Wir gehen doch recht in der Annahme, dass Sie nach Ihrer Ankunft in Nairobi 1 den vierbeinigen Hauptdarstellern so schnell wie möglich in die Augen sehen wollen? Wir haben dafür einen Ort gefunden, wo das im glücklichen Fall auf wenige Zentimeter möglich ist. Im Aberdare-Nationalpark hat sich nach dem 7. Tag der Schöpfung nicht mehr viel verändert. Hier wächst alles, was und wie es will. Wasserfälle schneiden durch die Bergwälder und Bäche kegeln abgestürzte Felsbrocken durch die Schluchten. Auf dem Sattel aber blüht eine alpine Heidelandschaft und bereitet unerwarteten Gästen den Boden. Bongos, Büffel, Riesenwaldschweine, Elefanten, Löwen und selbst ein paar Exemplare des bedrohten Spitzmaulnashorns schmatzen sich durch die Moorgebiete. In diesem biblischen Umfeld ist eine Arche geradezu zwangsläufig, in diesem Fall die als Schiff gebaute Lodge The Ark 2. Einmal da, darf die Arche nicht mehr verlassen werden, aber an ihren Fenstern und im unterirdischen Bunker dürfen Sie sich die ganze Nacht die Nase plattdrücken, nur durch eine Scheibe von dem Geschehen in der Wildnis getrennt.
Giraffe im Morgengrauen (© Thomas Herzog / Chamäleon)
Irgendwann haben Sie dann doch geschlafen und die Erlebnisse weitergeträumt, bis ein Schnauben und Grunzen am Wasserloch den beginnenden Tag ankündigt. Wer will, darf die Arche jetzt verlassen und wir nehmen das Angebot an, denn wir wollen über den Äquator in den kleinsten Naturschutzpark Kenias, das Samburu Game Reserve 3 4. Die Tiere sind hier am schönsten, versichern uns unsere Gastgeber im Ashnil Samburu Camp, aber das sagt ja jede Mutter von ihren Kindern. Immerhin kommen die Elefanten bis an die Terrasse Ihres Luxuszeltes, und auf unserer Pirschfahrt durch das Reservat begegnen uns Grevyzebras mit ganz dichtem Streifenmuster und Giraffengazellen, das Schlankheitsidol unter den Tieren. Ist also doch was dran.
Leopard in Samburu (© Thomas Herzog / Chamäleon)
Eigentlich fehlt im Aberdare-Nationalpark 5 nur noch eine Bank, auf der man stundenlang verträumt der Geräuschkulisse lauschen könnte, die es dem Lord bereits angetan hatte, der dem Naturreservat seinen Namen gab. Eine Quadrophonie aus Tausenden Kehlen, gelegentlich im Dialog mit Grunz, Brüll, Fauch oder Tröt. Damit Sie nichts verwechseln, gibt uns der Lord seinen besten Mann mit.
Auf einer kleinen Insel (© Christiane Geisler / Chamäleon)
Haben Sie auch Ihr Zeichenbrett dabei? Bitte hochkant halten, damit Sie die 74 Meter der Thomson Falls voll drauf bekommen, von denen die Naturforscher sagen, es sei der malerischste Wasserfall Kenias. Zur Not tut’s auch ein iPad. Auf halbem Weg zum Lake-Nakuru-Nationalpark 6 möchten wir Ihnen noch ein zu Herzen gehendes Lächeln zeigen. Im Malaika-Projekt wachsen Aids-Waisenkinder wie in einer großen Familie auf, werden mit Unterstützung der Chamäleon-Stiftung medizinisch versorgt, gesund ernährt und gut ausgebildet, damit ihnen ein Leben auf der Straße erspart bleibt. Man könnte sagen, dass die Zukunft der Kinder rosarot ist, dann wäre das eine treffende Überleitung zum Lake Nakuru, den sich rund 300 Vogelarten mit Millionen Flamingos teilen.
Familienspaziergang (© Gabriele Heyn / Chamäleon)
Die Masai Mara ist nach Anzahl und Vielfalt Kenias tierreichste Region. Ein Tummelplatz für große Herden, die im kleinen Grenzverkehr aus dem Serengeti-Nationalpark in das Masai Mara National Reserve 7 8 wechseln. Zebras, Gnus, Elefanten, Thomson-Gazellen und Elenantilopen ziehen durch wogendes Grasland und Akazienwälder den Verlockungen des Mara-Flusses entgegen. Da ziehen wir gerne ein Stück mit, und sollten wir auf Anhieb nicht das Glück der Big Five haben, ist morgen auch noch ein Tag. Dazwischen liegen die Zelte des Mara Leisure Camp mit eigenem Bad und einer Veranda, deren Ausblick schon eine halbe Safari ist. Das ganz große Erlebnis aber ist eine optionale Fahrt mit dem Heißluftballon bei Sonnenaufgang über der Masai Mara. Inklusive Sektfrühstück für die geglückte Landung.
Zebrafamilie (© Chamäleon)
Wir müssen an dieser Stelle einmal mit dem verbreiteten Glauben aufräumen, in der Mitte Afrikas sei alles knochentrocken und dürr. Am Ostafrikanischen Grabenbruch ist das anders. Endlose Blumenplantagen und die mopsdicken Trauben des begehrten Leleshwa-Weines sind das süße Erbe des geologischen Fiaskos, das die höchsten Berge und die tiefsten Seen Afrikas entstehen ließ. Der Lake Naivasha 9 ist einer von ihnen und unser Boot zur Crescent-Insel wartet schon. Die Elsamere Lodge, deren zauberhafte Gartenanlage bis hinunter an den See reicht, könnte genauso gut Einsame Lodge heißen. Privat geführt, wundervoll gepflegt, traumhaft idyllisch und dem Naturschutz verschrieben, steht sie für die perfekte Entspannung zwischen zwei Abenteuern.
Marktfrau (© Ellen Ebenau / Chamäleon)
Durch die wechselvolle Landschaft Kenias schließen wir den Kreis zurück nach Nairobi 10, wo unsere Zeit der Safaris begonnen hat. Aber es ist noch nicht vorbei. Manche sagen, jetzt geht es erst richtig los, und es soll mit einem besseren Verständnis für die Menschen und das Leben in der Metropole beginnen. Eine Statistik des Arbeitsmarktes? Wozu? Entweder man hat Arbeit oder nicht. Manchmal für einen Tag, manchmal für eine Stunde. Wer Glück hat, kann davon leben oder greift täglich nach dem, was sich bietet. Die Mitarbeiter von »Ocean Sole« haben nach den Flip-Flops gegriffen, die an der Küste angespült wurden. Das sind jetzt wahre Kunstwerke und im Nebeneffekt eine gute Sache, um den Müll aus der Welt zu schaffen. Mehr über den kenianischen Way of Life beim Abendessen, zu dem unser heimischer Partner eingeladen hat.
Gnu-Herde (© blacksnapper, iStockphoto / Chamäleon)
Nun also Safari zweiter Teil. Wir beginnen in der Kinderstube, im Elefantenwaisenhaus 11 des Nairobi-Nationalparks. Hier und da grunzt auch ein Nashornbaby dazwischen, aber im Wesentlichen kümmern sich die Biologen und Pfleger von Leiterin Daphne Sheldrick um die Benjamins, die durch Unfälle oder Wilderei zu Waisen wurden. Distanz ist hier die oberste Jumbopflicht, denn eines Tages, wenn sie auf sich allein gestellt überleben können, sollen sie wieder ausgewildert werden. Dann würden Sie den einen oder anderen vielleicht im Amboseli-Nationalpark wiedersehen, also winken Sie zum Abschied recht freundlich, man weiß ja nie. Wir machen uns derweil auf den Weg. Immer der Nase nach, denn die zeigt in die unübersehbare Richtung zur höchsten Erhebung Afrikas. Wie immer mit einem Krönchen aus Schnee und Eis, aber wenn der Augenblick günstig ist, leuchtet das Krönchen in einem verführerischen Rosa-Violett. Was wollen Sie zur Begrüßung mehr, als im Kibo Safari Camp auf Ihrer Terrasse sitzen und den Kilimanjaro anbeten?
Kuschelzeit (© Margret Meyer / Chamäleon)
An die tausend Elefanten vom Großvater bis zum Neugeborenen leben im Amboseli-Nationalpark 12 13 in trauten Verbänden und machen keinerlei Anstalten, den Park zu verlassen. Vielleicht gefällt ihnen der fantastische Blick auf den Kili, wahrscheinlicher ist allerdings die erfolgreiche Arbeit der Wildhüter. Einen vollen Tag lang sind wir auf den Spuren von Loxodonta africana, die allerdings nicht schwer zu lesen sind, wenn das größte lebende Säugetier gerade wieder einen Baum gefrühstückt hat. Im Beifang: Spitzmaulnashörner, Spießböcke, Giraffengazellen, Büffel, Löwen, Geparden und ein bunter Haufen neugieriger Piepmätze. Jeder von ihnen hat seinen ganz persönlichen Lebensrhythmus, da werden wir mit den Hühnern – hier eher den Hyänen – aufstehen müssen, um die Nachtschwärmer auf ihrem Nachhauseweg abzupassen. Vormittags treffen wir die Nachzügler und am Nachmittag klappern wir die Wasserlöcher nach denen ab, die schon wieder Durst haben. Zwischendurch eine verwöhnte Zeit an Pool, Bar und Buffet unseres Camps, dann möchten wir Ihnen mit einer Abschiedssafari den Mund wässrig machen für ein nächstes Mal. Und wenn nicht hier, dann bei anderen Safaris, von der Gorilla-Suche in Uganda bis zu den Little Five im roten Sand der Namib.
Freundlicher Massai (© Evelyn Walter / Chamäleon)
Damit Sie die Momente, für die sich zu leben lohnt, bis zur allerletzten Minute auskosten können, haben wir für Ihre Rückkehr nach Hause einen Flug durch die Nacht gewählt. Was ganz nebenbei den Vorteil hat, dass Sie bis zur Ankunft in Frankfurt 14 noch ein bisschen von allem träumen können, was Sie zwei Wochen lang in seinen Bann gezogen hat.
Amboseli - 14 Tage Wunderwelten-Reise
0,0 100 0
EUR