie ein Verstärker einer ohnehin kaum noch steigerbaren Faszination. Die größte buddhistische Tempelanlage der Welt mit ihren 76 glockenförmigen Stupas war jahrhundertelang in Vergessenheit geraten. Zerstört von Erdbeben und vom Staub der Zeit verschüttet. Heute sind die neun Stockwerke mit ihren fünf Kilometer langen Flachreliefs, die das Leben und Wirken Buddhas beschreiben, UNESCO-Weltkulturerbe, was eigentlich auch für den Blick von den obersten Arupadhatu-Terrassen über das Kedu-Tal gelten sollte. Aber bedenken Sie: Zuvor müssen Sie durch die Doppeltore von Nirwikala, wo Ihr Körper die materielle Gestalt verlässt und in den körperlosen Geist übergeht, die höchste endgültige Stufe des Buddhismus.

 
Verflixt früh geht der Zug nach Jombang. Aber es lohnt sich. Vier Stunden lang ziehen mächtige Vulkanketten und endlose Reisterrassen an Ihnen vorbei. Viel Zeit, das Lächeln der mitreisenden Einheimischen zu erwidern und aus erster Hand von einem Leben zu erfahren, das uns ebenso ungewöhnlich wie interessant vorkommt. Am Ziel dieses Tages, in Kediri 6, wartet schon das Becak, die Fahrradrikscha, für eine Stadtrundfahrt mit ihrem Endpunkt im Grand Surya Kediri Hotel.

Der Vulkan Bromo (© ronen, iStockphoto.com / Chamäleon)
Ab und an grollt er, und die Einwohner Indonesiens haben vorsichtshalber eine Staubmaske in der Schublade, aber heute winkt er vielleicht mit einem Rauchwölkchen und gibt ansonsten die Unschuld. Der Bromo 7, jüngster Spross im Tengger-Vulkanmassiv, lässt die Mythologie neu aufleben, wonach nur jährliche Opfer die Götter davon abhalten, mit Feuer und Schwefel zu drohen. Unterwegs lernen wir die listigen Bürger von Bandar Kidul kennen. Sie schauten sich von den japanischen Besatzern die Kniffe der Webkunst ab und haben es damit zu einem bemerkenswerten Wirtschaftswunder gebracht. Die Einwohner von Malang haben diese Chance verpasst, immerhin standen sie lange unter der Knute der Holländer, die ein wunderschönes koloniales Kolorit hinterlassen haben. Aber mit Käse und Tulpen haben sie in Malang nichts am Hut. Dafür Tabak und Zuckerrohr, die uns begleiten, bis wir an unseren Bromo Cottages mit ihrem sagenhaften Blick in die Bergwelt ankommen. Falls diese Aussicht Sie nicht ruhen lässt: Um vier Uhr morgens startet unsere optionale Tour zum Sonnenaufgang über dem Bromo. Einzigartig.
Reisbauer beim Setzen der Pflanzen (© Asian Trails Indonesia / Chamäleon)
Und wenn die Sonne ihr Werk vollbracht hat, wartet in Kalibaru 8, dem Zentrum der javanesischen Kaffee- und Kakaoproduktion, Ihr Margo Utomo Agro Resort. Zum verspäteten Ausschlafen, zum genussvollen Dahindösen am Pool des tropischen Gartens oder einem Spaziergang zum Fachsimpeln mit den Bauern auf dem Markt.
Erst kommt eine zauberhafte Fahrt entlang bilderbuchreifer Palmenhaine und Reisterrassen, dann kommt die Götterinsel Bali. Schon die Aussichten von der Fähre verheißen Glück, und das kleine Bergdorf Munduk 9 enttäuscht Ihre Erwartungen nicht. Wir nehmen Platz, wo das ursprüngliche Bali zu Hause ist. Unsere charmanten Puri Lumbung Cottages haben sich der sanften Entdeckung von Natur und Kultur verschrieben, was unübersehbar gelungen ist, denn Lumbung bedeutet Getreidespeicher, und aus diesen traditionellen Reisscheunen wurden wunderschöne Bungalows mit Außendusche und Blick über die Reisfelder.
Kaffebohnen (© Katrin Giebe / Chamäleon)
Und was gibt es um Munduk herum zu sehen? Liebevoll kultivierte Plantagen voller Nelken, Kaffee und Kakao. Es ist interessant, anderen bei der Arbeit zuzusehen, und wir machen ausgiebig Gebrauch davon, bei den Farmern auf dem Feld und den Dorffrauen bei ihrem Kunsthandwerk. Erstaunlich, dass man auch vom Zugucken Hunger bekommen kann, aber wir essen eigentlich nur der Aussicht wegen, in einem Restaurant mit herrlichem Panoramablick. Wir werden Sie von diesem wohltuenden Fleckchen nur mit der Zusage weglocken können, dass Sie in Tulamben 10 noch eine Steigerung der Genüsse erwartet, der seelischen wie der leiblichen im einzigartig erholsamen Mimpi Resort Tulamben direkt am Meer.
Flechtende Frauen in Muntigunung (© Chamäleon)
Wir träumen uns durch die beinahe unberührten Regionen der Götterinsel. Wir erfahren, wie die ländlichen Dorfgemeinschaften im Inselnorden die Zukunft ihrer Kinder sichern, wie die Versorgung mit sauberem Wasser gelingt, warum das einfache Leben im Bergdorf Muntigunung 11 lebenswert ist und wie wir durch unseren Besuch dazu beitragen. Ein Dankeschön gibt’s auch: Auf einer außergewöhnlich schönen Wanderung führen uns Dorfbewohner durch die malerische Bergwelt. Gemalt und gedichtet wird seit knapp 100 Jahren auch in Ubud, das sich zum künstlerischen Hauptort Balis gewandelt hat. Hier schlagen wir im Rama Phala Resort & Spa unsere Zelte auf.
Unterwegs in Ubud (© Katrin Giebe / Chamäleon)
Ubud 12 ist mittlerweile das kulturelle Zentrum, in dem viele namhafte internationale Künstler ebenso viele bekannte Gemälde, Romane und Skulpturen geschaffen haben. Hier lassen wir Ihnen auf dem Kunstmarkt Zeit für alles, was Ihren Geschmack am sichersten trifft. Das dürfte bei Pura Besakih keine Frage sein, dem größten, ältesten und heiligsten Tempel, weshalb er als »Muttertempel« verehrt wird. Und als Mutter aller Tempel liegt er natürlich unantastbar am Berg Gunung Agung, dem Zentrum der balinesischen Weltordnung und Sitz der Götter.
Pura Tanah Lot Tempel am Meer (© Robert Jan Ridder, iStockphoto.com / Chamäleon)
Man kann bei der Konzentration an Superlativen schnell durcheinanderkommen. Aber was können wir dafür? Pura Taman Ayun, der »Tempel des schwimmenden Gartens«, gilt als der prachtvollste auf Bali, dann folgt der Meerestempel Tanah Lot, das bekannteste Fotomotiv auf einer winzigen Felseninsel im Meer, und der vorerst letzte Superlativ ist der Pool im Segara Village in Sanur 13, balinesisch romantisch und unvergesslich. Schöpfen Sie einen Nachmittag lang aus dem Vollen, im traumhaften Garten, auf himmlischen Römersofas unter Palmen, im wattewarmen Meer. Wir bereiten in der Zwischenzeit ein unvergessliches Abschiedsessen vor.
Portrait eines alten Mannes (© Markus Hägele / Chamäleon)
Am Strand von Sanur dürfen Sie sich gerne noch eine Weile der genussvollen Faulheit hingeben. Am Nachmittag startet dennoch unwiderruflich Ihr Flieger von Denpasar 14 nach Frankfurt 15. Es sei denn, Sie waren so schlau und haben eine Badeverlängerung an den glücksverwöhnten Stränden von Sanur gebucht. Da säuseln die Palmen ein luftiges Lied vom leichten, unbeschwerten Leben. Fünf unwiederbringliche Tage lang.
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