Wir haben die Mitarbeiter unseres Teams gebeten, jeweils einen solchen Mosaikstein aus ihrer Reisepraxis herauszugreifen und kurz zu beschreiben, was sie begeistert, beglückt, ergriffen, fasziniert, zum Staunen, zum Weinen oder auch zum Nachdenken gebracht hat.

Wir wollen Ihnen mit dieser kleinen Sammlung aufregender Episoden nicht nur Lust auf Entdeckungen machen; wir geben uns auch alle Mühe, mit unseren Reisen für geeignete Voraussetzungen zu sorgen. Oder anders gesagt: Mit uns steigen die Chancen auf solche und ähnliche Erlebnisse. Probieren Sie es aus!

Andreas Mosig am Kilimanjaro (© Chamäleon)

Andreas Mosig

IT-Manager

Andreas Mosig

Mein Tansania: Glücksgefühl & Gipfelsturm.

Der König von Afrika ist ein stattlicher Bursche. Fast 6.000 Meter hoch und nur mit einigem Aufwand zu bezwingen. Mit mir und meiner Freundin gehen ein Führer nebst Assistent, sechs Träger sowie ein Koch und ein Kellner an dieses anspruchsvolle Unterfangen. Allesamt vom Volk der Chagga, das rund um den Kilimandscharo wohnt, und allesamt Profis bei seiner Besteigung. Sechs Tage werden wir zusammen unterwegs sein, auf der Machame-Route. Sie ist schwieriger und steiler als die bekanntere Marangu-Route, dafür aber schöner und landschaftlich abwechslungsreicher. Auch Hütten gibt es auf diesem Weg keine, wir werden fünfmal im eigenen Zelt übernachten.

Die Jungs sind unglaublich. Ab dem zweiten Tag plage ich mich mit Bauchschmerzen herum. Am vierten Tag halte ich es nicht länger aus, also packen sich die Träger unsere Rucksäcke noch zusätzlich auf den Kopf und balancieren das Gepäck selbst an steilen Wänden oder auf allen Vieren ohne Zuhilfenahme der Hände. Wahnsinn!

Auch mit Guide Colman und Assistent Erasto verstehen wir uns fabelhaft. Sprachlich in einem Mix aus Deutsch, Englisch sowie Händen und Füßen. Und menschlich, weil sie dufte Typen sind und Colman außerdem ein prima Medizinmann. Meine Höhen-Kopfschmerzen sind dank seiner Pillen in kürzester Zeit wie weggeblasen.

Bei aller Unterstützung – zum Gipfel tragen kann und soll uns das Team natürlich nicht. Bei meiner Freundin ist im letzten Camp bei 4.800 Metern Schluss, bei mir geht es noch tausend Meter höher zum Kraterrand. Jetzt verbleiben nur noch 90 Höhenmeter, doch dafür bräuchte man gute zwei Stunden. Und bei mir geht partout nichts mehr - der Ofen ist endgültig aus. Trotzdem: Diese Besteigung war für mich ein grandioses Erlebnis. Als Teil einer tollen Gemeinschaft zum einen. Und als Grenzerfahrung, die jeder Mensch einmal machen sollte. Mit Leiden, Schmerzen, Schweiß und Tränen, aber eben auch unbeschreiblichem Glücksgefühl. Beides würde ich gern und jederzeit noch einmal erleben. Der nächste Gipfelsturm ist bereits in Planung.

Mein Tansania: Glücksgefühl & Gipfelsturm.

Der König von Afrika ist ein stattlicher Bursche. Fast 6.000 Meter hoch und nur mit einigem Aufwand zu bezwingen. Mit mir und meiner Freundin gehen ein Führer nebst Assistent, sechs Träger sowie ein Koch und ein Kellner an dieses anspruchsvolle Unterfangen. Allesamt vom Volk der Chagga, das rund um den Kilimandscharo wohnt, und allesamt Profis bei seiner Besteigung. Sechs Tage werden wir zusammen unterwegs sein, auf der Machame-Route. Sie ist schwieriger und steiler als die bekanntere Marangu-Route, dafür aber schöner und landschaftlich abwechslungsreicher. Auch Hütten gibt es auf diesem Weg keine, wir werden fünfmal im eigenen Zelt übernachten.

Die Jungs sind unglaublich. Ab dem zweiten Tag plage ich mich mit Bauchschmerzen herum. Am vierten Tag halte ich es nicht länger aus, also packen sich die Träger unsere Rucksäcke noch zusätzlich auf den Kopf und balancieren das Gepäck selbst an steilen Wänden oder auf allen Vieren ohne Zuhilfenahme der Hände. Wahnsinn!

Auch mit Guide Colman und Assistent Erasto verstehen wir uns fabelhaft. Sprachlich in einem Mix aus Deutsch, Englisch sowie Händen und Füßen. Und menschlich, weil sie dufte Typen sind und Colman außerdem ein prima Medizinmann. Meine Höhen-Kopfschmerzen sind dank seiner Pillen in kürzester Zeit wie weggeblasen.

Bei aller Unterstützung – zum Gipfel tragen kann und soll uns das Team natürlich nicht. Bei meiner Freundin ist im letzten Camp bei 4.800 Metern Schluss, bei mir geht es noch tausend Meter höher zum Kraterrand. Jetzt verbleiben nur noch 90 Höhenmeter, doch dafür bräuchte man gute zwei Stunden. Und bei mir geht partout nichts mehr - der Ofen ist endgültig aus. Trotzdem: Diese Besteigung war für mich ein grandioses Erlebnis. Als Teil einer tollen Gemeinschaft zum einen. Und als Grenzerfahrung, die jeder Mensch einmal machen sollte. Mit Leiden, Schmerzen, Schweiß und Tränen, aber eben auch unbeschreiblichem Glücksgefühl. Beides würde ich gern und jederzeit noch einmal erleben. Der nächste Gipfelsturm ist bereits in Planung.

Anita Ratzinger in der Wüste Namibias (© Chamäleon)

Anita Ratzinger

Erlebnisberaterin

Anita Ratzinger

In der Namib. So gross kann klein sein.

Eigentlich heißt er Chris, aber alle nennen ihn nur den Wüstenfuchs. Die Namib – mit 80 Millionen Jahren die älteste Wüste der Erde – ist sein Wohnzimmer. Und Chris hat eine Mission. Er will uns zeigen, dass die totgesagte Wüste ein sensibler Lebensraum ist, in dem es von schützenswerten Arten nur so wimmelt. Na dann, lass mal sehen. Aber wir sehen nichts, nur Sand soweit das Auge reicht. »Achtet auf die Spuren«, ermahnt uns Chris, »ihr tretet gerade auf hundert Spinnen herum«. Und tatsächlich: Der Sand ist voll von winzigen Fährten. Dann bückt er sich und schaufelt mit beiden Händen ein Loch frei. Im spitzen Ende des Kraters sitzt eine kleine Wüstenspinne und weiß nicht, was sie davon halten soll. Binnen Sekunden hat sie sich mangels Lichtschutzfaktor wieder in dunklere Zonen gegraben.

Diesmal buddelt Chris tiefer. Findet einen Gang und wühlt sich gut einen Meter durch die Unterwelt der Namib. Seine Gespür hat ihn nicht betrogen. Am Ende findet er den vermuteten Bau. Behutsam setzt er einen kleinen Gecko auf seine Hand, der dort minutenlang wie hypnotisiert verharrt. So zart, so zerbrechlich. Mit irre großen Augen, Flossen an den Zehen und so transparent, dass man die feinen Adern sieht. Ein Wunder der Wüste und meine eindrucksvollste Bestätigung, warum ich so gerne an Orte reise, wo ich im Einklang mit der Natur bin.

In der Namib. So gross kann klein sein.

Eigentlich heißt er Chris, aber alle nennen ihn nur den Wüstenfuchs. Die Namib – mit 80 Millionen Jahren die älteste Wüste der Erde – ist sein Wohnzimmer. Und Chris hat eine Mission. Er will uns zeigen, dass die totgesagte Wüste ein sensibler Lebensraum ist, in dem es von schützenswerten Arten nur so wimmelt. Na dann, lass mal sehen. Aber wir sehen nichts, nur Sand soweit das Auge reicht. »Achtet auf die Spuren«, ermahnt uns Chris, »ihr tretet gerade auf hundert Spinnen herum«. Und tatsächlich: Der Sand ist voll von winzigen Fährten. Dann bückt er sich und schaufelt mit beiden Händen ein Loch frei. Im spitzen Ende des Kraters sitzt eine kleine Wüstenspinne und weiß nicht, was sie davon halten soll. Binnen Sekunden hat sie sich mangels Lichtschutzfaktor wieder in dunklere Zonen gegraben.

Diesmal buddelt Chris tiefer. Findet einen Gang und wühlt sich gut einen Meter durch die Unterwelt der Namib. Seine Gespür hat ihn nicht betrogen. Am Ende findet er den vermuteten Bau. Behutsam setzt er einen kleinen Gecko auf seine Hand, der dort minutenlang wie hypnotisiert verharrt. So zart, so zerbrechlich. Mit irre großen Augen, Flossen an den Zehen und so transparent, dass man die feinen Adern sieht. Ein Wunder der Wüste und meine eindrucksvollste Bestätigung, warum ich so gerne an Orte reise, wo ich im Einklang mit der Natur bin.

Antje Lehmann mit Partner und Napoleonfisch auf Tauchgang (© Antje Lehmann / Chamäleon)

Antje Lehmann

Produktmanagerin

Antje Lehmann

Mein Australien: Tauchpremiere.

Als Superlativ hat mich das Great Barrier Reef schon immer fasziniert. Wenn man sich vorstellt, dass hier über 400 Korallenarten die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Welt „konstruiert“ haben. Dass hier jeweils 1.500 Fisch- und Schwammarten leben, 5.000 Arten von Weichtieren, 800 Arten von Stachelhäutern, 215 Vogelarten oder sechs von weltweit sieben vorkommenden Arten von Meeresschildkröten. Oder dass es aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen besteht, mit knapp 1.000 Inseln sowie unzähligen Sandbänken und insgesamt 2.300 Kilometer lang ist. Da ist Ehrfurcht mehr als angesagt.

Wer wollte also nein sagen, wenn sich die Chance auf buchstäbliches Eintauchen in diesen einzigartigen Lebensraum bietet. Ein Katamaran bringt uns von Cairns in anderthalb Stunden an den äußersten Rand des Großen Riffs. Ziel ist eine künstlich geschaffene Plattform, über deren Treppe wir direkt hineinsteigen in die farbenfrohe Exotik des Riffs.

Und was soll ich sagen – schon beim ersten Schnorchelgang bin ich völlig aus dem Häuschen angesichts all der knallbunten und quietschlebendigen Unterwasser-Wunder.

Doch der Höhepunkt kommt erst noch. Später beim richtigen Tauchgang kreuzt plötzlich ein kapitaler blauer Bursche unseren Weg. Einen Meter lang. Einen halben Meter hoch. Mit dicken Lippen und wulstiger Stirn. Es ist Napoleonfisch Wally, der nebenan wohnt und vor Neugier platzt, wer denn heute gerade in seinem Revier umher paddelt. Doch auch ich bin ziemlich aufgeregt. Immerhin erlebe ich gerade meine Tauchpremiere und so ein dicker Brummer vor der Brille, das ist schon was. Und als wäre das noch nicht genug, lässt sich Wally auch noch anfassen und in den Arm nehmen – ich kann es bis heute kaum fassen.

Mein Australien: Tauchpremiere.

Als Superlativ hat mich das Great Barrier Reef schon immer fasziniert. Wenn man sich vorstellt, dass hier über 400 Korallenarten die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Welt „konstruiert“ haben. Dass hier jeweils 1.500 Fisch- und Schwammarten leben, 5.000 Arten von Weichtieren, 800 Arten von Stachelhäutern, 215 Vogelarten oder sechs von weltweit sieben vorkommenden Arten von Meeresschildkröten. Oder dass es aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen besteht, mit knapp 1.000 Inseln sowie unzähligen Sandbänken und insgesamt 2.300 Kilometer lang ist. Da ist Ehrfurcht mehr als angesagt.

Wer wollte also nein sagen, wenn sich die Chance auf buchstäbliches Eintauchen in diesen einzigartigen Lebensraum bietet. Ein Katamaran bringt uns von Cairns in anderthalb Stunden an den äußersten Rand des Großen Riffs. Ziel ist eine künstlich geschaffene Plattform, über deren Treppe wir direkt hineinsteigen in die farbenfrohe Exotik des Riffs.

Und was soll ich sagen – schon beim ersten Schnorchelgang bin ich völlig aus dem Häuschen angesichts all der knallbunten und quietschlebendigen Unterwasser-Wunder.

Doch der Höhepunkt kommt erst noch. Später beim richtigen Tauchgang kreuzt plötzlich ein kapitaler blauer Bursche unseren Weg. Einen Meter lang. Einen halben Meter hoch. Mit dicken Lippen und wulstiger Stirn. Es ist Napoleonfisch Wally, der nebenan wohnt und vor Neugier platzt, wer denn heute gerade in seinem Revier umher paddelt. Doch auch ich bin ziemlich aufgeregt. Immerhin erlebe ich gerade meine Tauchpremiere und so ein dicker Brummer vor der Brille, das ist schon was. Und als wäre das noch nicht genug, lässt sich Wally auch noch anfassen und in den Arm nehmen – ich kann es bis heute kaum fassen.

Christian auf Tour durch Vietnam (© Kitty Horns / Chamäleon)

Christian Hergenröther

Webdesigner

Christian Hergenröther

Wenn in Hanoi die Puppen tanzen.

Mir bleibt die Luft weg. Erst der Temperatur wegen, dann vor Staunen. Hanoi läuft über. Der Verkehr wie ein reißender Fluss, die Märkte knackevoll, und selbst auf den Bordsteinen hocken die Menschen, wo viele sich ein Essen kochen und dann stundenlang gesellig sind. Andere Länder, andere Sitze. Vielleicht war es Zufall, vielleicht wollte uns der Reiseleiter auch die Sorge nehmen, es könne immer so sein. Jedenfalls lotste er uns aus dem Wahnsinn in die Oase einer ruhmreichen Kunst: zum Wasserpuppentheater.

Die Bühne ist ein Wasserbecken und der Schau-Spieler mitten drin. Er steht hinter einem Bambusvorhang bis zu den Hüften im Element und lässt an meterlangen Stangen Puppen Pirouetten tanzen. Ein Knochenjob, der die Arme verknotet. Heute auf dem Spielplan: Landleben in allen Facetten vietnamesischer Kultur. Verzierte Boote kreisen über den See, verliebte Vögel schwimmen zum Turteln, Drachen und andere Fabelwesen tauchen auf und ärgern die bäuerlichen Hauptdarsteller – einfach märchenhaft. Ich habe nicht alles verstanden. Aber kommt es darauf an? Wenn ich reise, suche ich Inspiration. Danach fühle ich mich lebendiger, erfahrener, reicher. Vietnam war ein Traum, aber nicht das Ende, Japan ist auch noch dran.

Wenn in Hanoi die Puppen tanzen.

Mir bleibt die Luft weg. Erst der Temperatur wegen, dann vor Staunen. Hanoi läuft über. Der Verkehr wie ein reißender Fluss, die Märkte knackevoll, und selbst auf den Bordsteinen hocken die Menschen, wo viele sich ein Essen kochen und dann stundenlang gesellig sind. Andere Länder, andere Sitze. Vielleicht war es Zufall, vielleicht wollte uns der Reiseleiter auch die Sorge nehmen, es könne immer so sein. Jedenfalls lotste er uns aus dem Wahnsinn in die Oase einer ruhmreichen Kunst: zum Wasserpuppentheater.

Die Bühne ist ein Wasserbecken und der Schau-Spieler mitten drin. Er steht hinter einem Bambusvorhang bis zu den Hüften im Element und lässt an meterlangen Stangen Puppen Pirouetten tanzen. Ein Knochenjob, der die Arme verknotet. Heute auf dem Spielplan: Landleben in allen Facetten vietnamesischer Kultur. Verzierte Boote kreisen über den See, verliebte Vögel schwimmen zum Turteln, Drachen und andere Fabelwesen tauchen auf und ärgern die bäuerlichen Hauptdarsteller – einfach märchenhaft. Ich habe nicht alles verstanden. Aber kommt es darauf an? Wenn ich reise, suche ich Inspiration. Danach fühle ich mich lebendiger, erfahrener, reicher. Vietnam war ein Traum, aber nicht das Ende, Japan ist auch noch dran.

Christina versteckt sich, braucht es aber nicht (© Chamäleon)

Christina Zessin

Buchhalterin

Christina Zessin

Auf meinem Wunschzettel ganz oben.

Seit vielen Jahren hoffe ich nun schon darauf, dass Chamäleon endlich nach Ägypten reist. Alle Ziele, die es sein müssten, habe ich schon im Kopf. Keine Frage, dass die Pyramiden ganz oben stehen. Und auf dem Kamel durch die Wüste, auch das wäre schön. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil und in Luxor das Tal der Könige. In Assuan auf einer Felukke kreuzen und im Agatha-Christie-Hotel ein Himbeertörtchen verputzen. Ob es in Ägypten Himbeertörtchen gibt? Nicht so entscheidend, jedenfalls schlenderte vor 100 Jahren der Archäologe Howard Carter, Entdecker des Grabes des Tutanchamun, schon durch den paradiesischen Garten dieses grandiosen Hotels. Da ist es nicht zuviel verlangt, wenn ich jetzt auch mal ...

Nach dem Törtchen Abu Simbel. Der große Tempel zum Ruhme Ramses II. und gleich daneben am Nassersee der kleinere Hathor-Tempel: »Ramses, stark in der Wahrheit, Liebling des Amun, schuf diesen himmlischen Wohnsitz für seine königliche Gemahlin Nefertari«. 3.200 Jahre ist das her und so genial berechnet, dass die Sonnenstrahlen zweimal im Jahr über 60 Meter tief ins Allerheiligste dringen und nacheinander die Gesichter der Götter beleuchten. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, davon werde
ich nicht aufhören, zu träumen.

Auf meinem Wunschzettel ganz oben.

Seit vielen Jahren hoffe ich nun schon darauf, dass Chamäleon endlich nach Ägypten reist. Alle Ziele, die es sein müssten, habe ich schon im Kopf. Keine Frage, dass die Pyramiden ganz oben stehen. Und auf dem Kamel durch die Wüste, auch das wäre schön. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil und in Luxor das Tal der Könige. In Assuan auf einer Felukke kreuzen und im Agatha-Christie-Hotel ein Himbeertörtchen verputzen. Ob es in Ägypten Himbeertörtchen gibt? Nicht so entscheidend, jedenfalls schlenderte vor 100 Jahren der Archäologe Howard Carter, Entdecker des Grabes des Tutanchamun, schon durch den paradiesischen Garten dieses grandiosen Hotels. Da ist es nicht zuviel verlangt, wenn ich jetzt auch mal ...

Nach dem Törtchen Abu Simbel. Der große Tempel zum Ruhme Ramses II. und gleich daneben am Nassersee der kleinere Hathor-Tempel: »Ramses, stark in der Wahrheit, Liebling des Amun, schuf diesen himmlischen Wohnsitz für seine königliche Gemahlin Nefertari«. 3.200 Jahre ist das her und so genial berechnet, dass die Sonnenstrahlen zweimal im Jahr über 60 Meter tief ins Allerheiligste dringen und nacheinander die Gesichter der Götter beleuchten. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, davon werde
ich nicht aufhören, zu träumen.

Heike mit Zebra (© Heike Mattick / Chamäleon)

Heike Mattick

Qualitätsmanagerin

Heike Mattick

Absolut anbetungswürdig.

Menschen mit tätowiertem Kreuz auf der Stirn, damit jeder ihren tiefen Glauben sieht. Kirchen, deren üppige Wandmalereien all denen das Evangelium berichten, die nicht lesen und schreiben können. Jahrtausend alte Heiligtümer, die aus den Kirchen in das festlich gekleidete Volk getragen werden. Und immer wieder Kreuze, Kreuze, Kreuze.

Wir befinden uns in Lalibela, dem Jerusalem Äthiopiens. Einst das bestgehütete christliche Geheimnis, denn niemand durfte es wissen, und so wurde in die rote Basaltlava des unzugänglichen Simien-Gebirges ein Zentrum göttlicher Verehrung aus miteinander verbundenen Felsenkirchen geschlagen. Elf an der Zahl, mehrgeschossig und bis zu 22 Meter breit. Ein Labyrinth, in dessen Nischen und Tunneln so mancher Priester auch heute noch ein Schlupfloch für sein stilles Gebet findet. Niemand kann erklären, wie dieses Wunderwerk gelingen konnte, weshalb die Legende sagt, es sei nur mit Hilfe von Engeln möglich gewesen.

Lalibela greift ans Herz. Sprachlos und voller Ehrfurcht fragten wir uns, was jetzt noch kommen könnte. Es kam ein Hütte am Straßenrand. Mit dem besten Kaffee der Welt, den ich jemals getrunken habe. Anbetungswürdig wie das ganze Land Äthiopien.

Absolut anbetungswürdig.

Menschen mit tätowiertem Kreuz auf der Stirn, damit jeder ihren tiefen Glauben sieht. Kirchen, deren üppige Wandmalereien all denen das Evangelium berichten, die nicht lesen und schreiben können. Jahrtausend alte Heiligtümer, die aus den Kirchen in das festlich gekleidete Volk getragen werden. Und immer wieder Kreuze, Kreuze, Kreuze.

Wir befinden uns in Lalibela, dem Jerusalem Äthiopiens. Einst das bestgehütete christliche Geheimnis, denn niemand durfte es wissen, und so wurde in die rote Basaltlava des unzugänglichen Simien-Gebirges ein Zentrum göttlicher Verehrung aus miteinander verbundenen Felsenkirchen geschlagen. Elf an der Zahl, mehrgeschossig und bis zu 22 Meter breit. Ein Labyrinth, in dessen Nischen und Tunneln so mancher Priester auch heute noch ein Schlupfloch für sein stilles Gebet findet. Niemand kann erklären, wie dieses Wunderwerk gelingen konnte, weshalb die Legende sagt, es sei nur mit Hilfe von Engeln möglich gewesen.

Lalibela greift ans Herz. Sprachlos und voller Ehrfurcht fragten wir uns, was jetzt noch kommen könnte. Es kam ein Hütte am Straßenrand. Mit dem besten Kaffee der Welt, den ich jemals getrunken habe. Anbetungswürdig wie das ganze Land Äthiopien.

Projektbesuch Casa Santa Ana (© Ideia Tours / Chamäleon)

Ingo Lies

Inhaber

Ingo Lies

Das Geheimnis des Glücks.

Als ich vor 20 Jahren meine erste, selbst organisierte, Nepalreise mit einem Dutzend Freunden machte, war mit nicht klar, was daraus werden würde. Nur soviel stand im Nachhinein fest: Begeisterung, Faszination, Zufriedenheit, Glück – das sind die Gefühle, die am längsten bleiben und den Wunsch wach halten, so sollte es wieder sein.

20 Jahre danach ist das Prinzip der individuellen Glücksmomente zu einer Marke geworden, die den Namen Chamäleon trägt. So wandelbar, wie sich diese Echse ihrer Umgebung anpasst, so individuell sollen Menschen erleben können, was sie erfüllt. Und so, wie ein Chamäleon mit jedem Auge in eine andere Richtung sehen kann, so vielfältig sollen die Blickwinkel auf unseren Reisen sein. Das Gute daran: Individuell empfundenes Glück lässt sich nicht organisieren, Gänsehaut nicht vorbestimmen. Aber wir können dafür sorgen, dass Sie erleben, was bisher nur in Ihrem Kopf statt fand. Und wir können Ihren Träumen ein paar hinzufügen, die Sie noch nicht hatten. Damit die Gefühle entstehen, nach denen sich jeder sehnt. Jeder nach seinem Sinn, jeder auf seine Art.

Ist es nicht das, was wir uns wünschen? Und leben wir nicht alle dafür, dass unsere Wünsche wahr werden?

Das Geheimnis des Glücks.

Als ich vor 20 Jahren meine erste, selbst organisierte, Nepalreise mit einem Dutzend Freunden machte, war mit nicht klar, was daraus werden würde. Nur soviel stand im Nachhinein fest: Begeisterung, Faszination, Zufriedenheit, Glück – das sind die Gefühle, die am längsten bleiben und den Wunsch wach halten, so sollte es wieder sein.

20 Jahre danach ist das Prinzip der individuellen Glücksmomente zu einer Marke geworden, die den Namen Chamäleon trägt. So wandelbar, wie sich diese Echse ihrer Umgebung anpasst, so individuell sollen Menschen erleben können, was sie erfüllt. Und so, wie ein Chamäleon mit jedem Auge in eine andere Richtung sehen kann, so vielfältig sollen die Blickwinkel auf unseren Reisen sein. Das Gute daran: Individuell empfundenes Glück lässt sich nicht organisieren, Gänsehaut nicht vorbestimmen. Aber wir können dafür sorgen, dass Sie erleben, was bisher nur in Ihrem Kopf statt fand. Und wir können Ihren Träumen ein paar hinzufügen, die Sie noch nicht hatten. Damit die Gefühle entstehen, nach denen sich jeder sehnt. Jeder nach seinem Sinn, jeder auf seine Art.

Ist es nicht das, was wir uns wünschen? Und leben wir nicht alle dafür, dass unsere Wünsche wahr werden?

Henning auf Brücke (© Chamäleon)

Jan Henning Nass

Erlebnisberater

Jan Henning Nass

Mein Brasilien: Traum vom Karneval.

Wo anfangen – wo aufhören, wenn es um Brasilien geht. Denn schließlich ist das Land ein Kontinent für sich. Allein ins Amazonas-Gebiet passt Deutschland viermal hinein – das würde mir reichen für mehrere Wochen Entdeckerferien. Ich möchte unbedingt zu den Wasserfällen von Iguaçu, wo fast dreihundert Katarakte und Kaskaden das vielleicht großartigste Naturschauspiel der Erde produzieren. Doch am meisten träume ich davon, einmal mittendrin zu stecken im Karneval von Rio de Janeiro. In unbändiger Lebenslust. In ungezügelter Leidenschaft. In heißer Atmosphäre.

Das liegt sicherlich daran, dass mich Rhythmen seit früher Kindheit über alles faszinieren und ich fast folgerichtig Schlagzeug und Percussion spielen lernte. In verschiedenen musikalischen Projekten komme ich immer wieder in Kontakt mit lateinamerikanischer Musik. Und ob nun Samba, Rumba, Bossa Nova, Tango oder Calypso, immer ist es in erster Linie der Rhythmus, der einen Sound unverwechselbar macht. Beim Karneval von Rio ist das nicht anders.

Zu jeder Sambaschule gehört ein Trommlerblock, die Bateria. Sie ist das pochende Herz der Formation. Sie gibt der Parade Leben und Energie. Sie wirkt auf den Körper und das Unterbewusstsein – der afrobrasilianische Ijexá-Rhythmus zum Beispiel vermindert Aggressionen und stimmt friedlich. Beim Karneval kommen bis zu zehn verschiedene Klanginstrumente zum Einsatz. Große Bauchtrommeln etwa setzen markante Punkte auf Öffnung und Ende eines Schrittes. Mit der »Kriegskiste«, einer kleinen Trommel, werden unterschiedliche Stimmungen erzeugt; sie bestimmt ganz wesentlich den Charakter der jeweiligen Sambaschule. Für das musikalische Design der Samba sorgen Tamburine und als Rasseln werden oft mit Plättchen gefüllte Büchsen benutzt – das Lieblingsinstrument der Frauen. Und das ist bei weitem noch nicht das ganze Instrumentarium, das ich beim Karneval von Rio einmal live sehen, intensiv hören und im Bauch vibrieren fühlen muss. Demnächst. Ganz bestimmt!

Mein Brasilien: Traum vom Karneval.

Wo anfangen – wo aufhören, wenn es um Brasilien geht. Denn schließlich ist das Land ein Kontinent für sich. Allein ins Amazonas-Gebiet passt Deutschland viermal hinein – das würde mir reichen für mehrere Wochen Entdeckerferien. Ich möchte unbedingt zu den Wasserfällen von Iguaçu, wo fast dreihundert Katarakte und Kaskaden das vielleicht großartigste Naturschauspiel der Erde produzieren. Doch am meisten träume ich davon, einmal mittendrin zu stecken im Karneval von Rio de Janeiro. In unbändiger Lebenslust. In ungezügelter Leidenschaft. In heißer Atmosphäre.

Das liegt sicherlich daran, dass mich Rhythmen seit früher Kindheit über alles faszinieren und ich fast folgerichtig Schlagzeug und Percussion spielen lernte. In verschiedenen musikalischen Projekten komme ich immer wieder in Kontakt mit lateinamerikanischer Musik. Und ob nun Samba, Rumba, Bossa Nova, Tango oder Calypso, immer ist es in erster Linie der Rhythmus, der einen Sound unverwechselbar macht. Beim Karneval von Rio ist das nicht anders.

Zu jeder Sambaschule gehört ein Trommlerblock, die Bateria. Sie ist das pochende Herz der Formation. Sie gibt der Parade Leben und Energie. Sie wirkt auf den Körper und das Unterbewusstsein – der afrobrasilianische Ijexá-Rhythmus zum Beispiel vermindert Aggressionen und stimmt friedlich. Beim Karneval kommen bis zu zehn verschiedene Klanginstrumente zum Einsatz. Große Bauchtrommeln etwa setzen markante Punkte auf Öffnung und Ende eines Schrittes. Mit der »Kriegskiste«, einer kleinen Trommel, werden unterschiedliche Stimmungen erzeugt; sie bestimmt ganz wesentlich den Charakter der jeweiligen Sambaschule. Für das musikalische Design der Samba sorgen Tamburine und als Rasseln werden oft mit Plättchen gefüllte Büchsen benutzt – das Lieblingsinstrument der Frauen. Und das ist bei weitem noch nicht das ganze Instrumentarium, das ich beim Karneval von Rio einmal live sehen, intensiv hören und im Bauch vibrieren fühlen muss. Demnächst. Ganz bestimmt!

Jeannette mit Aussicht aufs Grün (© Chamäleon)

Jeannette Lobert

Erlebnisberaterin

Jeannette Lobert

Mein Peru: Fast berühren sie uns.

Frühmorgens im wunderschönen Colca-Tal. Mit 1.200 Metern nach dem Grand Canyon die zweit-tiefste Schlucht der Erde. Doch die Landschaft interessiert uns an diesem Tag eher am Rande. Wir wollen heute außergewöhnlichen Vögeln möglichst nahe kommen, die hier einen Lieblingsflugplatz haben. Am so genannten Kreuz des Kondors machen wir also Halt, steigen aus, warten. Eine Stunde lang tut sich nichts. Enttäuscht wollen wir gerade zurück ins Fahrzeug, da hören wir es rauschen: Sie kommen. Und sie kommen in Formation.

Der Kondor. König der Anden. Verbreitet von Venezuela bis Feuerland. Wappentier verschiedener südamerikanischer Staaten. Unverkennbar durch seine mächtigen schwarzen Flügel, die eine Spannweite von drei Metern erreichen können und an den Oberseiten mit weißen Handschwingen und Deckfedern abgesetzt sind.

Dazu der nackte, rötlichbraune Kopf, der mit einem wulstigen Kamm bedeckt ist. Und die typische weiße Halskrause, die den Kopf vom Rumpf absetzt.

Acht bis zehn dieser unverwechselbaren Herrscher der Lüfte mögen es sein, die jetzt ihr Vormittags-Flugprogramm unter die Schwingen nehmen. Getragen allein vom Aufwind, der am Kreuz des Kondors zu dieser Tageszeit besonders günstig weht. Fast berühren sie uns, als sie über unseren Köpfen zu steigen beginnen, sich höher und höher schrauben, und schließlich weit über uns kreisen. Was für eine Eleganz! Was für eine Majestät! Welch schwereloses Schweben! Welch lautloses Gleiten! Genau so müsste es aussehen, wenn man selbst fliegen könnte. Genau aus dieser Perspektive möchte man herabschauen auf die Welt. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, Vogel zu sein.

Mein Peru: Fast berühren sie uns.

Frühmorgens im wunderschönen Colca-Tal. Mit 1.200 Metern nach dem Grand Canyon die zweit-tiefste Schlucht der Erde. Doch die Landschaft interessiert uns an diesem Tag eher am Rande. Wir wollen heute außergewöhnlichen Vögeln möglichst nahe kommen, die hier einen Lieblingsflugplatz haben. Am so genannten Kreuz des Kondors machen wir also Halt, steigen aus, warten. Eine Stunde lang tut sich nichts. Enttäuscht wollen wir gerade zurück ins Fahrzeug, da hören wir es rauschen: Sie kommen. Und sie kommen in Formation.

Der Kondor. König der Anden. Verbreitet von Venezuela bis Feuerland. Wappentier verschiedener südamerikanischer Staaten. Unverkennbar durch seine mächtigen schwarzen Flügel, die eine Spannweite von drei Metern erreichen können und an den Oberseiten mit weißen Handschwingen und Deckfedern abgesetzt sind.

Dazu der nackte, rötlichbraune Kopf, der mit einem wulstigen Kamm bedeckt ist. Und die typische weiße Halskrause, die den Kopf vom Rumpf absetzt.

Acht bis zehn dieser unverwechselbaren Herrscher der Lüfte mögen es sein, die jetzt ihr Vormittags-Flugprogramm unter die Schwingen nehmen. Getragen allein vom Aufwind, der am Kreuz des Kondors zu dieser Tageszeit besonders günstig weht. Fast berühren sie uns, als sie über unseren Köpfen zu steigen beginnen, sich höher und höher schrauben, und schließlich weit über uns kreisen. Was für eine Eleganz! Was für eine Majestät! Welch schwereloses Schweben! Welch lautloses Gleiten! Genau so müsste es aussehen, wenn man selbst fliegen könnte. Genau aus dieser Perspektive möchte man herabschauen auf die Welt. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, Vogel zu sein.

Katja glänzt (© Chamäleon)

Katja Swarat

Marketingexpertin

Katja Swarat

Mein Thailand: Kurioses & Skurriles.

Auf Reisen habe ich immer wieder Kurioses und Skurriles erlebt. In meiner diesbezüglichen Hitliste liegt Thailand auf einem der Spitzenplätze. In Bangkok zum Beispiel besichtige ich Wat Phra Kaeo, den Tempel mit dem berühmten Jadebuddha. Was ich nicht weiß – an diesem Vormittag findet ein Fest statt. Zu diesem Anlass nun gibt es nicht etwa Freibier für alle, sondern - hartgekochte Eier. Verteilt von den Tempel-Mönchen an jeden, der will und so viel er will. Sind sie etwa als zusätzliche Opfergabe vorgesehen? Pustekuchen! Man nimmt sie, pellt sie ab und isst sie einfach auf. Warum – das ist mir bis heute völlig schleierhaft.

Bangkok zum zweiten. Auf dem Nachtmarkt gibt es vieles, was das Herz begehrt. Zumindest das asiatische. Dann grinsen mich da gleich an mehreren Ständen bezaubernde Kollektionen gut gebrauchter Gebisse an. In vorderster Front und jeweils hübsch präsentiert auf rotem Samt.

Wie man an diversen Lücken und Verfärbungen sehen kann, sind die falschen Zähne unverkennbar echt und haben also wirklich mal längere Zeit einen Mund bewohnt. Was schon diverse Fragen aufwirft: Wo bekommt man die Dinger her? Wer kauft so etwas? Und kann man mit fremden Zähnen überhaupt richtig essen?

Bangkok zum Letzten: Ob nun mit echten oder falschen Zähnen – beißen können ist nicht schlecht, will man die wunderbare thailändische Küche in ihrer ganzen Vielfalt und Klasse genießen. Nur die Zubereitung ist mitunter etwas seltsam. Flambiertes Hühnchen steht auf der Speisekarte, doch man hätte das Gericht besser lodernde Fackel genannt. Das nackte und nur mit einer Marinade glasierte Huhn nämlich ist auf eine Art Küchenrollenhalter gespießt, der wiederum in einem Ständer mit Alkohol steckt. Streichholz dran. Flamme schießt hoch. Huhn brennt lichterloh. Wie ein Scheiterhaufen. Geschmeckt hat der verbrannte Vogel dann aber erstaunlich gut.

Mein Thailand: Kurioses & Skurriles.

Auf Reisen habe ich immer wieder Kurioses und Skurriles erlebt. In meiner diesbezüglichen Hitliste liegt Thailand auf einem der Spitzenplätze. In Bangkok zum Beispiel besichtige ich Wat Phra Kaeo, den Tempel mit dem berühmten Jadebuddha. Was ich nicht weiß – an diesem Vormittag findet ein Fest statt. Zu diesem Anlass nun gibt es nicht etwa Freibier für alle, sondern - hartgekochte Eier. Verteilt von den Tempel-Mönchen an jeden, der will und so viel er will. Sind sie etwa als zusätzliche Opfergabe vorgesehen? Pustekuchen! Man nimmt sie, pellt sie ab und isst sie einfach auf. Warum – das ist mir bis heute völlig schleierhaft.

Bangkok zum zweiten. Auf dem Nachtmarkt gibt es vieles, was das Herz begehrt. Zumindest das asiatische. Dann grinsen mich da gleich an mehreren Ständen bezaubernde Kollektionen gut gebrauchter Gebisse an. In vorderster Front und jeweils hübsch präsentiert auf rotem Samt.

Wie man an diversen Lücken und Verfärbungen sehen kann, sind die falschen Zähne unverkennbar echt und haben also wirklich mal längere Zeit einen Mund bewohnt. Was schon diverse Fragen aufwirft: Wo bekommt man die Dinger her? Wer kauft so etwas? Und kann man mit fremden Zähnen überhaupt richtig essen?

Bangkok zum Letzten: Ob nun mit echten oder falschen Zähnen – beißen können ist nicht schlecht, will man die wunderbare thailändische Küche in ihrer ganzen Vielfalt und Klasse genießen. Nur die Zubereitung ist mitunter etwas seltsam. Flambiertes Hühnchen steht auf der Speisekarte, doch man hätte das Gericht besser lodernde Fackel genannt. Das nackte und nur mit einer Marinade glasierte Huhn nämlich ist auf eine Art Küchenrollenhalter gespießt, der wiederum in einem Ständer mit Alkohol steckt. Streichholz dran. Flamme schießt hoch. Huhn brennt lichterloh. Wie ein Scheiterhaufen. Geschmeckt hat der verbrannte Vogel dann aber erstaunlich gut.

Katrin lässt sich treiben (© Chamäleon)

Katrin Giebe

Produktmanagerin

Katrin Giebe

Mein Nepal: Umzingelt von majestätischen Kulissen.

Für mich ist Nepal im wahrsten Wortsinn »das Höchste der Gefühle« und Synonym für Berge schlechthin. Aber was heißt hier schon Berge. In Nepal bist Du auf dem Dach der Welt. Auf Du und Du mit den gewaltigsten Brummern des Planeten. Stets und ständig flankiert von imposanten Ketten. Umzingelt von majestätischen Kulissen. Das müsste doch irgendwann langweilig werden, sollte man meinen – aber ganz im Gegenteil. Mein schönstes Nepal-Erlebnis hatte ich sogar erst fast am Ende der Reise in Nagarkot bei Kathmandu. Und natürlich hatte es auch und wieder mit Bergen zu tun.

Als der Wecker klingelt, ist es stockdunkel. Schlaftrunken taumle ich hoch, werfe mir eine warme Decke über den Pyjama und begebe mich auf den Balkon meines Hotelzimmers. Jetzt heißt es warten.

Es ist saukalt, ich bin schlecht gelaunt und skeptisch: Was soll schon so Tolles an diesem angepriesenen Sonnenaufgang sein? Aber immerhin kann ich bei einer Pleite notfalls schnell wieder zurück ins Bett. Doch als sich dann der Horizont verfärbt und die rote Scheibe zu steigen beginnt, verschlägt es mir für die nächste Viertelstunde tatsächlich komplett den Atem.

Himalaya, soweit die Augen reichen. Eine endlose Zackenkette aus Sieben- und Achttausendern, ein wahrhafter Giganten-Gipfel tut sich vor mir auf. Beleuchtet von so überirdisch schönem Licht, dass ich vor Begeisterung fast das Fotografieren vergesse. Doch dieses Panorama-Ass muss unbedingt eingefangen werden, das glaubt mir sonst keiner. Wie die verschneiten Bergspitzen golden glänzen. Wie Eis und Firnis im Morgenlicht funkeln. Und wie die steigende Sonne stetig neue fantastische Bilder aus dieser ehrfurchtgebietenden Szenerie zaubert. Unfassbar!

Mein Nepal: Umzingelt von majestätischen Kulissen.

Für mich ist Nepal im wahrsten Wortsinn »das Höchste der Gefühle« und Synonym für Berge schlechthin. Aber was heißt hier schon Berge. In Nepal bist Du auf dem Dach der Welt. Auf Du und Du mit den gewaltigsten Brummern des Planeten. Stets und ständig flankiert von imposanten Ketten. Umzingelt von majestätischen Kulissen. Das müsste doch irgendwann langweilig werden, sollte man meinen – aber ganz im Gegenteil. Mein schönstes Nepal-Erlebnis hatte ich sogar erst fast am Ende der Reise in Nagarkot bei Kathmandu. Und natürlich hatte es auch und wieder mit Bergen zu tun.

Als der Wecker klingelt, ist es stockdunkel. Schlaftrunken taumle ich hoch, werfe mir eine warme Decke über den Pyjama und begebe mich auf den Balkon meines Hotelzimmers. Jetzt heißt es warten.

Es ist saukalt, ich bin schlecht gelaunt und skeptisch: Was soll schon so Tolles an diesem angepriesenen Sonnenaufgang sein? Aber immerhin kann ich bei einer Pleite notfalls schnell wieder zurück ins Bett. Doch als sich dann der Horizont verfärbt und die rote Scheibe zu steigen beginnt, verschlägt es mir für die nächste Viertelstunde tatsächlich komplett den Atem.

Himalaya, soweit die Augen reichen. Eine endlose Zackenkette aus Sieben- und Achttausendern, ein wahrhafter Giganten-Gipfel tut sich vor mir auf. Beleuchtet von so überirdisch schönem Licht, dass ich vor Begeisterung fast das Fotografieren vergesse. Doch dieses Panorama-Ass muss unbedingt eingefangen werden, das glaubt mir sonst keiner. Wie die verschneiten Bergspitzen golden glänzen. Wie Eis und Firnis im Morgenlicht funkeln. Und wie die steigende Sonne stetig neue fantastische Bilder aus dieser ehrfurchtgebietenden Szenerie zaubert. Unfassbar!

Fee im Lianenwald (© Kitty Horns / Chamäleon)

Kitty Horns

Qualitätsmanagerin

Kitty Horns

Mein Uganda: Absolut entspanntes Affentheater.

Parc National des Volcans in Ruanda. Trekking zu den legendären Berggorillas. Maximal acht Leute pro Gruppe dürfen für eine Stunde am Tag jeweils eine der sieben an Menschen gewöhnten Gorilla-Familien besuchen; wo und wie weit entfernt sich diese vom zentralen Ablaufpunkt allerdings gerade aufhält, weiß vorher keiner ganz genau – es können zwei Stunden Marsch werden, aber auch fünf.

Vor die Begegnung mit der außergewöhnlichen Art haben die zentralafrikanischen Götter also zunächst viel Schweiß gesetzt. Der Weg ist steil und rutschig, die Luft dünn in 3.000 Meter Höhe. Wir tragen Handschuhe zum Schutz vor Stacheln und Dornen. Immer wieder muss ein Guide mit der Machete einen Pfad durch Gestrüpp und Lianen schlagen. Immer wieder helfen andere Begleiter, indem sie uns mal ziehen, mal stemmen, mal abstützen. Bald zittern allen die Beine, Hitze und Feuchtigkeit tun ihr übriges.

Doch dann vergessen wir schlagartig alle Strapazen: »Da sind sie«, flüstert der Ranger irgendwann und biegt vorsichtig ein paar Zweige zur Seite. Unverhofft, unglaublich nah und unheimlich groß hockt da ein umwerfender Silberrücken, der gerade inbrünstig gähnt und dabei miserable Zähne und eine schwarz-grüne Zunge zeigt. Dann taxiert mich das schwarze Muskelpaket und befindet mich für ungeeignet zum Spielen. Zum Glück! Der zweitgrößte Affenmann nimmt überhaupt keine Notiz von uns. Er frisst just eine Distel, wobei er geschickt die Stacheln wegknickt. Eine Gorilladame pflegt mit Hingabe ihre Fingernägel, während sich andere Frauen und Kinder in der Sonne aalen und am Boden wälzen. Absolut entspanntes Affentheater also. Für uns dagegen ein Augenblick mit langanhaltender Nachwirkung: Was für ein tolles Erlebnis!

Mein Uganda: Absolut entspanntes Affentheater.

Parc National des Volcans in Ruanda. Trekking zu den legendären Berggorillas. Maximal acht Leute pro Gruppe dürfen für eine Stunde am Tag jeweils eine der sieben an Menschen gewöhnten Gorilla-Familien besuchen; wo und wie weit entfernt sich diese vom zentralen Ablaufpunkt allerdings gerade aufhält, weiß vorher keiner ganz genau – es können zwei Stunden Marsch werden, aber auch fünf.

Vor die Begegnung mit der außergewöhnlichen Art haben die zentralafrikanischen Götter also zunächst viel Schweiß gesetzt. Der Weg ist steil und rutschig, die Luft dünn in 3.000 Meter Höhe. Wir tragen Handschuhe zum Schutz vor Stacheln und Dornen. Immer wieder muss ein Guide mit der Machete einen Pfad durch Gestrüpp und Lianen schlagen. Immer wieder helfen andere Begleiter, indem sie uns mal ziehen, mal stemmen, mal abstützen. Bald zittern allen die Beine, Hitze und Feuchtigkeit tun ihr übriges.

Doch dann vergessen wir schlagartig alle Strapazen: »Da sind sie«, flüstert der Ranger irgendwann und biegt vorsichtig ein paar Zweige zur Seite. Unverhofft, unglaublich nah und unheimlich groß hockt da ein umwerfender Silberrücken, der gerade inbrünstig gähnt und dabei miserable Zähne und eine schwarz-grüne Zunge zeigt. Dann taxiert mich das schwarze Muskelpaket und befindet mich für ungeeignet zum Spielen. Zum Glück! Der zweitgrößte Affenmann nimmt überhaupt keine Notiz von uns. Er frisst just eine Distel, wobei er geschickt die Stacheln wegknickt. Eine Gorilladame pflegt mit Hingabe ihre Fingernägel, während sich andere Frauen und Kinder in der Sonne aalen und am Boden wälzen. Absolut entspanntes Affentheater also. Für uns dagegen ein Augenblick mit langanhaltender Nachwirkung: Was für ein tolles Erlebnis!

Maja mit Chamäleon (© Maja Lamme / Chamäleon)

Maja Lamme

Produktmanagerin

Maja Lamme

Mein Galápagos: So nah war ich Tieren in freier Natur nie.

Der Galápagos-Archipel ist mein Naturerlebnis der Extraklasse. Jede dieser wahrhaft »verzauberten Inseln« betört mit eigenem Charakter, mit speziellen Farben, mit endemischer Fauna und Botanik. Am allermeisten hat mich fasziniert, dass sämtliche Tiere mangels natürlicher Feinde überhaupt keine Angst kennen. Manche Vögel sind mir direkt in die Linse geflattert, theoretisch hätte ich jeden am Gefieder zupfen können. So nah war ich Tieren in freier Natur nie.

Niemals vergessen werde ich die Balztänze: Wenn etwa die schwarzen Fregattvögel ihren blutroten Kehlsack vor den Weibchen aufplustern, sieht das aus wie ein riesiges pumpendes Herz. Oder wenn die tollpatschigen Blaufußtölpelmänner wechselweise ihre leuchtend blauen Füße vor die Schnäbel der Angebeteten halten, die Flügel seltsam verdrehen und beim Tanzen auch noch komische Geräusche von sich geben – unglaublich! 

Begeistert war ich auch vom Tiefseeschnorcheln vor Genovesa. Hier fällt die Küste steil ab in glasklares türkisblaues Wasser mit jeder Menge bunter Fische. Am tollsten aber waren die zutraulichen Seehunde. Sie kamen sofort auf uns zu, stupsten uns an, kitzelten mit ihren Barthaaren, schwammen neben uns her und zwischen unseren Beinen durch. Und dabei schauen sie Dich auch noch mit diesen niedlichen Kulleraugen an – fantastisch! Bei diesem Spiel habe ich nicht nur die Zeit, sondern auch meine Angst vor dem Wasser vollkommen verloren. Zurück an Bord hat der Guide erzählt, es seien einige Hammerhaie um die Gruppe gekreist – ich habe absolut nichts davon wahrgenommen. Ich war wie in Trance.

Mein Galápagos: So nah war ich Tieren in freier Natur nie.

Der Galápagos-Archipel ist mein Naturerlebnis der Extraklasse. Jede dieser wahrhaft »verzauberten Inseln« betört mit eigenem Charakter, mit speziellen Farben, mit endemischer Fauna und Botanik. Am allermeisten hat mich fasziniert, dass sämtliche Tiere mangels natürlicher Feinde überhaupt keine Angst kennen. Manche Vögel sind mir direkt in die Linse geflattert, theoretisch hätte ich jeden am Gefieder zupfen können. So nah war ich Tieren in freier Natur nie.

Niemals vergessen werde ich die Balztänze: Wenn etwa die schwarzen Fregattvögel ihren blutroten Kehlsack vor den Weibchen aufplustern, sieht das aus wie ein riesiges pumpendes Herz. Oder wenn die tollpatschigen Blaufußtölpelmänner wechselweise ihre leuchtend blauen Füße vor die Schnäbel der Angebeteten halten, die Flügel seltsam verdrehen und beim Tanzen auch noch komische Geräusche von sich geben – unglaublich! 

Begeistert war ich auch vom Tiefseeschnorcheln vor Genovesa. Hier fällt die Küste steil ab in glasklares türkisblaues Wasser mit jeder Menge bunter Fische. Am tollsten aber waren die zutraulichen Seehunde. Sie kamen sofort auf uns zu, stupsten uns an, kitzelten mit ihren Barthaaren, schwammen neben uns her und zwischen unseren Beinen durch. Und dabei schauen sie Dich auch noch mit diesen niedlichen Kulleraugen an – fantastisch! Bei diesem Spiel habe ich nicht nur die Zeit, sondern auch meine Angst vor dem Wasser vollkommen verloren. Zurück an Bord hat der Guide erzählt, es seien einige Hammerhaie um die Gruppe gekreist – ich habe absolut nichts davon wahrgenommen. Ich war wie in Trance.

Medea entspannt im Boot (© Chamäleon)

Medea Klemenz

Flugexpertin

Medea Klemenz

Mein Botswana: Sonnenuntergangs-Pirsch.

Wir sind auf Sonnenuntergangs-Pirsch im Norden Botswanas. Wie üblich zum Finale einer solchen Tour bauen die Ranger ein paar Tische auf, verabreichen Getränke und Snacks und erzählen von ihrem spannenden Alltag. Dabei geht es nicht nur um Elefanten und Hippos, woran man in Botswana unwillkürlich immer zuallererst denkt; nein – heute sind Wildhunde das Thema, eines der seltensten und faszinierendsten Säugetiere Afrikas.

Wir lauschen also den Geschichten von den Verrückten, die eigens dieser etwa fuchsgroßen Hunde mit den langen Beinen und den großen Ohren nach Afrika fliegen. Wir hören Erstaunliches über den sozialen Zusammenhalt dieser Tiere, die ausgesprochen liebevoll miteinander umgehen und beispielsweise verletzte Artgenossen nicht etwa verstoßen, sondern hingebungsvoll pflegen.

Und wir hören Grusliges über ihre Fähigkeiten als Hetzjäger, die jeden Löwen in puncto Strategie, Cleverness, aber auch Brutalität weit in den Schatten stellen.

Plötzlich knackt es im Gebüsch. Und dann sind sie da wie aus dem Nichts. Als hätten sie zugehört und sich gesagt: Denen zeigen wir es mal, indem wir uns zeigen. Acht bis neun Wildhunde stehen uns auf einen Schlag und nur ein paar Armlängen entfernt Auge in Auge gegenüber. Wie gelähmt die Zweibeiner, neugierig und keineswegs unfreundlich die Überraschungsgäste. Irgendwann erlischt ihr Interesse an den großen weißen Wesen, die als Beute eher nicht in Frage kommen. Sie ziehen ab, so lautlos, wie sie kamen. Unsere Spannung löst sich erst Minuten später. Und die Gänsehaut bin ich sogar erst nach einigen Tagen wieder losgeworden.

Mein Botswana: Sonnenuntergangs-Pirsch.

Wir sind auf Sonnenuntergangs-Pirsch im Norden Botswanas. Wie üblich zum Finale einer solchen Tour bauen die Ranger ein paar Tische auf, verabreichen Getränke und Snacks und erzählen von ihrem spannenden Alltag. Dabei geht es nicht nur um Elefanten und Hippos, woran man in Botswana unwillkürlich immer zuallererst denkt; nein – heute sind Wildhunde das Thema, eines der seltensten und faszinierendsten Säugetiere Afrikas.

Wir lauschen also den Geschichten von den Verrückten, die eigens dieser etwa fuchsgroßen Hunde mit den langen Beinen und den großen Ohren nach Afrika fliegen. Wir hören Erstaunliches über den sozialen Zusammenhalt dieser Tiere, die ausgesprochen liebevoll miteinander umgehen und beispielsweise verletzte Artgenossen nicht etwa verstoßen, sondern hingebungsvoll pflegen.

Und wir hören Grusliges über ihre Fähigkeiten als Hetzjäger, die jeden Löwen in puncto Strategie, Cleverness, aber auch Brutalität weit in den Schatten stellen.

Plötzlich knackt es im Gebüsch. Und dann sind sie da wie aus dem Nichts. Als hätten sie zugehört und sich gesagt: Denen zeigen wir es mal, indem wir uns zeigen. Acht bis neun Wildhunde stehen uns auf einen Schlag und nur ein paar Armlängen entfernt Auge in Auge gegenüber. Wie gelähmt die Zweibeiner, neugierig und keineswegs unfreundlich die Überraschungsgäste. Irgendwann erlischt ihr Interesse an den großen weißen Wesen, die als Beute eher nicht in Frage kommen. Sie ziehen ab, so lautlos, wie sie kamen. Unsere Spannung löst sich erst Minuten später. Und die Gänsehaut bin ich sogar erst nach einigen Tagen wieder losgeworden.

Nicole in Bolivien, Salar de Uyuni (© Nicole Dünow / Chamäleon)

Nicole Dünow

Produktmanagerin

Nicole Dünow

Das Salz der Erde.

Es gibt Grenzen, die sind keine. Unter Schmugglern heißen sie »grüne« Grenze, und wo dieser Begriff unfehlbar zutrifft, da geht es von Chile nach Bolivien. Wir hätten den einsamen Posten auch umfahren können, aber wer will schon in falschen Verdacht geraten? Ein desinteressierter Blick, eine gebrummte Zustimmung, ein Stempel in den Formalitäten und wir waren in Bolivien. Viktor, unser Guide, mein Freund, ich und der alte Jeep, der klappernd sein Bestes gab. Ich muss gestehen, dass dieser 3-Tage-Trip durch den Süden Boliviens eigentlich nicht geplant war, aber es gab nun mal keine andere Möglichkeit, von Chile aus direkter an die größte Salzpfanne der Erde zu kommen.

Die Fahrt wurde zu einer Reise durch Postkartenmotive. Schimmernde Lagunen, Vulkane, die ab und an ein Wölkchen ausspuckten, fauchende Geysire und Frauen in landestypischen Trachten, die in heißen Quellen ein Fußbad nahmen. Anhalten, fotografieren, einsteigen, anhalten, fotografieren. Es muss wohl hundertmal »nur noch ein« Foto gewesen sein. Viktor sprach unentwegt spanisch. Wir verstehen nichts. Wozu auch, diese fantastische Landschaft sagt alles. Dann unser Ziel: Salar de Uyuni, 10.000 Quadratmeter Salz im Sonnenaufgang. Dafür sind wir hier. Und Viktor erleichtert: »Dann könnt ihr jetzt fahren, immer den Anden entgegen«. Sprach’s und legte sich für ein Nickerchen auf den Rücksitz.

Das Salz der Erde.

Es gibt Grenzen, die sind keine. Unter Schmugglern heißen sie »grüne« Grenze, und wo dieser Begriff unfehlbar zutrifft, da geht es von Chile nach Bolivien. Wir hätten den einsamen Posten auch umfahren können, aber wer will schon in falschen Verdacht geraten? Ein desinteressierter Blick, eine gebrummte Zustimmung, ein Stempel in den Formalitäten und wir waren in Bolivien. Viktor, unser Guide, mein Freund, ich und der alte Jeep, der klappernd sein Bestes gab. Ich muss gestehen, dass dieser 3-Tage-Trip durch den Süden Boliviens eigentlich nicht geplant war, aber es gab nun mal keine andere Möglichkeit, von Chile aus direkter an die größte Salzpfanne der Erde zu kommen.

Die Fahrt wurde zu einer Reise durch Postkartenmotive. Schimmernde Lagunen, Vulkane, die ab und an ein Wölkchen ausspuckten, fauchende Geysire und Frauen in landestypischen Trachten, die in heißen Quellen ein Fußbad nahmen. Anhalten, fotografieren, einsteigen, anhalten, fotografieren. Es muss wohl hundertmal »nur noch ein« Foto gewesen sein. Viktor sprach unentwegt spanisch. Wir verstehen nichts. Wozu auch, diese fantastische Landschaft sagt alles. Dann unser Ziel: Salar de Uyuni, 10.000 Quadratmeter Salz im Sonnenaufgang. Dafür sind wir hier. Und Viktor erleichtert: »Dann könnt ihr jetzt fahren, immer den Anden entgegen«. Sprach’s und legte sich für ein Nickerchen auf den Rücksitz.

Oliver am Wasser (© Chamäleon)

Oliver Durstewitz

Flugexperte

Oliver Durstewitz

Mein Neuseeland: Hang zum Abenteuer.

Ich habe Angst. Im Augenblick der Wahrheit ist mir jeglicher Frohsinn abhanden gekommen. Zur Salzsäule verkrampft blockiert der Kopf den lächerlichen Schritt nach vorn, weg von der winzigen Plattform. Aufmunternd feuern mich Freunde an. Beruhigend reden mir die Jungs von der Crew zu. Vergeblich: Ich nehme nichts davon wahr. Ich starre in die Tiefe. 43 Meter Nichts. Und dann ein unheimliches blaugrüngraues Gesprudel. Zum Greifen nah und doch so schrecklich weit entfernt.

Die alte Brücke über den Kawarau-River ist Kult. Genau hier sprang 1988 A. J. Hackett zum ersten Mal mit einem Seil um die Fußknöchel in die Tiefe – der Papst aller Bungee-Freaks. Aus seinem wagemutigen Hobby ist mittlerweile ein exquisit organisiertes und höchst profitables Business geworden. Im Dreiminutentakt stürzen sich die Verrückten aller Länder von der Brücke in die wildromantische Schlucht – ein schöneres Plätzchen für Bungee-Jumping kann es kaum geben.

Von vier Besucherterrassen können Zuschauer die Magie von Ort und Sprung aus unterschiedlichen Perspektiven und fast hautnah erleben – psychologisch raffiniert, denn selbst Leute, die niemals für viel Geld am Ende eines dicken Gummiseils herum zappeln wollten, entdecken hier urplötzlich einen unbezähmbaren Hang zum Abenteuer.

Ich schließe die Augen. Breite die Arme aus. Kippe nach vorn ab. Und schrei mir die Furcht aus dem Leib. Im freien Fall rase ich auf den Fluss zu. Schon glaube ich einzutauchen, da wird die Bewegung abrupt gestoppt, und jetzt schieße ich wie eine Rakete gen Himmel. Wieder geht es retour, runter und rauf, wieder und wieder. Nach 15 Sekunden komme ich zur Ruhe. Wie ein Fisch an der Angel pendle ich friedlich ein paar Meter über dem Wasser. Ein Boot löst sich vom Ufer. Ich ergreife eine lange Stange, werde langsam eingeholt und von zwei Leuten behutsam auf dem Boden abgelegt. Es ist vorbei. Ich strahle. Diesen Moment werde ich niemals vergessen.

Mein Neuseeland: Hang zum Abenteuer.

Ich habe Angst. Im Augenblick der Wahrheit ist mir jeglicher Frohsinn abhanden gekommen. Zur Salzsäule verkrampft blockiert der Kopf den lächerlichen Schritt nach vorn, weg von der winzigen Plattform. Aufmunternd feuern mich Freunde an. Beruhigend reden mir die Jungs von der Crew zu. Vergeblich: Ich nehme nichts davon wahr. Ich starre in die Tiefe. 43 Meter Nichts. Und dann ein unheimliches blaugrüngraues Gesprudel. Zum Greifen nah und doch so schrecklich weit entfernt.

Die alte Brücke über den Kawarau-River ist Kult. Genau hier sprang 1988 A. J. Hackett zum ersten Mal mit einem Seil um die Fußknöchel in die Tiefe – der Papst aller Bungee-Freaks. Aus seinem wagemutigen Hobby ist mittlerweile ein exquisit organisiertes und höchst profitables Business geworden. Im Dreiminutentakt stürzen sich die Verrückten aller Länder von der Brücke in die wildromantische Schlucht – ein schöneres Plätzchen für Bungee-Jumping kann es kaum geben.

Von vier Besucherterrassen können Zuschauer die Magie von Ort und Sprung aus unterschiedlichen Perspektiven und fast hautnah erleben – psychologisch raffiniert, denn selbst Leute, die niemals für viel Geld am Ende eines dicken Gummiseils herum zappeln wollten, entdecken hier urplötzlich einen unbezähmbaren Hang zum Abenteuer.

Ich schließe die Augen. Breite die Arme aus. Kippe nach vorn ab. Und schrei mir die Furcht aus dem Leib. Im freien Fall rase ich auf den Fluss zu. Schon glaube ich einzutauchen, da wird die Bewegung abrupt gestoppt, und jetzt schieße ich wie eine Rakete gen Himmel. Wieder geht es retour, runter und rauf, wieder und wieder. Nach 15 Sekunden komme ich zur Ruhe. Wie ein Fisch an der Angel pendle ich friedlich ein paar Meter über dem Wasser. Ein Boot löst sich vom Ufer. Ich ergreife eine lange Stange, werde langsam eingeholt und von zwei Leuten behutsam auf dem Boden abgelegt. Es ist vorbei. Ich strahle. Diesen Moment werde ich niemals vergessen.

Peter staunend auf Safari (© Chamäleon)

Peter Hofmann

Flugexperte

Peter Hofmann

Mein Namibia: Eine surreale Morgenshow.

Normalerweise ist der Weg hier nicht das Ziel. Zu den Dünen von Sossusvlei kann es keine zwei Meinungen geben – sie sind und bleiben Namibias mit Abstand spektakulärste Naturkulisse. An diesem Morgen aber bekommen sie ernsthaft Konkurrenz, denn bereits lange vorher geht mir das Herz ganz weit auf.

Schon kurz hinter dem Eingang zum Namib-Naukluft-Nationalpark wachsen links und rechts erste imposante Sandberge aus dem Boden der ältesten Wüste der Welt. Bald darauf stehen gewaltige Linear-, Sichel- und Sterndünen förmlich Spalier, von Baumeister Wind aus filigranem Stoff aufgetürmt zu märchenhaften Gebilden. Eine surreale Morgenshow, in der auch die tief stehende Sonne eine Hauptrolle spielt: Sie sorgt für gestochen scharfe Bilder und brillante Farben.

Nicht zu vergessen die schweren schwarzen Schatten, die wie urzeitliche Monster hinter den elegant geschwungenen Dünenkämmen hocken.

In dieser imposanten Kulisse posieren die Skelette toter Bäume fotogen vor aprikotfarbenem Sand und tiefblauem Himmel. Zieht ein bunter Heißluftballon seine exklusiven Kreise und ein dürrer Schabrackenschakal seinen einsamen Weg. Und nicht zuletzt haben ergiebige Regenfälle das Leben in der Wüste geradezu explodieren lassen - ein faszinierendes Phänomen. Saftig hellgrüne Grasbüschel, knallgelber Morgenstern und die weißen Blüten des Stechapfels kontrastieren prächtig mit den rötlich leuchtenden Mega-Dünen. Käfer, Ameisen und Libellen tummeln sich am Boden, selbst ein paar Vögel haben sich eingefunden – alles in allem ein Schauspiel par excellence in einem Theater der Superlative.

Mein Namibia: Eine surreale Morgenshow.

Normalerweise ist der Weg hier nicht das Ziel. Zu den Dünen von Sossusvlei kann es keine zwei Meinungen geben – sie sind und bleiben Namibias mit Abstand spektakulärste Naturkulisse. An diesem Morgen aber bekommen sie ernsthaft Konkurrenz, denn bereits lange vorher geht mir das Herz ganz weit auf.

Schon kurz hinter dem Eingang zum Namib-Naukluft-Nationalpark wachsen links und rechts erste imposante Sandberge aus dem Boden der ältesten Wüste der Welt. Bald darauf stehen gewaltige Linear-, Sichel- und Sterndünen förmlich Spalier, von Baumeister Wind aus filigranem Stoff aufgetürmt zu märchenhaften Gebilden. Eine surreale Morgenshow, in der auch die tief stehende Sonne eine Hauptrolle spielt: Sie sorgt für gestochen scharfe Bilder und brillante Farben.

Nicht zu vergessen die schweren schwarzen Schatten, die wie urzeitliche Monster hinter den elegant geschwungenen Dünenkämmen hocken.

In dieser imposanten Kulisse posieren die Skelette toter Bäume fotogen vor aprikotfarbenem Sand und tiefblauem Himmel. Zieht ein bunter Heißluftballon seine exklusiven Kreise und ein dürrer Schabrackenschakal seinen einsamen Weg. Und nicht zuletzt haben ergiebige Regenfälle das Leben in der Wüste geradezu explodieren lassen - ein faszinierendes Phänomen. Saftig hellgrüne Grasbüschel, knallgelber Morgenstern und die weißen Blüten des Stechapfels kontrastieren prächtig mit den rötlich leuchtenden Mega-Dünen. Käfer, Ameisen und Libellen tummeln sich am Boden, selbst ein paar Vögel haben sich eingefunden – alles in allem ein Schauspiel par excellence in einem Theater der Superlative.

Ralf mit Ausblick auf die Ebene (© Chamäleon)

Ralf Schulze

Grafiker

Ralf Schulze

Mein Südafrika: Angekommen.

Er nimmt nicht jeden als Gast, hatten wir gehört, er schickt auch Leute weg. Ein bisschen Herzklopfen also, als wir ans Tor des Oulap-Gästehauses klopfen. Doch die Sorge ist nicht nur unbegründet; Jans Rautenbach entpuppt sich als der wohl außergewöhnlichste Gastgeber, dem ich je auf Reisen begegnet bin. Im Haus falle ich fast um: Es ist knallvoll mit Kunst. Gemälde. Grafiken. Fotografien. Kostbare Bücher. Alles echt. Alles zum Anfassen. Und: Ich habe das Gefühl, an einem Ort gelandet zu sein, den ich schon lange kenne – angekommen.

Jans Rautenbach ist nicht irgendwer in Südafrika. Er war Drehbuchautor, Regisseur und Politiker. Sein Ruf reicht weit über die Kulturszene hinaus, von Mandela wurde er ausgezeichnet für sein konsequentes Antiapartheid-Engagement. Womit der Großvatertyp im Ruhestand seine internationalen Logier-Gäste aber vor allem begeistert, ist seine Fähigkeit zur Moderation zwischen Menschen unterschiedlicher Welten und Kulturen.

Dinner unter einem riesigen expressionistischen Abendmahl-Gemälde. Der Tisch mit den Ausmaßen einer Rittertafel ist beladen mit exotischen Speisen, die Jans Frau Almeri mit Leidenschaft kocht. Wir reden über Gott und die Welt. Politik. Kultur. Kunst. Unsere Heimatländer. Südafrika. Jans ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und feinfühliger Conferencier. Von jedem seiner Gäste greift er Gesprächsfäden auf, spinnt diese weiter, knüpft Querverbindungen und vermittelt so jedem Einzelnen das tolle Gefühl, willkommen und wichtig zu sein. Ein wahrer Großmeister der Kommunikation. Ein echter Magier des Gedankentransfers. Ein begeisterter Botschafter seines Landes. Ein fantastischer Gastgeber nicht zuletzt. Sie hätten sich gefühlt wie zwei kleine Kinder, die nach Hause gekommen sind, haben zwei englische Ladies ins Gästebuch geschrieben. Stimmt haargenau! Mir ist auf Oulap das Herz sperrangelweit aufgegangen.

Mein Südafrika: Angekommen.

Er nimmt nicht jeden als Gast, hatten wir gehört, er schickt auch Leute weg. Ein bisschen Herzklopfen also, als wir ans Tor des Oulap-Gästehauses klopfen. Doch die Sorge ist nicht nur unbegründet; Jans Rautenbach entpuppt sich als der wohl außergewöhnlichste Gastgeber, dem ich je auf Reisen begegnet bin. Im Haus falle ich fast um: Es ist knallvoll mit Kunst. Gemälde. Grafiken. Fotografien. Kostbare Bücher. Alles echt. Alles zum Anfassen. Und: Ich habe das Gefühl, an einem Ort gelandet zu sein, den ich schon lange kenne – angekommen.

Jans Rautenbach ist nicht irgendwer in Südafrika. Er war Drehbuchautor, Regisseur und Politiker. Sein Ruf reicht weit über die Kulturszene hinaus, von Mandela wurde er ausgezeichnet für sein konsequentes Antiapartheid-Engagement. Womit der Großvatertyp im Ruhestand seine internationalen Logier-Gäste aber vor allem begeistert, ist seine Fähigkeit zur Moderation zwischen Menschen unterschiedlicher Welten und Kulturen.

Dinner unter einem riesigen expressionistischen Abendmahl-Gemälde. Der Tisch mit den Ausmaßen einer Rittertafel ist beladen mit exotischen Speisen, die Jans Frau Almeri mit Leidenschaft kocht. Wir reden über Gott und die Welt. Politik. Kultur. Kunst. Unsere Heimatländer. Südafrika. Jans ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und feinfühliger Conferencier. Von jedem seiner Gäste greift er Gesprächsfäden auf, spinnt diese weiter, knüpft Querverbindungen und vermittelt so jedem Einzelnen das tolle Gefühl, willkommen und wichtig zu sein. Ein wahrer Großmeister der Kommunikation. Ein echter Magier des Gedankentransfers. Ein begeisterter Botschafter seines Landes. Ein fantastischer Gastgeber nicht zuletzt. Sie hätten sich gefühlt wie zwei kleine Kinder, die nach Hause gekommen sind, haben zwei englische Ladies ins Gästebuch geschrieben. Stimmt haargenau! Mir ist auf Oulap das Herz sperrangelweit aufgegangen.

Susanne umringt von neugierigen Kindern (© Susanne Schulz / Chamäleon)

Susanne Schulz

Erlebnisberaterin

Susanne Schulz

Mein Südafrika: Helikopter-Rundflug.

Freie Zeit in Kapstadt und die Qual der Wahl. Machen wir eine Hafenrundfahrt? Einen Abstecher nach Robben Island? Oder sehen wir uns die ganze Pracht aus Stadt und Landschaft gepflegt aus der Vogelperspektive an? Letzteres verlockt am meisten und so gönnen wir uns einen halbstündigen Helikopter-Rundflug. Über Kapstadt und den Tafelberg. Über die Kaphalbinsel und die Bay. Und über die fantastische Küste, an der so viele Werbespots gedreht werden. Allein das ist schon grandios genug.

Für einen zusätzlichen Kick sorgt der Pilot: Er habe heute früh einen Weißen Hai gesehen, erzählt er zu Beginn. Doch weil ich wie berauscht bin von all den fabelhaften Bildern, hab ich das inzwischen längst vergessen. Erst als wir einen langen Strand mit bunten Badehäuschen überfliegen, erinnert er uns wieder: »Jetzt müsst ihr Ausschau halten!« Wie ich denn einen Weißen Hai erkenne, möchte ich wissen. Er schmunzelt: »Er hält sich immer in der Nähe der Surfer auf.«

Ich fühle mich veralbert, doch bald darauf grinst der Mann und zeigt nach unten: »Da!« Ich gucke raus und tatsächlich: Unter mir bewegt sich ein großer dunkelgrauer Schatten im Wasser.

Ich schreie. Blitzschnell ruft mein Kopf all die blutrünstigen Klischees aus Gruselfilmen und Horrormeldungen ab, in denen dieses Tier zum menschenmordenden Killer-Monstrum dämonisiert worden ist. Das ist albern und absurd – immerhin sterben jedes Jahr sehr viel mehr Menschen durch Kokosnüsse als durch Weiße Haie –, doch mein Adrenalin blockiert in diesem Moment jegliche nüchterne Sicht auf die Dinge. Was mich vor allem schockiert, ist die Größe des Tieres. Während die Surfer wie Liliput aussehen, erreicht der Hai locker vier – bis fünffaches Format. Ein riesiger Körper, der unter der Oberfläche langsam und schlängelnd vor sich hin kreist. Und obwohl er nicht auf Krawall gebürstet zu sein scheint – dieser Moment hat sich tief bei mir eingebrannt. Was für ein Thriller!

Mein Südafrika: Helikopter-Rundflug.

Freie Zeit in Kapstadt und die Qual der Wahl. Machen wir eine Hafenrundfahrt? Einen Abstecher nach Robben Island? Oder sehen wir uns die ganze Pracht aus Stadt und Landschaft gepflegt aus der Vogelperspektive an? Letzteres verlockt am meisten und so gönnen wir uns einen halbstündigen Helikopter-Rundflug. Über Kapstadt und den Tafelberg. Über die Kaphalbinsel und die Bay. Und über die fantastische Küste, an der so viele Werbespots gedreht werden. Allein das ist schon grandios genug.

Für einen zusätzlichen Kick sorgt der Pilot: Er habe heute früh einen Weißen Hai gesehen, erzählt er zu Beginn. Doch weil ich wie berauscht bin von all den fabelhaften Bildern, hab ich das inzwischen längst vergessen. Erst als wir einen langen Strand mit bunten Badehäuschen überfliegen, erinnert er uns wieder: »Jetzt müsst ihr Ausschau halten!« Wie ich denn einen Weißen Hai erkenne, möchte ich wissen. Er schmunzelt: »Er hält sich immer in der Nähe der Surfer auf.«

Ich fühle mich veralbert, doch bald darauf grinst der Mann und zeigt nach unten: »Da!« Ich gucke raus und tatsächlich: Unter mir bewegt sich ein großer dunkelgrauer Schatten im Wasser.

Ich schreie. Blitzschnell ruft mein Kopf all die blutrünstigen Klischees aus Gruselfilmen und Horrormeldungen ab, in denen dieses Tier zum menschenmordenden Killer-Monstrum dämonisiert worden ist. Das ist albern und absurd – immerhin sterben jedes Jahr sehr viel mehr Menschen durch Kokosnüsse als durch Weiße Haie –, doch mein Adrenalin blockiert in diesem Moment jegliche nüchterne Sicht auf die Dinge. Was mich vor allem schockiert, ist die Größe des Tieres. Während die Surfer wie Liliput aussehen, erreicht der Hai locker vier – bis fünffaches Format. Ein riesiger Körper, der unter der Oberfläche langsam und schlängelnd vor sich hin kreist. Und obwohl er nicht auf Krawall gebürstet zu sein scheint – dieser Moment hat sich tief bei mir eingebrannt. Was für ein Thriller!

Yvonne glücklich im Fels (© Chamäleon)

Yvonne Vogelgesang

Buchhalterin

Yvonne Vogelgesang

Mein Jordanien: Reisetraum-Wunschliste.

Ich liebe Ruinenstädte. Ob Tikal oder Chichén Itzá, ob Machu Picchu oder Angkor Wat, was mich immer wieder begeistert, sind solche grandiosen Zeugnisse der Weltkultur. Auf meiner Reisetraum-Wunschliste steht folgerichtig auch Jordanien ziemlich weit oben. Ein vergleichsweise kleines Land, aber was für ein Füllhorn an Historie und entsprechenden Hinterlassenschaften! Eine erstklassig erhaltene römische Stadt. Frühchristliche Kirchen mit einzigartigen Mosaiken. Trutzige Kreuzritterburgen. Geheimnisvolle Wüstenschlösser. Und als Krönung vom Ganzen natürlich – Petra.

Was habe ich inzwischen nicht alles gesehen und gelesen über diese weltberühmte Metropole. Wie oft schon bin ich in Gedanken durch die Felsenschlucht spaziert, die an manchen Stellen so eng ist, dass der Himmel zum Flecken schrumpft. Mehr als einmal habe ich mir vorgestellt, dann völlig unvermittelt vor dem »Schatzhaus des Pharao« zu stehen, Petras prächtigster Gräberfassade gleich zu Beginn.

Immer wieder begeistern mich Bilder über die Monumentalfassaden der so genannten Königswand oder das Kloster, mit 40 mal 50 Metern das größte aller dieser antiken Wunderwerke. Wie alles andere in Petra übrigens aus einem einzigen Stück Sandstein ausgehauen, wofür Steinmetze und Skulpteure je nach Größe und Bedeutung des Bauwerks schon mal 20 bis 30 Jahre brauchten.

»Sarkophag einer uralten Zivilisation« hat man dieses Weltwunder genannt oder auch »rosarote Stadt, halb so alt wie die Zeit«. Einzigartig ist Petra jedenfalls durch die fantastische Kombination aus antiker Monumentalkunst und umwerfender Gebirgslandschaft. Plus diese unglaublichen Formen, Farben, Strukturen und Muster des Steins. Manchmal leuchtet er sonnengelb, mal rostrot, dann wieder violett, und mitunter erwecken Wellenlinien den Eindruck von Marmor.  Kein Wunder, dass gemusterte Steine oder bunter Sand in Flaschen zu den beliebtesten Petra-Souvenirs gehören. Bald auch für mich. Ich kann’s kaum erwarten.

Mein Jordanien: Reisetraum-Wunschliste.

Ich liebe Ruinenstädte. Ob Tikal oder Chichén Itzá, ob Machu Picchu oder Angkor Wat, was mich immer wieder begeistert, sind solche grandiosen Zeugnisse der Weltkultur. Auf meiner Reisetraum-Wunschliste steht folgerichtig auch Jordanien ziemlich weit oben. Ein vergleichsweise kleines Land, aber was für ein Füllhorn an Historie und entsprechenden Hinterlassenschaften! Eine erstklassig erhaltene römische Stadt. Frühchristliche Kirchen mit einzigartigen Mosaiken. Trutzige Kreuzritterburgen. Geheimnisvolle Wüstenschlösser. Und als Krönung vom Ganzen natürlich – Petra.

Was habe ich inzwischen nicht alles gesehen und gelesen über diese weltberühmte Metropole. Wie oft schon bin ich in Gedanken durch die Felsenschlucht spaziert, die an manchen Stellen so eng ist, dass der Himmel zum Flecken schrumpft. Mehr als einmal habe ich mir vorgestellt, dann völlig unvermittelt vor dem »Schatzhaus des Pharao« zu stehen, Petras prächtigster Gräberfassade gleich zu Beginn.

Immer wieder begeistern mich Bilder über die Monumentalfassaden der so genannten Königswand oder das Kloster, mit 40 mal 50 Metern das größte aller dieser antiken Wunderwerke. Wie alles andere in Petra übrigens aus einem einzigen Stück Sandstein ausgehauen, wofür Steinmetze und Skulpteure je nach Größe und Bedeutung des Bauwerks schon mal 20 bis 30 Jahre brauchten.

»Sarkophag einer uralten Zivilisation« hat man dieses Weltwunder genannt oder auch »rosarote Stadt, halb so alt wie die Zeit«. Einzigartig ist Petra jedenfalls durch die fantastische Kombination aus antiker Monumentalkunst und umwerfender Gebirgslandschaft. Plus diese unglaublichen Formen, Farben, Strukturen und Muster des Steins. Manchmal leuchtet er sonnengelb, mal rostrot, dann wieder violett, und mitunter erwecken Wellenlinien den Eindruck von Marmor.  Kein Wunder, dass gemusterte Steine oder bunter Sand in Flaschen zu den beliebtesten Petra-Souvenirs gehören. Bald auch für mich. Ich kann’s kaum erwarten.

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