Ihr Flug startet in Frankfurt 1 und bringt Sie über Nacht nach Santiago de Chile 2. Santiago heißt eigentlich nur das Zentrum der Fünfmillionenstadt, und weil es dort am schönsten und das historische Erbe am beeindruckendsten ist, zeigen wir Ihnen auf einer Stadtrundfahrt die Reichtümer aus 450 turbulenten Jahren. Der Rest samt Andenpanorama präsentiert sich in einem großartigen Rundumblick vom Cerro San Cristóbal. Im Solace Hotel haben wir eine Erholungspause eingeplant, aber dann sollten Sie noch mal los. Ihr Reiseleiter kennt in der Altstadt jeden Stein, gewährt Einblicke hinter die Kulissen und weiß, wo es heute Abend köstlichen Fisch und die saftigsten Steaks gibt. Je kürzer die Nacht, desto länger die Vorfreude darauf, dass Sie alle Erlebnisse der kommenden Tage schon mal im Zeitraffer erleben.
Bunte Häuser in Valparaiso (© Chamäleon)
Weltkulturerbe und Wein sind nicht die schlechteste Kombination. Zuerst die Stadt, die angeblich zu den schönsten der Welt zählt: Valparaíso 3. Schrägaufzüge sind nötig, um von jedem Hügel der Stadt einen berauschenden Blick über die Dächer auf die malerische Bucht zu werfen. Wir werfen, was wir können: von der Aussichtsplattform hinunter, bei einer Stadtrundfahrt hinein ins historische Zentrum und bei einer Bootsfahrt durch den Hafen wieder hinauf. Dann die Belohnung: edle Tropfen auf dem Weingut Casas del Bosque, wo im Casablanca-Tal ähnlich perfekte Bedingungen herrschen wie in den besten Lagen Kaliforniens.
Das Mondtal in der Atacamawüste (© Markus Friedrich, Vision 21 / Chamäleon)
Sie können Ihren Regenschirm verkaufen, wir fliegen nach Calama bei San Pedro de Atacama 4. Der Name hat es bereits verraten: Atacama-Wüste, hier regnet es 50-mal weniger als im kalifornischen Death Valley, im Prinzip also nie. Da stellt sich die Frage, woher dann die Bezeichnung Regenbogental kommt. Aber warten Sie’s ab, Sie werden es heute noch erfahren. Dann kommt die Zeit der mentalen Vorbereitung für einen Besuch auf dem Mond. Die Einstimmung dürfte Ihnen auch nicht schwerfallen, denn wir haben für heute Nacht und die zwei darauffolgenden ein ausgesucht feines Plätzchen vorgesehen. Aber was heißt hier Plätzchen? Ein Dorf, schön wie eine Filmkulisse, wo die Sonne mit den Schatten der Innenhöfe spielt, die Outdoor-Duschen gezähmte Wasserfälle sind, der Pool das zauberhafte Ambiente spiegelt und im Gral Abend für Abend unter blauschwarzem Sternenhimmel ein Lagerfeuer brennt. Am Eingang steht Hotel Altiplanico San Pedro. Es hätte genauso gut Zauberstundenreich heißen können.
Wüstendorf San Pedro (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Angenommen, die Welt wäre menschenleer und Sie auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die erste Siedlung. Ein biblischer Auftrag also. Tiere gibt es bereits, ergo schnappen Sie sich ein Lama und machen sich auf die Socken. Ungefähr so könnte es vor 11.000 Jahren gewesen sein und genauso ist es heute, wenn Sie mit Ihrem eigenen Lama auf die Suche gehen. Währenddessen erzählt Ihnen Ihr Lamaführer, wie sich die Atacameños und Gründer der San-Pedro-Kultur in den Oasen der Atacama-Wüste niedergelassen haben. Damit ist das Stichwort schon gefallen: Atacama – im Regenschatten der Anden der trockenste Landstrich der Erde und dennoch ein Wunderland. Am wundervollsten im Valle de la Luna 5. Das Mondtal spart Ihnen die Reise zu unserem Erdtrabanten, denn eine stillere Landschaft, leuchtendere Töne, verrücktere Felsformationen gibt es da oben auch nicht, aber hier bekommen Sie zu allem noch eine bewegende Beigabe: den allgegenwärtigen Licancabur mit seinem Krönchen aus Eis, das im Minutentakt der untergehenden Sonne die Farbe wechselt.
Flamingos in der Laguna Chaxa (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Sie müssen früh zur Stelle sein, wenn die Geysire von El Tatio 6 zum Leben erwachen. In 4.300 Metern Höhe schießt die eingesperrte Kraft bis zu vier Meter in den blauen Himmel und hüllt die Berggipfel ringsum in Dampfsäulen wie in Polettos Küche. Haben Sie auch an die Badehose gedacht? Heiße Quellen und frühmorgendliche Temperaturen ergeben ein Wohlfühlbad, in dem man stundenlang aufweichen könnte. Aber höchstens bis zum Nachmittag, dann findet die Fortsetzung in der Laguna Tebenquinche statt. Eine weiße Salzkruste ziert die Lagune wie der Zuckerrand auf einem Cocktailglas. Nichts wie hinein in diesen farbigen Cocktail aus Lithium und Natriumchlorid und keine Sorge, die Brühe trägt. Aber Mund zu, denn das gesündere Gesöff gibt es erst später, beim Sonnenuntergang in Form des chilenischen Nationalgetränks Pisco Sour.
Fischer in Puerto Montt (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Von ganz oben bis ganz unten sind es 4.200 Kilometer. Das hält kein Lama aus, weshalb wir den Flieger nehmen und bereits aus der Vogelperspektive einen Vorgeschmack auf die Naturwunder bekommen, die nun Tag für Tag Ihren Pegel an Glückshormonen bestimmen werden. Unser Ziel: das ungestüme Seengebiet von Puerto Montt 7. Wer grüßt zuerst? Der Osorno natürlich, der Fuji Chiles, der es ansonsten ruhig angehen lässt, wogegen sich der Calbuco zuletzt noch 2015 von einer quälenden Verstopfung befreit hat. Nun atmet er wieder befreit durch. Das können Sie jetzt auch tun, im Lahuen-Ñadi-Nationalpark, wo die weltweit einzigen Alercen stehen, die schon 3.000 Jahre auf dem Buckel bzw. in der Rinde haben.
Blick auf den Vulkan Osorno (© Angelika Budde-Peters / Chamäleon)
Wasser wohin das Auge sieht. Wasser in allen Farben. Wasser in bleierner Schwere. Wasser in fliegender Eile. Die Saltos del Petrohué sind solche, denen es nicht schnell genug gehen kann. Und Vulkanfelsen, die im Wege liegen, werden einfach überfallen. Daher der Name Wasserfall. Anders der Allerheiligensee bei Puerto Varas 8. Still liegt er in den Armen der Vulkane und wirkt in seiner bezaubernden Schönheit wie Valium. Das ist allerdings schnell wieder abgebaut, sobald wir vom Osorno herab die ganze Herrlichkeit unseres Daseins auf einmal erleben. Bei solch einem Übermaß an Emotionen ist nur eines zu kurz gekommen. Chefkoch Gustavo regelt das am Abend mit chilenischen Geheimrezepten. Für die Stimmung am Fluss kann er nichts, aber beides zusammen ist doppelter Genuss.
Patagonien (© Kai Kunzmann / Chamäleon)
Dies ist eine Warnung: Spätestens, wenn Sie auf Ihrem Flug von Puerto Montt nach Punta Arenas 9 aus dem Fenster sehen, ist es mit der Selbstbeherrschung vorbei. Man müsste Condor sein, um sich in diese verzauberte Welt aus Andengipfeln und Gletscherbergen stürzen zu können. Aber wir stürzen nicht, wir landen sicher für den unbestrittenen Höhepunkt Ihrer Reise, den Torres-del-Paine-Nationalpark 10. Diese Bilder zerren an den Nerven, deshalb zuerst etwas Nervennahrung. Am Spieß der Estancia Cerro Negro dreht sich bereits ein Lamm, und bis es seine geschmacksvollendenden Runden absolviert hat, machen wir Bekanntschaft mit dem lebenden Inventar einer Schaffarm. Hochgeschwindigkeitsschur eingeschlossen. Falls Sie am Abend die Augen noch aufhalten können, werden Sie aus dem Panoramafenster der Pampa Lodge sehen, weshalb Sie hier sind.
Wanderer vor dem Grey Gletscher im Torres del Paine Nationalpark (© Dr. Heiko Beyer, Vision 21 / Chamäleon)
Sie müssen nicht, aber Sie könnten mit ein bisschen Mut über den Grey-See bis an die Gletscherkante schippern, wo die eisigen Kälber mit der entsprechenden Begleitmusik für kurzfristigen Wellengang sorgen. Heute eher nicht, aber allein die Vorstellung fröstelt. Zugabe? Gern, nur weiß man bei der Wanderung über die Landzunge zwischen den Seen Pehoé und Nordenskjöld nie so genau, wo man zuerst hinsehen soll. Eben noch grün, leuchten sie im nächsten Moment blau und vielleicht ist auch mal Rosarot dabei. Sie verraten ihre Kunst nicht, nur die Wasserfälle Salto Grande stellen klar, wo es lang geht: mit Schmackes den Bach runter. Trotz der urgewaltigen Natur ist Torres del Paine 11 eine der bedeutenden wirtschaftlichen Regionen des Landes. Gauchos im Kleinen und chilenische Großfarmer auf 100.000 Hektar bewirtschaften das fruchtbare Land mit riesigen Schafherden.
Torres del Paine  (© Horst Michels / Chamäleon)
Wer vom Torres-del-Paine-Nationalpark immer nur die sensationellen Panoramen gesehen hat, war nur halb da. Also machen wir heute blau. Laguna Azul heißt das überirdische Gewässer mit seiner himmlischen Farbe, an dem sich Guanakos, Nandus, Füchse und eine Vielzahl verschiedener Vögel noch wie im Paradies fühlen. Der ungestörte Artenreichtum des wilden Patagoniens und immer wieder dieses biblische Monumentalkino der Torres-Spitzen begleiten uns bis zur Rückkehr nach Puerto Natales 12 durch einen Tag der Ahs und Ohs.
Pisco - das chilenische Nationalgetränk (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
In Punta Arenas ist praktisch nur eine Richtung möglich, nach Norden. Das ist so, wenn man sich die südlichste Großstadt der Welt nennen darf. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, ist Ihr Flug nach Santiago de Chile 13 14 besser als jeder Krimi. Aus einer Perspektive, die sonst dem Andenkondor vorbehalten ist, geht unter Ihnen ein Film ab, für den es keine Worte gibt. Wo Ihre Reise begonnen hat, da endet Sie, im Solace Hotel, in direkter Nachbarschaft: ein unterhaltsamer Mix aus Geschäften, Restaurants und Cafés. Ein »Dörfchen« geht noch, der schönste Kunsthandwerkermarkt Santiagos, dann ist am Abend der Flieger wieder da, der Sie zurück nach Hause 15 bringt. Und bitte geben Sie acht, dass bis dahin Ihre Kinnlade wieder oben ist.
Atacama - 15 Tage Wunderwelten-Reise
96,0 100 6
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