Es gibt Grund genug, sich schon im Flieger 1 via Johannesburg nach Victoria Falls auf einen Katapultstart in Ihre namibischen Abenteuer zu freuen. Wie stets im Leben haben Sie zwei Möglichkeiten zur Wahl. Lassen Sie einfach Ihr Erlebnistemperament entscheiden: Sonnenverwöhnte Mußestunden am palmenbewachten Traumpool der zauberhaften Ilala Lodge, das wäre sozusagen ein liegender Start. Oder Himmel und Hölle auf einmal bei einem optionalen Rundflug über das dramatische Naturschauspiel der Victoriafälle 2, das würde man einen fliegenden Start nennen.
Dünenbesteigung (© Peter Pack, Pack Safari / Chamäleon)
Egal für welche Version Sie sich entschieden haben – oder sind es womöglich beide? –, Hauptsache, Sie sind fit für eine Wanderung, die den Blutdruck erhöht: durch das Dickicht des Regenwaldes schrittweise dem Getöse der Victoriafälle 3 entgegen. 10.000.000 Liter Wasser lässt der Sambesi mit entsprechender Begleitmusik in die Tiefe rauschen. Pro Sekunde, wohlgemerkt. Danach sind Sie reif für die Insel, und die finden wir im Vierländereck, wo Chobe 4 und Sambesi zusammenfließen. Hier stehen auf der Insel Impalila unsere Luxuszelte der Ichingo Chobe River Lodge. Das Boot, das uns gebracht hat, schiebt sich dann Stunde um Stunde weiter durch die offene Flusslandschaft, teilt lautlos dichtes Schilf und Teppiche aus pfannkuchengroßen Seerosenblättern, das Lieblingsgemüse der Flusspferde. Krokodile und Antilopen warten geduldig auf den Einbruch der Dunkelheit, Letztere, um den Durst, die anderen, um den Hunger zu stillen.
Pelikanportrait (© André Hensel / Chamäleon)
Die letzte Zählung im Chobe-Nationalpark 5 ergab 120.000 Elefanten, dazu die üblichen Mitreisenden: Kudus, Antilopen, Büffel, Sitatungas, Spießböcke und Löwen, die wie wir im Schutz der Vegetation unterwegs sind oder faul wie Hinkelsteine im Gras liegen. Am Nachmittag wandelt sich das Bild, dann ist es mit der Ruhe vorbei, weil viele Tiere zum Baden oder Trinken an den Chobe kommen. Wir wechseln vorsichtig den Schauplatz, um an einem einzigartigen Ort zu verfolgen, wer wann den letzten Schluck nimmt: auf der Uferterrasse des Nambwa Lagoon Camp am Kwando. Das Letzte, was Sie in den Schlaf singt, ist das Erste des neuen Tages, die schillernde Vogelwelt im Bwabwata-Nationalpark 6. Bis sie mit ihrem Geträller den letzten Löwen hinter seinem Busch hervorgelockt haben, sind wir mit dem Safariwagen schon wieder unterwegs durch das weitgehend unberührte Land. Danach dürfen Sie den Vorbildern folgen und an der Poolbar der Lodge ungefährdet der Abendstimmung über dem Kwando entgegensehen.
Bueffel (© Mathias Conze, Macopi / Chamäleon)
Die Luxuszelte von Nambwa sind ausgesprochen erholungsfördernd, weshalb ein leichtes Konditionstraining nicht schadet: Tanzunterricht bei den Königen des Caprivi. Was das bedeutet, zeigen uns die Mafwe im Historic Living Village 7. So viel Temperament steckt an, und zusehen ist nicht genug. Mitmachen ist angesagt, gemeinsam singen und den Mahango stampfen, da freuen sich die Mafwe. Außer Puste? Macht nichts. Am Ende unserer Tagesstrecke wartet die Nunda River Lodge mit einem herrlichen Sonnendeck direkt am Okavango-Fluss. Zwischendurch müssen Sie noch den großen Zeh in die Stromschnellen der Popafälle halten, aber dann heißt es Gute Nacht, auch wenn noch gar nicht Nacht ist. Bitte nicht verschlafen, denn Sie haben eine Audienz beim Dorfältesten von nebenan. Vorausgesetzt, er ist zu Hause. Und selbst wenn nicht, werden Sie vom Leben und den strengen sozialen Regeln in einem Kral fasziniert sein. Weiter geht’s ins Otavi-Dreieck 8.
Victoriafaelle (© Chamäleon)
Unsere Gastgeber in der historischen Gästefarm Ghaub werden Ihnen eine afrikanisch schöne Nacht bereiten und Sie mit einem Frühstücksei daran erinnern, dass es heute an die Etosha-Salzpfanne 9 geht. Auch die Tierherden wissen, dass hier nicht viel zu holen ist, weshalb sie sich dicht gedrängt am Rand der Pfanne halten. Und solche, die in der Mittagshitze auf das Schauspiel der Luftspiegelungen hereinfallen, enden nicht selten als Gerippe mit Ewigkeitswert. Wenn die Sonne ihr trügerisches Werk beendet hat, erreichen wir die Gästefarm Vreugde mit ihrem herrlichen Pool und einem Landschaftspanorama, das Freude auf morgen macht.
Nilpferd (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Sie haben doch Ihre Kamera dabei? Denn die brauchen Sie unentwegt, weil wir den ganzen Tag im Etosha-Nationalpark 10 sind. Gleich nach dem Frühstück legen wir los, weil es den Tieren nicht anders geht als uns: Die Morgenmahlzeit ist eine Art Familientreffen, und die Wasserlöcher im Park sind bevölkert von Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Zebras, aber auch Löwen und anderen Raubtieren. Zigtausende hat Etosha davon, wobei Ihnen Antilopen vom kleinen Damara-Dikdik bis zum gewaltigen Eland die ganze Bandbreite ihrer Sippe vorstellen. Wo Sie die besten Motive »schießen« können, da bringen wir Sie hin. Auch zu einem geschützten Hügel, um unser Fahrzeug zu verlassen und uns für Augenblicke als Teil der Wildnis zu fühlen.
Okavango Fischerboot (© Ulrich Schreyer / Chamäleon)
Willkommen im Abenteuerland der Glücksritter, die im Zuge des Diamantenrausches nach Swakopmund 11 kamen, um hier Fuß zu fassen und reich zu werden. Viele Deutsche waren dabei und haben ein Stück ihrer Kultur zurückgelassen. Ein Bierchen vom Fass gehört deshalb zur überlieferten Tradition, aber dann wird es wieder Zeit für mehr Gegenwart. Rechts das Meer, links die Dünen, liegt am Ende der Strecke das Vogelparadies der Walvis Bay 12 mit zuweilen Hunderten Flamingos, Pelikanen und Zugvogelschwärmen, die dieses traumhafte Plätzchen zum Brüten erkoren haben. Und sollten Sie angesichts der tierischen Badeanstalt Lust bekommen: Nur Geduld, können Sie auch bald haben, am Pool unserer A Little Sossus Lodge, wo wir schon bald erwartet werden.
Etosha NP (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Ein Naturwunder geht noch. Wo mit Fahrzeugen kein Durchkommen mehr ist, geht es zu Fuß weiter auf 350 Meter hohe Dünen: Sossusvlei 13, dieser Name steht für Momente voller Magie, und ohne dieses Erlebnis wollen wir Ihre Reise nicht zu Ende gehen lassen. Das rot-braun-violette Naukluft-Gebirge grüßt wie zum Abschied auf dem Weg zum The Elegant Guesthouse, wo wir Ihnen optional ein typisch afrikanisches Abendessen in einem beliebten Restaurant ans Herz legen. Zu den letzten Sehenswürdigkeiten in Windhoek 14 gehört auch der Oshetu-Markt, der tollkühne Handelsplatz der Einheimischen, dann geht am Nachmittag Ihr Flieger via Johannesburg in Richtung Heimat. Am besten, Sie kehren gleich nach der Landung in München 15 wieder um, denn Sie haben unglaublich viel erlebt, aber längst noch nicht alles.
EUR