Wenn Sie schon immer von solch einem Erlebnis geträumt haben, bleibt Ihnen eine Nacht zwischen Frankfurt 1 und Iguaçu für das Glücksgefühl, dass der Traum nun wahr wird. »Großes Wasser« nennen die Guaraní die 275 Wasserfälle, die sich auf 2,7 Kilometern vereint in den Abgrund stürzen. Wir fliegen Sie nach Foz do Iguaçu 2 und haben das Hotel San Martin ausgesucht, wo Pool und tropischer Garten eine einstimmende Ouvertüre spielen. Hier, auf der brasilianischen Seite der Fälle, haben die rund sieben Millionen Liter Wasser, die sich pro Sekunde in Tonnen von Gischtschwaden verwandeln, einen strammen Nebelwald wachsen lassen. Mit absurden Auswirkungen im Iguaçu-Nationalpark: subtropischer Urwald, wo eigentlich keiner sein dürfte und bombastische Regenbögen als ständige Begleiter zur Quelle des Donners.
Blick vom Corcovado auf Rio de Janeiro (© Niko Vujevic, iStockphoto.com / Chamäleon)
Donner ist eigentlich weit untertrieben. Eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse empfängt uns, wenn wir auf die argentinische Seite der Iguaçu-Fälle 3 wechseln. Nomen est omen. Mit dem Elektrozug fahren wir bis an den Teufelsrachen, wo das Wasser seine markerschütternde Show abzieht. Und falls es noch etwas mehr sein darf: im Heli über die Naturgewalten – das ist der Kick. Sobald Ihr Trommelfell wieder auf zarte Stimmen reagiert, bietet sich noch ein Ausflug in den Parque das Aves an. Im größten Vogelterrain Lateinamerikas hangeln sich Aras, Tukane, Zwergäffchen und farbenprächtige Schmetterlinge durch das tropische Blattwerk.
Altstadt von Paraty (© Jeannette Lobert / Chamäleon)
Wo überschäumende Lebenslust zum Markenzeichen einer Stadt wurde, da wohnen in den Favelas auch viele Menschen, die auf ein besseres Leben hoffen. »City of God« hieß das Armenviertel im Film. Cidade de Deus (CDD) nennen es die Brasilianer in der portugiesischen Landessprache. Und schon der Name ist eine Einladung, die Anstrengungen kennenzulernen, mit denen das Sozialprojekt Casa de Santa Ana unermüdlich versucht, den Menschen Kraft und Perspektiven für’s Überleben zu geben. Den überwältigenden Rest von Rio de Janeiro 4 5 muss man sich gut einteilen. Es wird das Beste sein, sich dort, wo die Gänsehaut am stärksten ist, einen Überblick zu verschaffen. Also auf zum höchsten der Gefühle. 710 Meter misst der Corcovado und on Top der Erlöser in segnender Funktion. Atemberaubend liegen unten der leuchtend blaue Atlantik, die viel besungenen Strände, die Viertel Flamengo und Botafogo.
Regenwald am Amazonas im Luftbild (© Johnny Lye, iStockphoto.com / Chamäleon)
Aber Rio 6 hat das Glück, sich gleich mit zwei überragenden Ikonen der Schöpfungsgeschichte schmücken zu können. Vermutlich hat der liebe Gott dem Glockenfelsen auf der Halbinsel Urca eigens zu diesem Zweck die Form eines Zuckerhutes gegeben, denn wie sollte man die Aussicht von hier oben anders nennen als Zucker. Ganz besonders die auf Ihre nun folgenden freien Stunden, und wenn uns nicht alles täuscht, enden die bei zwei, drei Sundownern an der Copacabana oder bei den »Girls from Ipanema«. Glücklicherweise liegt Ihr Hotel Copa Sul so nah, dass Sie zur Not auf allen Vieren nach Hause krabbeln können.
Regenbogen an den Iguacu-Fällen (© Ulrich Peters / Chamäleon)
Wir steigen um in den Flieger, denn es gibt tatsächlich Städte, die man nur mit dem Flugzeug oder per Boot erreicht. Manaus 7 gehört dazu. Wir besuchen den Markt und drehen noch eine kleine Runde um die Häuser. Für ein paar Tage wird das der letzte feste Boden unter Ihren Füßen sein. Wir steigen um ins Boot, denn anders kommen Sie in den Amazonas-Regenwald 8 nicht hinein. Wozu auch, es gibt keine spannendere Option, als die gute Stube von Mutter Natur von der Flussmitte aus zu erleben. Flussdelfine werden hoffentlich unsere Fahrt begleiten und Flora und Fauna eine Schatzkiste nach der anderen für Sie öffnen. Zwei Stunden geht das so, dann erreichen wir die sensationelle Tariri Amazon Lodge, die nach jahrhundertealter Tradition auf Stelzen im Acajatuba-See steht. Gemeinsam mit Ihnen turnen gern auch ein paar Affen über die Stege in den Baumkronen, und das Schönste können Sie sich vermutlich selbst ausmalen: In dieser erhabenen Position leben Sie praktisch Tür an Tür mit der fantastischen Vogelwelt des Dschungels, und der Blick hindurch auf den See ist von jedem Platz ein grandioses Erlebnis: im Restaurant, in der Hängematte und an der Dschungelbar.
Gespiegelter Amazonas-Wald (© Ulrike Lindner / Chamäleon)
Der Regenwald 9 ist randvoll. Na klar, mit Wald, aber wer ein bisschen genauer hinsieht, entdeckt das Leben im Wasser, in den Sümpfen, in den Bäumen und Lüften. Schon am Abend des Vortages haben wir auf nächtlicher Bootstour die leuchtenden Augen der Kaimane verfolgt, heute zeigt sich die Gesellschaft der oberen Ränge: Affen, Leguane, Faultiere und so manche Vogelart, die Sie noch nicht kannten. Das dürfte auch auf den nächsten Programmpunkt zutreffen, denn Piranhas angeln zählt eher zu den ausgefallenen Sportarten. Und um sicherzugehen, dass von der Beißertruppe kein Angriff mehr zu befürchten ist, wird sie in der Lodge zu Appetithappen verarbeitet. Reichlich Stoff für Fischerlatein, spätabends, wenn der Barkeeper mit breitem Lächeln einen Piranha mixt. Oder war es ein Caipirinha?
Tukan am Amazonas (© Jana Hadam / Chamäleon)
Als wäre all dies nicht schon fantastisch genug, geht es nun ans Eingemachte. Zu Fuß durch den Regenwald 10 klären wir die Fragen, welche Pflanzen Krankheiten heilen, welche Durst löschen oder Hunger stillen, welche Pflanzen von welchen Tieren abhängig sind bzw. umgekehrt und welche Überlebenstechniken elementar sind, falls Sie noch einmal ohne Chamäleon hierher kommen sollten. Der Dschungel schläft nicht. Die Geräusche des Amazonas begleiten Sie durch die letzte Nacht, dann bringt Sie das Boot zurück nach Manaus für einen fliegenden Wechsel nach Afrika. Salvador da Bahía 11 12 ist Kultmetropole par excellence, strotzt vor Musik und Farbe, und wie zur Bestätigung, wohnen Sie im Convento do Carmo Tür an Tür mit dem berühmtesten Teil der Altstadt im Viertel Pelourinho. Na, das wird was geben.
Bahianas in typischer Tracht in Salvador (© Markus Friedrich, Vision 21 / Chamäleon)
Einerseits gilt Salvador 13 14 als die größte »afrikanische Stadt« außerhalb Afrikas, andererseits war sie die erste Hauptstadt der portugiesischen Kolonie, das »Lissabon der Tropen«. Alles zusammen ergibt einen irren Kulturmix, dem der auf Hochglanz polierte Stadtteil Pelourinho die Krone aufsetzt. 70 Meter thront die Altstadt über der Hafencity, und wie in Lissabon bringt ein Aufzug Sie senkrecht runter. Aber bitte auch wieder hoch, denn in einem reizvollen Restaurant in der Altstadt erwartet Sie ein besonderes Abschiedsessen. Erfinden Sie am Vormittag noch ein paar Namen für Farben, die Sie nicht kannten, naschen Sie aus den Töpfen der Straßenküchen und folgen Sie ein letztes Mal dem virtuosen Lockruf der Steeldrummer, bevor Ihr Flieger über São Paulo nach Frankfurt 15 geht, wo Sie ohne Übertreibung erzählen können, Sie hätten eine unvergessliche Weltreise gemacht. Durch die Welt der Gefühle.
Amazonas - 15 Tage Wunderwelten-Reise
97,9 100 12
EUR