Mpumalanga bedeutet auf siSwati »Ort, an dem die Sonne aufgeht«. Da beginnt nach Ihrem Flug von Frankfurt 1 nach Johannesburg 2 Ihre Reise in die Zeit der Gefühle. Über den Long-Tom-Pass, der wie ein Schnittmusterbogen die blühenden Berge durchzieht, erreichen wir Sabie zu einem verdienten Kaffee-Intermezzo, denn die Sabie Valley Coffee Farm ist bekannt für den Anbau herausragender Bohnen, woran eine Tasse feinsten Arabicas keinen Zweifel lässt. Auf den kleinen Schwarzen folgt das kleine Weiße: White River, der beliebte Künstlerort nah am Krüger-Nationalpark. Endstation für heute.

Bourke Luck Potholes (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Nehmen Sie Ihre Finger zu Hilfe, sonst kommen Sie mit den Naturwundern der Panorama Route 3 durcheinander: den Daumen für die 56 Meter hohen Mac-Mac-Fälle, den Zeigefinger für God’s Window, das Tor zum Himmel, den mittleren Finger für die vergeblichen Versuche des Abenteurers Tom Bourke, in den Luck Potholes Goldklumpen zu finden, und den Ringfinger für das Beste zum Schluss, den 800 Meter tiefen Blyde-River-Canyon. Bleibt noch der Kleine. Auf den müssen Sie gut aufpassen, damit beginnen Sie die Big Five zu zählen, sobald wir im Herzen des Krügerparks das Nationalpark-Camp Pretoriuskop betreten haben.
Gnu-Herde in der Savanne (© Alexander Sass / Chamäleon)

Das Nationalpark-Camp Satara, unser heutiges Ziel, gilt als Katzencamp im Krüger-Nationalpark 4. Also machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihnen unsere privat geführte Ganztagessafari Löwen und Leoparden vor die Kamera treiben wird. Neben Gnus, Zebras, Elefanten, Nashörnern, Büffeln und den übrigen Verdächtigen natürlich. Alle gesehen? Dann gehört auch das Wissen um jene Tiere dazu, die im Schatten der Population stehen. Für sie existiert in Hoedspruit das Zentrum für bedrohte Tierarten. Eine Sisyphus-Aufgabe, deren Wert uns der Besuch eindrucksvoll vor Augen führt.

Reisegruppe beobachtet einen Geparden (© Ann & Steve Toon, Makalali Lodge / Chamäleon)

Wahrscheinlich wissen Sie es sowieso, dass Löwen gern faul in der Sonne liegen. Warum nicht ihrem Beispiel folgen? Im Makalali Game Reserve 5 6 können Sie zwei Tage lang die Balance zwischen aufregenden Safaris und genussvoller Trägheit halten. Und mit den Big Five aufzustehen, um nach getaner »Arbeit« zum Frühstück zurückzukehren, sollte selbst für Morgenmuffel kein Problem sein, denn am Pool der luxuriösen Makalali Game Lodge ist immer ein Siestaplätzchen frei. So vergehen wechselweise himmlische Stunden zwischen »Jagdfieber« im offenen Geländewagen und entspannt zurückgelehnt auf der Veranda Ihres Bungalows mit unverbautem Blick in die einzigartige Stimmung der sie umgebenden Buschlandschaft.

Union Buildings in Pretoria (© Dirk Bleyer / Chamäleon)

Die Morgenstunde ist die spannendste Zeit im Reich der Tiere und die Wahrscheinlichkeit groß, dass der eine oder andere wilde Müßiggänger noch einmal unseren Weg kreuzt, wenn wir das Makalali Game Reserve verlassen. Durch die Limpopo-Region nehmen wir Kurs auf Pretoria 7, und wenn ganze Straßenzüge voll malvenfarbener Jacarandabäume einem botanischen Garten gleichen, sind wir da. Hier vor den Union Buildings wurde Nelson Mandela 1994 als erster schwarzer Präsident Südafrikas vereidigt, hier machen der Church Square mit dem Justizpalast und das Voortrekkerdenkmal der Hauptstadt Südafrikas alle Ehre.

Storms River Hängebrücke (© Christian Riedl / Chamäleon)
Der kapholländische Stil unseres Kleinkaap Boutique Hotel ist die perfekte Überleitung zu unserer Küstenetappe in Richtung Kapstadt. Wir fliegen nach Port Elizabeth, in Fahrtrichtung gesehen der Anfang der Garden Route, und was sehen wir? Den Traum einer ungezähmten Landschaft mit grandiosen Steilküsten, endlosen Bilderbuchstränden und malerischen Bergmassiven. Einen Vorgeschmack gibt uns der Tsitsikamma-Nationalpark 8 bei einem mitreißenden Marsch über die Hängebrücke des Storms River. Der zweite Eindruck beschert uns das Gegenteil: die reine Wohltat in der exklusiven Christiana Lodge in Plettenberg Bay. Ein Hauch von Luxus. Vollendete Raumgestaltung mit raumhohen Fenstern für grandiose Ausblicke in die Landschaft. Frühstück auf der Terrasse. Ambientepool und vom nahen Indischen Ozean her das verlockende Lied der Brandung. Wohl bekomm’s!
Plett Field Band sorgt für Stimmung (© Christian Riedl / Chamäleon)

Knysna 9 ist der legendäre Ort, wo sich eine riesige Lagune und der Indische Ozean in die Arme fallen. Austern gibt’s hier zum Dahinschmelzen, aber auch den Goudveld-Wald, die Werkstatt von Holzfällern und Goldsuchern. Und die Waterfront natürlich, wo das Leben tanzt bei spontanen Auftritten der Straßenbands. Weniger spontan, dafür bühnenreif sind hier die Sonnenuntergänge, am allerfeinsten während einer Segelbootsfahrt. Es steht da noch die Frage im Raum, wie sich das Leben der farbigen Bevölkerung seit dem Ende der Rassentrennung entwickelt hat. Antworten bekommen wir bei einer bewegenden Führung durch die Qolweni-Township in Plettenberg Bay 10. Zuversicht prägt auch unseren Eindruck von der Fieldband Foundation, die Kindern und Jugendlichen durch gemeinsames Musizieren und Tanzen Selbstwertgefühl und Sozialkompetenz vermittelt. Und siehe da: 100 Prozent der langjährigen Teilnehmer schaffen den Schulabschluss.

Arbeiter im Weinberg (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)

Somit bleibt eine letzte Frage, die nur in Oudtshoorn 11 professionell beantwortet werden kann: Wie bekommt man einen Riesenvogel? Auf sehr interessante Art, wie Ihnen der Zuchtmeister einer Straußenfarm zeigen wird. Darauf ein Gläschen Port aus den Kellern des renommierten Weinguts Boplaas, dann warten in Montagu Freunde auf uns: Friends of the Hospital. Ein kleines Krankenhaus, das von der Unterstützung durch Freunde lebt, um die medizinische Versorgung des Ortes und der umliegenden Gemeinden sicherzustellen.

Brillenpinguine am Boulders Beach (© Karin Hartwig / Chamäleon)

Hören Sie es? Kapstadt ruft. Ein Gläschen Mut antrinken kann nicht schaden, dazu kommt in Robertson 12 das traditionsreiche Weingut Weltevrede gerade recht, aber dann geht es auch gleich zum höchsten der Gefühle: mit der Seilbahn auf den Tafelberg. Wie praktisch, dass Ihr The Three Boutique Hotel gleich am Fuß des Berges liegt. Für den Fall, dass die atemberaubende Aussicht Ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht. Das Schönste haben Sie also schon gesehen, jetzt kommt das Schönste vom Schönsten: die Abenteuerfahrt von Kapstadt 13 ans Kap der Guten Hoffnung, die Bootsfahrt nach Duiker Island zu den Kap-Seerobben, die T-Bag-Design-Werkstatt der Township-Einwohner, der Table-Mountain-Nationalpark mit dem Gänsehautblick vom Cape Point und – da war doch noch was? – pssst, ein besonderes Abendessen als Dankeschön für die Zeit mit Ihnen oder unser Trostpflaster bis zum Wiedersehen, das entscheiden Sie bitte selbst.

The beach (© Silvio Engelhardt / Chamäleon)

Eine Stadtrundfahrt durch Kapstadt 14 für letzte unvergessliche Eindrücke und ein Finale an der Victoria & Alfred Waterfront beim Andenkenshopping oder einem Cocktail in den Nationalfarben Südafrikas, dann startet am Nachmittag Ihr Flieger via Johannesburg zurück nach Frankfurt 15. So schnell können acht Wochen vergehen, wenn man nur dick genug auftischt.

Noch mehr Gänsehaut

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