Frankfurt 1 am Nachmittag ist nicht der schlechteste Zeitpunkt, um Ihre glanzvolle Reise mit einem Frühstück in Bangkok 2 zu beginnen. Die Stärkung können Sie auch brauchen, denn kurz danach sitzen wir bereits im Longtail-Boot zu der kleinen Kunstgalerie Baan Silapin. Schwarzgoldlack-Gemälde, Lackschnitzereien mit Perlmutteinlagen und die berühmte Silberschmiedekunst von Chiang Mai. Wenn sich aus der Mitte des Weltmeeres der Weltenberg Meru erhebt, auf dessen Spitze der vedische Gott Indra seinen Palast hat, dann sind wir am Tempel der Morgenröte angekommen. Wat Arun, wie er abgekürzt genannt wird, gibt uns einen ersten Einblick in die allgegenwärtige Kultur des Buddhismus. Der Rest des vollen Tages verglüht glücklicherweise im Sitzen, begleitet von thailändischen Spezialitäten und einem überwältigenden Blick auf den Fluss: Sonnenuntergang im Restaurant »River Vibe«.
Königspalast in Bangkok (© Andreas Haberlag / Chamäleon)
Wenn man den Murmelgesängen der Mönche lauschen möchte, heißt das früh aufstehen. Das Expressboot bringt uns nach Wat Pho zum Tempel des liegenden Buddha. Die 46 Meter lange vergoldete Statue, seine Fußsohlen aus Perlmuttintarsien, die Juwelenmauer und der Medizinpavillon mit den historischen Wandmalereien zur Thai-Massage führen heute schon zu der Frage, wie wundervoll das noch werden soll. Warten Sie’s ab, und weil Sie sich im Labyrinth der Altstadt schon längst nach den Gerüchen umgedreht haben, die durch die Gassen wehen, mischen wir uns unter die, die in Bangkok 3 zu Hause sind. Jedes Lächeln bringt ein Lächeln zurück. Und falls Ihnen an manchem Küchenstand das Lächeln vergehen sollte, tun Sie es trotzdem. Vor allem: Probieren Sie das Unidentifizierbare und entdecken Sie einen Kosmos an neuen köstlichen Aromen.
Zeitlos (© Heinz Peter Schneider / Chamäleon)
Das wäre was für die Deutsche Bahn: Der Maeklong-Markt 4 in Samut Songkhram hält mitten auf den Gleisen Hof, und so schnell, wie die Stände bei der Einfahrt des Zuges abgebaut sind, so schnell stehen sie auch wieder da. Mehrmals am Tag wiederholt sich dieses eingespielte Ritual, und wenn Sie sich just in diesem Moment durch die kulinarischen Auslagen arbeiten, achten Sie auf das Pfeifen des Zuges und nehmen Sie die Beine unter den Arm. Nicht ohne eine Wegzehrung für die 157 Stufen des Wat-Tham-Sua-Tempels, sonst kein Segen von Buddha. Ganz abgesehen von dem wonnetrunkenen Panorama.
Wat Arun in Bangkok (© Exotissimo Travel Thailand / Chamäleon)
Das Rauschen, das unüberhörbar aus den Tiefen des tropischen Regenwaldes dringt, bedeutet nichts anderes als die Frage, ob Sie auch die Badehose dabeihaben. Die ist im Erawan-Nationalpark 5 praktisch erste Wandererpflicht, denn es kommt der Moment, da öffnet sich der Dschungel und gibt die Perle einer türkisklaren Lagune frei, in die sich über sieben Kaskaden ein Wasserfall stürzt. Stürzen Sie mit. Das jazzt durch die Falten, das prickelt auf der Haut, da können Sie Ihre Tagescreme an die Wasserscheuen verschenken, die im The FloatHouse am River Kwai auf der Terrasse ihres Chalets sitzen und höchstens die Beine in den weltbekannten Fluss halten. Nehmen Sie einen Sundowner mit und setzen Sie sich dazu.
Chinatown in Bangkok (© Exotissimo Travel Thailand / Chamäleon)
Haben Sie den Roman gelesen, den berühmten Film gesehen oder wenigstens den Welthit gepfiffen? Heute werden Sie die Legende persönlich erleben, die Brücke am Kwai 6. Bitte aussteigen für bewegende Erinnerungen an die Zeit, als australische, niederländische und britische Kriegsgefangene zum Brückenbau über den Khwae Yai antreten mussten. Viele davon haben mit ihrem Leben bezahlt und wurden im Kriegsmuseum und auf dem Friedhof der Zwangsarbeiter gleichsam unsterblich. Wir halten einen Augenblick inne und marschieren dann über das geschichtsträchtige Bauwerk, wie es die Arbeiterkolonnen im Film tun. Ein aufrührender Moment, dessen Gefühlswogen erst wieder bei einer Tuk-Tuk-Fahrt zu den prachtvollen Ruinen und Tempeln im Kulturerbe-Park Ayutthaya 7 zur Ruhe kommen.
Buddha Statue in Ayutthaya (© Exotissimo Travel Thailand / Chamäleon)
Das »Land der Millionen Felder« war für einige Zeit das Zentrum des Königreiches Lan Na, aus dem im 13. Jahrhundert die Stadt Chiang Rai 8 hervorging. Ist lange her, aber die außergewöhnlichen Kunstschätze dieser Epoche haben die Zeit überdauert. Manche sagen, der »Weiße Tempel« Wat Rong Khun sei der schönste Schatz von allen. Zuckerbäckerei wie frisch gefallener Schnee, glänzend, makellos und erst zu 20 Prozent fertig, obwohl man heute bereits über die Brücke der Wiedergeburt von der Hölle in den Himmel gehen kann. 2070 müssen Sie noch mal kommen, dann soll er fertig sein. Wo Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen, da liegt das viel gepriesene Goldene Dreieck, das der Legende nach seinen Namen von dem Gold erhielt, mit dem die chinesischen Händler früher den Schlafmohn bezahlten. Ein prima Stichwort, denn Sie schlafen heute in einem Dorf der Lahu und Hmong. Mit Einblick in das Leben der traditionsreichen Völker und einem atemberaubenden Blick in die Ferne. Der ist 100 Prozent echt, für alle anderen Phänomene fragen Sie bitte den Dorfschamanen.
Dreiländereck Thailand, Laos und Myanmar (© Exotissimo Travel Thailand / Chamäleon)
Der Nacht im Dorf Chiang Kham 9 folgt ein Tag im Zeichen von Reisfeldern, Gemüseplantagen, Papayasalat, Handwerk und Oma Sangda. Sie ahnen es: Es geht durch den Alltag von Nordthailand, zur Abwechslung mit dem Rad, damit Sie jederzeit absteigen und den Menschen »Guten Tag« sagen können. Heißt hier übrigens »Wạn thī̀ dī«, was einen Versuch wert wäre. Und wenn er daneben geht, wird trotzdem gelächelt, so ist das bei den Tai Lue, die vor 200 Jahren aus Südchina eingewandert sind, um ihre Ruhe zu haben. Oma Sangda erzählt davon, aus einem Leben, das an den Falten gemessen vor hundert Jahren begonnen haben muss.
Mutterglück (© A. Schuhmacher-Plesse / Chamäleon)
Die einsame Bergregion hat Nan 10 lange davor geschützt, ins Blickfeld habgieriger Eroberer zu geraten. Lediglich die Könige von Chiang Mai forderten Tribut, der um des lieben Friedens willen gern gezahlt wurde. Dieser glückliche Umstand mag dazu beigetragen haben, dass in Nan die überlieferten Sitten und Gebräuche der Lan-Na-Kultur lebendig geblieben sind. Wir tragen ein Stück dazu bei und legen selbst Hand an, um eine der bunten Gebetsfahnen fertigzustellen, die bei keinem spirituellen Fest in Thailand fehlen dürfen. Die Segnung durch einen Mönch gehört unbedingt dazu, dann hält Buddha seine schützende Hand auch über Ihren Lebensweg. Was er ohnehin getan hätte, denn im sagenhaft schönen Tempel Wat Phumin segnet er in vierfacher Ausfertigung jede Himmelsrichtung. Und bei mindestens einer sind auch wir gemeint.
Bauer mit Ochsen bei der Feldarbeit (© Chamäleon)
Tritt ein Elefant auf eine Mine, explodiert sie in den Boden. Was wie ein Witz anmutet, ist immer noch traurige Realität, denn ein Elefant fliegt nicht in die Luft, aber ohne medizinische Hilfe erwartet ihn ein qualvolles Ende. Wir spenden für jeden Reisegast, also auch für Sie, zehn US-Dollar, und was die bewirken, möchten wir Ihnen gern zeigen, im »Hospital of the Friends of Asian Elephants«. Von dem wechselvollen Auf und Ab um die Eroberung von Lampang 11 sind wenigstens die Tempel stehen geblieben. Einer ist Pflicht: Wat Phra That Lampang Luang mit goldenem Kegeldach, heiligem Chedi und dem buddhistischen Gesetzesrand in Gold auf rotem Lack, wird als der schönste in ganz Thailand gepriesen. Dem werden Sie zustimmen, vorausgesetzt, Sie finden Ihre Sprache wieder.
Leckeres Streetfood an jeder Ecke (© Exo Travel Thailand / Chamäleon)
Wo die Pagode in der Morgensonne leuchtet und goldene Buddhas unsere Ankunft segnen, da thront der Wat-Phra-That-Doi-Suthep-Tempel. Die Flut an Superlativen ist uns ein bisschen peinlich, aber wir können nicht anders als schon wieder zu sagen: Nie zuvor waren Sie so stumm vor Glück. Das müssen Sie sich allerdings verdienen. 309 Stufen sind der Preis zum Allerheiligsten. Was außer Ehrfurcht auch Hunger erzeugt. Auf den Märkten in der sagenumwobenen Altstadt von Chiang Mai 12 13 liegt alles griffbereit, was zu einer authentischen Thai-Küche gehört. Reichlich bunkern und dann beim Kochkurs den Wok rocken, damit können Sie auch zu Hause noch glänzen. Die letzten Stunden in der »Rose des Nordens« gehören Ihnen allein. Machen Sie bis zum Abflug nach Bangkok noch einmal die Runde dorthin, wo Sie Land und Leute am meisten beeindruckt haben. Am Abend geht Ihr Flieger zurück nach Frankfurt 14. Und wenn es sich dabei auch nicht um die »Morgenröte der Glückseligkeit« handelt – vielleicht tröstet Sie der Gedanke, dass Sie jederzeit wiederkommen können.
Chiang Mai - 14 Tage Wunderwelten-Reise
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