Wenn nicht alle Stationen dieser Reise derart spektakulär wären, könnte man denken, schon der Anfang sei das Beste. Denn über Nacht bringen wir Sie von München 1 mit einem Zwischenstopp in Johannesburg zu einer Ouvertüre wie Donnerhall: Victoria Falls 2. Bis in den zauberhaften Garten Ihrer Lodge dröhnt das Weltnaturerbe, von dem David Livingstone seiner Königin schrieb, es sei das Schönste, was er in Afrika zu Gesicht bekommen hätte. Da kannte er unsere Reise noch nicht. Trotzdem: Zehn Millionen Liter Wasser pro Sekunde 110 Meter in die Tiefe zu schicken, geht nicht ohne Nebenwirkungen ab. Allein die Gischt hat rund um die Victoriafälle 3 einen tropischen Regenwald wachsen lassen. Und ähnlich spektakulär sind die Nebenwirkungen auch für Sie. Denn eine Wanderung durch das feuchte Refugium ist immer mit dem Gefühl verbunden, in einem Hexenkessel zu sein. Und ein optionaler Rundflug über das Spektakel wird Sie endgültig davon überzeugen, dass der Sambesi hier die beeindruckendste Show der Erde abzieht.
Gnus und Zebras so weit das Auge reicht (© Heike Müller / Chamäleon)
Chobe – der Name verspricht großartige Tierbegegnungen. 120.000 Elefanten sind in seinem Nationalpark registriert. Riesige Herden teilen sich die Wasserstellen mit Löwen, Zebras, Impalas, Büffeln und Giraffen. Und unsere Chobe Bush Lodge liegt so nah am Geschehen, dass Sie der illustren Gesellschaft von Ihrem Liegestuhl aus zuwinken können. Noch ganz gebannt von diesem Vorspiel, erwartet Sie am folgenden Tag eine kaum für möglich gehaltene Steigerung, denn vormittags kommen auch ganz seltene Tiere an den Chobe-Fluss 4. Beste Voraussetzungen, um später zu erzählen, Sie hätten sich das Frühstück mit Raubkatzen geteilt.
Baobabbaum am Rande der Salzpfanne (© Peter Pack, Pack Safari / Chamäleon)
Ab ins Boot. Drei Stunden gleiten Sie durch die Flusslandschaft, begleitet vom Blinzeln der Krokodile, dem Gähnen der Flusspferde, durstigen Antilopen und spritzigen Körperpflegeaktionen, wenn Elefanten im Chobe baden gehen. Sobald der Ruf des Schreiseeadlers ertönt, wird es Zeit, im Pool der Chobe Bush Lodge dem Beispiel der Dickhäuter zu folgen. Dann sagen wir Gute Nacht, und träumen Sie schön von Bäumen, deren Kronen in der Erde stecken und deren Wurzeln in den Himmel ragen, die 140.000 Liter Wasser speichern können und der Sage nach von Göttern und Geistern bewohnt sind. Baobab ist ihr Name, und Planet Baobab Camp 5 heißt folgerichtig unsere nächste Lodge, wo Sie dem riesigen Affenbrotbaum an die Rinde klopfen können, um die Geister zu rufen. Vielleicht kommt ja einer in Form eines Zebras, einer Antilope oder eines Elefanten, um durch den Garten zu rüsseln.
Im Straußenmarsch durch die Salzpfanne (© Frank Gottschalk / Chamäleon)
Lassen Sie sich nicht täuschen. Das rettende Wasser in der furztrockenen Makgadikgadi-Salzpfanne 6 ist nichts als eine Fata Morgana und hat schon von manchem Lebewesen nur ein gut konserviertes Skelett übrig gelassen. Was kann man von einer fünf Meter dicken und 60.000 Quadratkilometer großen Salzkruste auch anderes erwarten? Aber Ihr Reiseleiter hat noch jeden zurückgebracht, zur Erdmännchen-Kolonie nämlich, wo Ihnen die fröhlichen Gesellen auf dem Schoß herumtanzen. Reicht das, um sich nach dem Pool Ihrer Lodge zu sehnen, oder darf es noch eine gesalzene Veranstaltung mehr sein? Dann folgen Sie uns zum Open-Air-Gerichtshof im Dorf Gweta. Ob gerade eine Verurteilung stattfindet, lässt sich schwer vorhersagen, aber Einblicke in die hoch entwickelte Kultur des heutigen Afrikas sind garantiert.
Projekt Bana Ba Letsatsi (© Chamäleon)
Wer vom Okavango-Delta 7 spricht, meint die unvorstellbare Fläche von 20.000 Quadratkilometern Feuchtgebiet, aufgefächert in unzählige Wasserläufe, in denen sich 1.300 Pflanzenarten, 71 Fischarten, 33 Amphibienarten, 64 Arten von Reptilien, 444 Vogelarten und 122 Sorten Säugetiere sauwohl fühlen, bis der Okavango in der feuerroten Kalahari-Wüste versickert. In diesem Naturschauspiel spielen Sie vier Tage und Nächte mit und können gespannt sein, was auf Sie zukommt. Denn es gibt keinen aufregenderen Ort, um im Fadenkreuz einer unberührten Wildnis einen Beobachtungsposten zu beziehen, flankiert von Elefantenherden, Hippos, Springböcken und Scharen aus der Abteilung pieps und träller. Das war vorauszusehen, denn die nagelneue Gomoti River Lodge steht praktisch mit einem Bein in einer Lagune des Gomoti. Auf der Veranda Ihres Zeltchalets beginnt mit den ersten Sonnenstrahlen die tägliche Sehsafari und sie endet mit Ihrem letzten Blick aus dem Bett auf den mondsilbernen Wasserspiegel.
Elefanten überqueren den Fluss Chobe (© Dennis Wehrmann / Chamäleon)
Der Morgen bringt uns eine Dauerkarte ins Paradies des Moremi-Wildreservats 8. Mit Allradfahrzeugen schleichen wir durch das Weltnaturerbe-Delta, das sich Elefanten, Büffel und nahezu alle Raubtierarten des südlichen Afrikas respektvoll teilen. Ein bisschen Glück und Sie haben alle Big Five auf der Speicherkarte. Und wenn es am Ende nur vier sind, macht das der sagenhafte »Beifang« im Wasserreich des Okavangos wett. Von dem vermissten Fünften können Sie immer noch träumen, wenn Sie glückselig im Bett der Gomoti River Lodge liegen und sich von den Geräuschen der Wildnis ein Schlaflied singen lassen.
 
Okavango Delta aus der Luft (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Den Wecker können Sie ruhen lassen. Wenn aus den Stimmen der Dämmerung eine akustische Kulisse wird, die nicht mehr nach Vogelarten zu unterscheiden ist, ist die Nacht vorbei. Sie alle rufen: Komm mit ins Delta. Und nichts Besseres könnte Ihnen einfallen, denn die Frage, wo all die Stimmen herkommen, ist ja noch nicht beantwortet. Wir starten mit einer vielstündigen Pirsch im offenen Safariwagen. Merken Sie sich die Frühstücksbuffets der Elefanten, die Liegeplätze der Nilkrokodile, die Herden der Kapbüffel, Streifengnus und wer Ihnen zu den Big Five vielleicht noch fehlt. Unser Boot ist heute ein Flugzeug, denn wie sonst wollen Sie in dieser übervollen Sumpflandschaft den Überblick behalten? Das Fliegerchen mit lauter Logenplätzen wartet auf der Xakanaxa-Startbahn im Moremi-Wildreservat 9 und bringt uns auf einem Flug mit Herzklopfen nach Maun.
Flusspferd-Gewimmel (© Chamäleon)
Die friedvolle Koexistenz von Hunderttausenden Tieren aller Couleur im Delta ist ein überwältigendes Zusammenleben. Alles ordnet sich selbst und jedes hat seinen Platz. Unbeschwertheit als Daseinsprinzip. »Und wenn ich morgen gefressen werde, was kümmert es mich heute?« Noch einmal im Delta 10 nach dem Rechten sehen oder besser: Mit einem Malawi Shandy auf der Lodgeterrasse sitzen und Löcher in die unberührte Landschaft gucken. Lesend auf die nächste Elefantenparade warten. Um die Lodge spazieren, damit die Beine nicht einschlafen, und abends abschiedsschwer am Lagerfeuer sitzen.
Regen in der Kalahari (© Carsten von Lüttwitz, Pack Safari / Chamäleon)
Es war bereits die Rede davon, dass es der Okavango bis in die Kalahari-Wüste 11 schafft, wo seine Leben spendende Kraft im wahrsten Sinne des Wortes im Sande verläuft. Dabei wird es jetzt erst richtig interessant, denn in der Dqae Qare San Lodge warten Nachfahren der Ureinwohner Afrikas darauf, uns in ihre Traditionen einzuweihen. Wie präpariert man Giftpfeile für die Jagd? Wie liest man die Spuren wilder Tiere? Wie macht man Feuer ohne Streichhölzer? Wo wächst in der Wüste Medizin? Wie lebt man in einer Gesellschaft ohne Privatvermögen? Die Erfahrungen mit den San sind eine Zeitreise rund 15.000 Jahre zurück, als Wissen und Erfahrungen noch mit Felszeichnungen an die nächste Generation weitergereicht wurden.
Grasland Buschleute (© Kai-Uwe Kuechler / Chamäleon)
Der Abschied von den San fällt nicht leicht. Das gemeinsame Abendessen und ihre Einladung, am Lagerfeuer gemeinsam mit ihnen zu tanzen, haben sich tief eingeprägt und wirken nach bis zur Onjala Lodge 12 13. Dieses wunderschöne Plätzchen mit Swimmingpool, ZenSations Spa und einer unnachahmlichen Atmosphäre ist prädestiniert dafür, sich zurückzulehnen und die Augen zu schließen. Doch halt! Einmal brauchen Sie die noch, denn auf dem Gelände der Lodge steht ein funkelnagelneues Observatorium für die funkelnden 300 Milliarden Sterne der südlichen Hemisphäre. Dann bleibt Ihnen noch ein genussvoller Tag, um sich im Wildpark der Lodge von Ihren Lieblingstieren zu verabschieden oder einfach nur dazuliegen und genussvoll dem Stoffwechsel zu frönen.
Impala (© Dietmar Willuhn / Chamäleon)
Nichts drängt Sie, wenn am nächsten Tag die Zeit für den Rückflug von Windhoek 14 über Johannesburg nach Hause 15 gekommen ist, damit Sie Ihren Freunden erzählen können, es sei die Reise Ihres Lebens gewesen.
399 €
Okavango - 15 Tage Wunderwelten-Reise
96,7 100 111
EUR