Von Deutschland aus starten Sie via Brüssel und Kigali nach Entebbe 1, wo im The Boma Hotel schon die Zimmer für eine afrikanisch angehauchte Nacht hergerichtet sind. Frühstück mit Gartenblick kommt in Uganda nicht so häufig vor, aber losreißen müssen Sie sich dennoch: Eine Erlebnistour durch die Hauptstadt Kampala 2 wartet. Vor ihrer Gründung war das Stadtgebiet ein Refugium der Impala-Antilopen des Königs von Buganda, doch davon ist nur der Name (Kampala = Hügel der Antilopen) geblieben. Wir suchen, was sich in den 100 Jahren danach getan hat: den königlichen Lubiri-Palast, die Kathedralen und Tempel der multikulturellen Gesellschaft, die Gaddafi-Nationalmoschee und ganz aktuell die Social Innovation Academy. Unter deutscher Projektleitung brüten Schüler ungewöhnliche Ideen aus und tüfteln an Erfindungen, die eines Tages für was auch immer gut sein könnten. Häuser aus Plastikflaschen und Bodenbeläge aus Eierschalen zeigen, wie sehr es sich lohnt, das Unmögliche zu denken. Zum Finale eine traumhafte Aussicht. Die von der Cassia Lodge hoch über Kampala und die auf morgen bei den Schutzengeln der letzten Breitmaulnashörner.

Trekking zur Gorillafamilie Hirwa (© Mathias Conze, Macopi / Chamäleon)
Eine völlig sinnlose Jagd auf die Hörner des Breitmaulnashorns hat die Kolosse in freier Wildbahn aussterben lassen. Die 1997 gegründete Organisation Ziwa Rhino Sanctuary hat sich zur Aufgabe gemacht, mit den letzten Exemplaren eine neue Population aufzubauen. Die Ranger im Ziwa-Schutzgebiet 3 zeigen uns, wie es mit ihrer Arbeit gelingt, die Rhinos in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückzubringen. Wo sich im Murchison-Falls-Nationalpark der gestern noch zahme Nil geräuschvoll schäumend durch enge Felsschluchten quirlt, haben wir Ihnen in der Paara River Lodge einen Logenplatz für die Nacht reserviert.
Rothschildgiraffe (© Wolfgang Patczowsky / Chamäleon)
450 verschiedene Vogelarten singen Ihnen ein Morgenständchen. Aber im Laufe des Tages kommt noch einiges hinzu: Rothschildgiraffen, Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und insbesondere die Uganda-Kuhantilope sind im Murchison-Falls-Nationalpark 4 zu Hause. Im Geländewagen mit Hubdach folgen wir ihren Fährten und wechseln am Nachmittag ins Boot zu einer dreistündigen Wassersafari auf dem Victoria-Nil, begleitet von den misstrauischen Blicken derer, die hier das Hausrecht haben: Flusspferde und Krokodile.
Colobus Affe (© Dieter Gerhards / Chamäleon)
So ein Tag. Mit schön vertauschten Rollen, denn statt selbst auf Entdeckungsreise zu gehen, lassen wir die Reize zauberhafter Regionen an Ihnen vorbeiziehen. Der romantische Albertsee, wo der Kultfilm »African Queen« gedreht wurde, und endlose Plantagenlandschaften im Wechsel mit tropischen Regenwäldern, wo der seltene Rote Colobus und Vollbartmeerkatzen das Hausrecht für sich beanspruchen. In der Nähe von Fort Portal 5, zwischen einem Papyruswald und dem Ruwenzori-Gebirge, liegt schließlich Kluges Gästefarm. Dort ist die Sauna bereits geheizt und der Pool gekühlt für eine entspannte Zeit der Vorbereitung auf ein Abendessen mit guten Zutaten aus dem hauseigenen Garten.
Hier haben Elefanten Vorfahrt (© Dieter Gerhards / Chamäleon)
Grün sind die großen Regenwaldgebiete nur äußerlich. Innen regiert ein buntes Durcheinander. Epiphyten sagt der Botaniker dazu. Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen. Kraut und Rüben. Zur Freude der Tierwelt, wovon allein 13 Primatenarten den Kibale-Nationalpark 6 unsicher machen. Und wer seine Verwandten besuchen möchte, geht mit auf ein optionales Schimpansentrekking. Rotschwanz-Meerkatzen, Mantelaffen, Rote Stummelaffen und Waldelefanten sind sozusagen der Beifang. Nur Brüllaffen gibt’s keine, dafür die A-cappella-Arien von 325 registrierten Vogelarten in der paradiesischen Sumpflandschaft des Bigodi Wetland Reserve.
Drohgebärden (© Sonja Rohringer / Chamäleon)
Weiter geht’s. Schnurstracks über den Äquator in den Queen-Elizabeth-Nationalpark 7 8, der mit seiner sagenhaften Tier- und Pflanzenwelt von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt wird. Schon vom Riesenwaldschwein gehört? Macht nichts. Kronenkraniche, Schuhschnäbel, Topis, Malachit-Eisvögel und Nilpferde wissen ja auch nicht, wer Sie sind. Andererseits – was spricht dagegen, sich kennenzulernen? Eine ausgiebige Bootstour auf dem Kazinga-Kanal bringt Sie noch 100 weiteren Säugetierarten und 600 verschiedenen Vogelarten näher. Und weil Sie sicher noch nicht genug bekommen haben, gehen Sie am nächsten Tag auf Pirschfahrt. Und sollte sich partout kein Elefant gezeigt haben, gibt es immer noch eine zweite Chance. Beim Abendessen von der majestätisch gelegenen Kingfisher Lodge Kichwamba aus.
Bunyonyi-See (© Chamäleon)
Wie lebt es sich in der afrikanischen Kleinstadt, was wird gegessen, wenn Pommes rot-weiß etliche Flugstunden weit weg sind, und was trinken die Einheimischen an der Bar, sofern es im Dorf eine gibt? Alle Antworten finden Sie in Bushenyi 9 beim ungestellten afrikanischen Alltag zum Mitmachen. Sehen Sie genau hin, wie das ugandische Nationalgericht Matoke zubereitet wird. Kochbananen heißen die bei uns, aber in Afrika schmeckt ohnehin alles anders. Und was die Bar betrifft, muss hier keiner auf ein selbstgebrautes Bier verzichten, und wenn Sie noch Tipps auf Lager haben, wie man ein Alt, ein Kölsch, ein Export oder Pils hinbekommt, wird das mit einem dankbaren Lächeln quittiert.
Berggorilla-Familie (© Anita Ratzinger / Chamäleon)
Vom Birdnest@Bunyonyi Resort, wo der Naturpool in die Lagune übergeht und farbenprächtige Vögel vom Frühstückstisch die Krümel stibitzen, ist es nicht weit nach Ruanda. Lassen Sie es langsam angehen. Der Vormittag gehört ganz Ihnen. Baden im Bunyonyi-See 10, mit einem Boot die Uferzone entlangschippern oder am Pool liegen – auch das kann Action genug sein. Aber dann reicht es mit der Trägheit, sonst verpassen Sie das Beste, denn das La Palme Hotel in Ruhengeri ist unser Ausgangspunkt für ein furioses Finale im Parc National des Volcans. Tolle Ausblicke auf 4.000 Meter hohe Vulkane weisen uns den Weg nach Ruanda.
Aufmerksamer Blick (© Monika Wagenbreth / Chamäleon)
Wir sind im Herzen Afrikas angekommen. Mehr als 50 Prozent der gesamten Weltpopulation an Berggorillas leben im Parc National des Volcans 11 12, und zwei Tage lang werden wir versuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Die Wanderungen durch das dichte Unterholz sind kein Spaziergang, weshalb wir dieses Erlebnis optional mit einem Englisch sprechenden Reiseführer anbieten. Pro Tag werden maximal acht Personen an eine der insgesamt sieben an Menschen gewöhnten Gorillafamilien herangeführt. Eine Garantie, dass die Tiere uns sehen wollen, gibt es nicht, aber Ihr Ranger kann Fährten lesen, und das macht ein Erfolgserlebnis sehr wahrscheinlich. Wem die Kletterpartie durch das Unterholz zu waghalsig erscheint, dem reichen Wanderschuhe für zwei optionale Ausflüge: zu den seltenen Goldmeerkatzen, die ausschließlich im Gebiet der Virunga-Vulkane leben, oder eine Huldigung an die Verhaltensforscherin Dian Fossey, die ihr Leben dem Schutz der Berggorillas widmete und hier die letzte Ruhe gefunden hat.
Bananenpflanzen (© Anita Ratzinger / Chamäleon)

Das Hotel Paradis Malahide mit dem tollen Garten direkt am Kivu-See macht seinem Namen alle Ehre. Ein letztes Hallo beim Besuch der Fischergemeinde ist gleichzeitig der Abschiedsgruß. Eine Erkundungstour in der Hauptstadt Kigali 13 mit Besuch des Kunstmarktes geht noch. Und für ein kurzes Gedenken an den Völkermord 1994 in Ruanda ist auch Zeit, im Hôtel des Mille Collines, das 1.000 Menschen Zuflucht bot. Start am Abend in Kigali via Nairobi und Brüssel nach Hause 14, wo Sie jetzt Zeit genug haben, um Ihren Stammbaum auf die vermuteten Wurzeln hin zu überprüfen.

Noch mehr Gänsehaut

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