Wenn nicht alle Stationen dieser Reise derart spektakulär wären, könnte man denken, schon der Anfang sei das Beste. Denn über Nacht 1 bringen wir Sie mit einem Zwischenstopp in Johannesburg zu einer Ouvertüre wie Donnerhall: Victoria Falls 2. Weil Vorfreude aber die schönste Freude ist, gönnen wir Ihnen vor dem spektakulären Großereignis noch eine Zeit des mentalen Anlaufs inmitten der zauberhaften Gartenanlage Ihrer Gorges Lodge. Ein Pool ist selbstverständlich dabei, und durchaus nicht selbstverständlich, aber typisch für Chamäleon ist die einmalige Lage der Lodge am Rand der Batoka-Schlucht, die der Sambesi in Jahrmillionen geformt hat. Je nach Abenteuerlust können Sie sich optional für einen Rundflug über die Victoriafälle 3 entscheiden. Mit Sicherheit wird dieses Erlebnis einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sicher ist auch, dass unsere Wanderung durch den Regenwald jede Vorstellungskraft übersteigt. Das Donnern von 10.000 Kubikmetern Wasser, die pro Sekunde in die Tiefe stürzen, zieht wie magisch an. Und in der Tat ist es nicht übertrieben, wenn manche behaupten, dieses Weltnaturerbe sei das beeindruckendste der Erde.
Klunkerkranichpaar (© Mathias Conze, Macopi / Chamäleon)
Chobe – der Name verspricht großartige Tierbegegnungen. 120.000 Elefanten sind in seinem Nationalpark registriert. Riesige Herden teilen sich die Wasserstellen mit Löwen, Zebras, Impalas, Büffeln und Giraffen. Und unsere Chobe Bush Lodge liegt so nah am Geschehen, dass Sie der illustren Gesellschaft von Ihrem Liegestuhl aus zuwinken können. Noch ganz gebannt von diesem Vorspiel, erwartet Sie am folgenden Tag eine kaum für möglich gehaltene Steigerung, denn vormittags kommen auch ganz seltene Tiere an den Chobe-Fluss 4. Beste Voraussetzungen, um später zu erzählen, Sie hätten sich das Frühstück mit Raubkatzen geteilt.
Buschmänner beim Feuermachen (© Peter Pack, Pack Safari / Chamäleon)
Ab ins Boot. Drei Stunden gleiten Sie durch die Flusslandschaft, begleitet vom Blinzeln der Krokodile, dem Gähnen der Flusspferde, durstigen Antilopen und spritzigen Körperpflege-Aktionen, wenn Elefanten im Chobe baden gehen. Sobald der Ruf des Schreiseeadlers ertönt, wird es Zeit, im Pool der Chobe Bush Lodge dem Beispiel der Dickhäuter zu folgen. Dann sagen wir Gute Nacht, und träumen Sie schön von Bäumen, deren Kronen in der Erde stecken und deren Wurzeln in den Himmel ragen, die 140.000 Liter Wasser speichern können und der Sage nach von Göttern und Geistern bewohnt sind. Baobab ist ihr Name, und Planet Baobab Camp 5 heißt folgerichtig unsere nächste Lodge, wo Sie dem riesigen Affenbrotbaum an die Rinde klopfen können, um die Geister zu rufen. Vielleicht kommt ja einer in Form eines Zebras, einer Antilope oder eines Elefanten, um durch den Garten zu rüsseln.
Flusspferdporträt (© Udo Hübner / Chamäleon)
Lassen Sie sich nicht täuschen. Das rettende Wasser in der furztrockenen Makgadikgadi-Salzpfanne 6 ist nichts als eine Fata Morgana und hat schon von manchem Lebewesen nur ein gut konserviertes Skelett übrig gelassen. Was kann man von einer fünf Meter dicken und 60.000 Quadratkilometer großen Salzkruste auch anderes erwarten? Aber Ihr Reiseleiter hat noch jeden zurückgebracht, zur Erdmännchen-Kolonie nämlich, wo Ihnen die fröhlichen Gesellen auf dem Schoß herumtanzen. Reicht das, um sich nach dem Pool Ihrer Lodge zu sehnen, oder darf es noch eine gesalzene Veranstaltung mehr sein? Dann folgen Sie uns zum Open-Air-Gerichtshof im Dorf Gweta. Ob gerade eine Verurteilung stattfindet, lässt sich schwer vorhersagen, aber Einblicke in die hoch entwickelte Kultur des heutigen Afrikas sind garantiert.
Victoriafaelle (© Chamäleon)
Wer vom Okavango-Delta 7 spricht, meint die unvorstellbare Fläche von 20.000 Quadratkilometern Feuchtgebiet, aufgefächert in unzählige Wasserläufe, in denen sich 1.300 Pflanzenarten, 71 Fischarten, 33 Amphibienarten, 64 Arten von Reptilien, 444 Vogelarten und 122 Sorten Säugetiere sauwohl fühlen, bis der Okavango in der feuerroten Kalahari-Wüste versickert. Dann ist Schluss mit lustig. Dieses Naturschauspiel bei einem optionalen Rundflug zu erleben, gehört zu den unvergesslichen Attraktionen und bedarf einer Speicherkarte extra, wenn Sie nur einen Hauch davon festhalten möchten. Nach solchen Tagen gibt es nichts Schöneres, als mit den Erinnerungen glückselig im Bett zu liegen und sich von den Geräuschen der Wildnis ein Schlaflied singen zu lassen.
Victoriafaelle Regenbogen (© Rüdiger Haselbach / Chamäleon)
Der nächste Morgen bringt uns eine Dreitagekarte ins Paradies des Moremi-Wildreservats 8. Mit Allradfahrzeugen kämpfen wir uns in Richtung Okavango-Delta, das sich Elefanten, Büffel und nahezu alle Raubtierarten des südlichen Afrikas respektvoll teilen. Gegen Mittag erreichen wir im Zentrum des Parks die Anlegestelle, wo unser Boot bereits einladend dümpelt. Bitte umsteigen, wir legen ab zu einer ebenso exklusiven wie intensiven Naturerfahrung im eigens für Chamäleon errichteten Inselcamp Xobega. Ob nun das Camp oder die Begleitmusik der unberührten Wildnis exklusiver sind – das herauszufinden haben Sie eine spannende Nacht lang Zeit.
Elefant (© Peter Pack, Packsafari / Chamäleon)
Den Wecker können Sie ruhen lassen. Wenn aus den Stimmen der Dämmerung eine akustische Kulisse wird, die nicht mehr nach Vogelarten zu unterscheiden ist, ist die Nacht vorbei. Das Boot liegt immer noch glucksend da, als wollte es sagen: Komm mit ins Delta. Und nichts Besseres könnte Ihnen einfallen, denn die Frage, wo all die Stimmen herkommen, ist ja noch nicht beantwortet. Wenn der Wasserstand es zulässt, umrunden wir Xobega Island 9 ganz. Hier ist offensichtlich alles versammelt, was flattern kann. Und Gefiederfarben, die Karl Lagerfeld um den Verstand bringen würden, sind hier normal. Weil es so schön ist, fahren wir am Nachmittag ein zweites Mal durch das Wasserstraßen-Labyrinth, denn da leben noch andere Farben und andere Formate in friedvoller Koexistenz. Alles ordnet sich selbst, und jedes hat seinen Platz. Unbeschwertheit als Existenzgrundlage. »Und wenn ich morgen gefressen werde, was kümmert es mich heute?« Wirklich beneidenswert.
Wasserbock (© Chamäleon)
Noch einmal könnten Sie – theoretisch – auf allen vieren von Ihrem komfortablen Inselzelt zum Morgengruß-Frühstück krabbeln. Sie wissen nun, wie sich Hippos fühlen, wenn sie einfach nur aufzutauchen brauchen, um sich über die Salatbuffets herzumachen, die an ihnen vorbeischwimmen. Auf abenteuerlichen Wegen gleiten wir im Einbaum ein letztes Mal durch Lagunen und Wasserwege, die man kaum noch vom Papyrus unterscheiden kann. Dann bringt uns der offene Safariwagen zu den Hippo Pools 10, wo die Kolosse wahrscheinlich schon wieder kauend ihr 50-Kilo-Tagessoll erfüllen. Wenn sie aber das kühle Nass verlassen und sich in vollem Ornat zeigen, legen sogar Löwen und Büffel die Ohren an. Wir verdrücken uns derweil durch die üppige Vegetation der Flusslandschaft zu einem genussvollen Ausklang in der Mankwe Bush Lodge.
Gnuherde am Wasser (© FVA Botswana / Chamäleon)
Es war bereits die Rede davon, dass es der Okavango bis in die Kalahari-Wüste 11 schafft, wo seine Leben spendende Kraft im wahrsten Sinne des Wortes im Sande verläuft. Dabei wird es jetzt erst richtig interessant, denn in der Dqae Qare San Lodge warten Nachfahren der Ureinwohner Afrikas darauf, uns in ihre Traditionen einzuweihen. Wie präpariert man Giftpfeile für die Jagd? Wie liest man die Spuren wilder Tiere? Wie macht man Feuer ohne Streichhölzer? Wo wächst in der Wüste Medizin? Wie lebt man in einer Gesellschaft ohne Privatvermögen? Die Erfahrungen mit den San sind eine Zeitreise rund 15.000 Jahre zurück, als Wissen und Erfahrungen noch mit Felszeichnungen an die nächste Generation weitergereicht wurden.
Bootsfahrt (© Peter Pack, Packsafari / Chamäleon)
Der Abschied von den San fällt nicht leicht. Das gemeinsame Abendessen und ihre Einladung, am Lagerfeuer gemeinsam mit ihnen zu tanzen, haben sich tief eingeprägt und wirken nach bis zur Onjala Lodge 12 13. Dieses wunderschöne Plätzchen mit Swimmingpool, Wasserfall, ZenSations Spa und einer unnachahmlichen Atmosphäre ist prädestiniert dafür, sich zurückzulehnen und die Augen zu schließen, damit der Film noch mal von vorn beginnt. Ihr Reiseleiter lässt Sie ungestört träumen, geht auf leisen Sohlen davon und hofft auf ein Wiedersehen. Derweil bleibt Ihnen noch ein genussvoller Tag, um sich im Wildpark der Lodge von Ihren Lieblingstieren zu verabschieden oder einfach nur dazuliegen und darauf zu warten, dass der farbenprächtige Sonnenuntergang nahtlos in den spektakulären Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre übergeht.
Orakel (© FVA Botswana / Chamäleon)
Nichts drängt Sie, wenn am nächsten Tag die Zeit für den Rückflug von Windhoek 14 über Johannesburg nach Hause 15 gekommen ist, damit Sie Ihren Freunden erzählen können, es sei die Reise Ihres Lebens gewesen.
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