»Orinoco«
- mit 6 bis 12 Personen
14 Tage zu den Naturschauplätzen Venezuelas
Auf dieser erlebnisreichen Rundreise sehen Sie die interessantesten Facetten Venezuelas: das Karibische Meer, weite Savannen und hohe Gebirge, tropische Regenwälder, die einzigartige Tafelberglandschaft der Gran Sabana, Wasserfälle und den Orinoco, das drittgrößte Flusssystem Südamerikas. Sie lernen die Tier- und Pflanzenwelt kennen und kommen mit verschiedenen Kulturen in Kontakt. Sie übernachten in Hotels und Posadas und einmal in einer einfachen Dorfpension bei Indianern.
Reiseverlauf:
1. Anreise nach Caracas:
Flug von Ihrem Wunschflughafen in Deutschland über Frankfurt a.M. nach Caracas. Am Flughafen werden Sie am Nachmittag von Ihrem Reiseleiter abgeholt und zum Hotel »Costa Real Suites« gebracht. Das Hotel liegt in Tanaguarena, am Stadtrand von Caracas, und nicht weit vom Meer entfernt. Es hat eine Sonnenterrasse mit Swimmingpool und modern eingerichtete, geräumige Zimmer.
2. Von Caracas nach Ciudad Bolívar am Orinoco:
Morgens werden Sie zum Flughafen von Caracas gebracht und fliegen nach Puerto Ordaz. Nach etwa einer Stunde anschließender Fahrt erreichen Sie Ciudad Bolívar. Bei einem Rundgang erkunden Sie den historischen Stadtkern der alten Handelsstadt am Orinoco, die viel von ihrem kolonialen Charme bewahren konnte. Sie sehen original erhaltene Gebäude aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung, u.a. die Plaza Bolivar und die Kathedrale, Sie schlendern durch bunte Gassen und über den Paseo Orinoco, die lange Uferpromenade. Sie übernachten in der im historischen Zentrum gelegenen »Posada Angostura «, die im kolonialen Stil erbaut wurde und einen schön gestalteten Innenhof hat.
3. Von Ciudad Bolívar zum Canaima-Nationalpark:
Mit einer Propellermaschine erleben Sie einen spektakulären Flug von Ciudad Bolívar in den Canaima-NP, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Sie überfliegen weite Savannen und den Guri-Stausee. Nach der Landung in Canaima werden Sie zur direkt an der Lagune gelegenen »Tapuy Lodge« gebracht. Die Lodge ist im Churuata-Stil, einer indianischen Bauweise, errichtet, und die Zimmer befinden sich in palmblattgedeckten Bungalows. Von der Terrasse haben Sie einen herrlichen Blick auf die Canaima-Lagune und die Hacha-Wasserfälle. Am Nachmittag überqueren Sie die Lagune in einem indianischen Einbaum und gehen auf der Insel Anatoly wieder an Land. Nach etwa 20 Minuten Fußmarsch erreichen Sie den Wasserfall Salto El Sapo, unter dem Sie eine Dusche nehmen können. Nach der Rückkehr zur Lodge können Sie sich in der Hängematte auf Ihrer Terrasse entspannen und dem Vogelgezwitscher und entfernten Rauschen des Wassers lauschen.
4. Insel Orquidea im Canaima-Nationalpark:
Per Jeep fahren Sie zur Bootsanlegestelle im Hafen von Ucaima. Ein großer Einbaum bringt Sie den Río Carrao flussaufwärts bis zu den Mayupa-Stromschnellen. Während Sie am Ufer etwa 15 Minuten entlang der Stromschnellen spazieren, fährt der Bootsführer den Einbaum leer durch die Stromschnellen zurück. Im Pozo de Felicidad, einem natürlichen Schwimmbecken, können Sie ein erfrischendes Bad genießen. Kurz darauf erreichen Sie die Insel Orquidea, wo Sie verschiedene Orchideenarten sehen werden. Von der Insel haben Sie eine atemberaubende Sicht auf die steilen Wände des Auyan-Tafelberges, welcher der größte Tafelberg Venezuelas ist. Am frühen Abend erreichen Sie wieder Canaima. Zweite Übernachtung in der »Tapuy Lodge«.
5. Flug von Canaima über den höchsten Wasserfall der Erde nach Santa Elena in der Gran Sabana:
Nach dem Frühstück erleben Sie einen Rundflug von Canaima über den imposanten Tafelberg Auyán-Tepui und über den höchsten Wasserfall der Erde, den Salto Angel, der aus 960 m Höhe herabstürzt. Nach einer Zwischenlandung fliegen Sie nach Santa Elena in der Hochebene der Gran Sabana, einer Savanne mit Tafelbergen, Flüssen und Wasserfällen. Sie werden zur »Posada Los Pinos« gebracht, die in einem tropischen Garten liegt und einen schön angelegten Poolbereich bietet. Die Zimmer sind farbenfroh und individuell gestaltet.
6. Gran Sabana (von Santa Elena nach Kavanayén am Canaima-Nationalpark):
Auf dem Weg in das Zentrum der Pemón-Indianer in Kavanayén fahren Sie durch die abwechslungsreiche Landschaft der Gran Sabana mit ihren weiten Steppen und den imposanten Tafelbergen. Zunächst geht es durch die riesige Prärie zur Quebrada de Jaspe, einem Flussbett aus dem rot schimmernden Halbedelstein Jaspis. Anschließend besuchen Sie die Wasserfälle Salto Yuruani und Kamá-Merú. Die beiden Kaskaden der Kamá-Merú-Fälle sind mit einer Fallhöhe von etwa 60 m ein beeindruckendes Naturschauspiel. Sie fahren zur Lagune von Kawi, in die mehrere kleine Wasserfälle münden und in der Sie ein herrliches Bad genießen können. Auf einer abenteuerlichen Piste erreichen Sie das Dorf Kavanayén am Canaima-NP, wo sich eine Missionsstation der Kapuziner befindet. Die Kinder aus den umliegenden Pemón-Siedlungen gehen hier zur Schule. Sie unternehmen einen Rundgang durch das Dorf und besuchen die Schule. Heute übernachten Sie in der von den Pemón liebevoll-familiär geführten »Posada Kavanayén« in einfach eingerichteten Zimmern mit Bad.
7. Gran Sabana (von Kavanayén zum Wasserfall Aponwao und nach Manacas):
Sie fahren durch die einsame Gran Sabana mit dem typischen Granit-Urgestein und schier unendlichem Grasland. In Iberibo steigen Sie in einen Einbaum und fahren ca. 30 Minuten den Aponwao flussabwärts. Im Anschluss spazieren Sie etwa eine halbe Stunde bis zum Aussichtspunkt, von wo aus Sie einen tollen Blick auf den 107 m in die Tiefe stürzenden Wasserfall des Flusses haben. Die folgende ca. 1-stündige Rundwanderung führt an den unteren Teil des Wasserfalls, in den tropischen Regenwald. In einem ruhigen Flussarm können Sie ein erfrischendes Bad nehmen. Nach einem Picknick am Wasserfall laufen Sie etwa eine halbe Stunde zum Bootssteg zurück und fahren per Einbaum zurück nach Iberibo. Sie verlassen das Hochplateau der Gran Sabana und können beobachten, wie sich die Landschaft verändert und die Vegetation üppiger wird. Auf einer Serpentinenstraße erreichen Sie La Escalera und können die herrliche Aussicht vom Felsen La Piedra de la Vírgen genießen. Bei Las Claritas tauchen Sie in die Urwaldzone ein und erreichen kurz darauf Manacas. Das 2008 neu eröffnete »Camp Manacas« bietet insgesamt 14 einfach eingerichtete Zimmer mit Bad und Klimaanlage.
8. Von Manacas zum Dorf El Callao und nach Puerto Ordaz:
Am Morgen besichtigen Sie eine Goldmine in Las Claritas. Nach ca. 1 ½-stündiger Fahrt durch den tropischen Regenwald erreichen Sie El Dorado und eine alte Eisenbrücke, die einst von Gustave Eiffel erbaut wurde. Auf der Weiterfahrt nach Norden verwandelt sich die Landschaft allmählich in eine trockene Buschsavanne. Sie erreichen El Callao, das wegen seines Goldrausches Ende des 19. Jahrhunderts bekannt wurde. Vor allem schwarze Arbeiter aus dem Karibikraum kamen hierher. Die mitgebrachten Traditionen haben sich weitgehend erhalten und blühen heute besonders in der Musik und im Karneval auf. Sie fahren durch das Minengebiet und erreichen kurz nach Anbruch der Dunkelheit das Hotel »Residencias Tore« in Puerto Ordaz.
9. Von Puerto Ordaz ins Orinoco-Delta:
Morgens fahren Sie über den Orinoco und erreichen kurz darauf den Hafen von Boca de Uracoa am Orinoco-Delta. Mit einem Motorboot geht es zunächst auf dem Flussarm Manamo tiefer in das Delta hinein. Während der Fahrt gewinnen Sie einen ersten Eindruck von der Größe des Deltas und seiner üppigen Natur. Das Orinoco-Delta wird von rund 300 Flussarmen durchzogen, die sich wiederum in alle Richtungen verzweigen, wodurch unzählige Inseln und Sandbänke entstanden sind: ein einzigartiger Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Nach etwa zwei Stunden erreichen Sie die »Abujene Lodge«, die direkt am Ufer eines der vielen Seitenarme des Orinoco liegt. Sie übernachten in einfachen Bungalows in Warao-Pfahlbauweise, die mit Moriche-Palmen gedeckt sind. Jeder Bungalow hat ein Bad, allerdings gibt es nur kaltes Wasser. Die Betten sind mit Moskitonetzen ausgestattet. Nach dem Mittagessen unternehmen Sie mit einem indianischen Naturführer einen Kanuausflug. Sie gleiten durch schmale Flussarme und erleben die Geräusche des Urwaldes. Sie können beobachten, wie zahlreiche Vögel in der Dämmerung zu ihren Schlafplätzen zurückkehren. In der Lagune leben weiße Reiher und schwarze Kormorane, rote Ibisse und bunte Aras.
10. Orinoco-Delta:
Nach dem Frühstück fahren Sie zunächst per Motorboot zur Mündung eines kleinen Seitenarms. Sie steigen in ein kleineres Boot und dringen mit diesem weiter in das Dickicht des Urwaldes ein. Mit etwas Glück bekommen Sie Flussdelfine zu Gesicht. In einem der stillen Seitenarme können Sie nach Piranhas fischen, und Ihr Reiseleiter wird Ihnen einiges über diesen Fisch mit den scharfen Zähnen erzählen. Anschließend wandern Sie mit einem indianischen Naturführer auf einem Urwaldpfad. Er wird Ihnen die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt erläutern und das Leben im Urwald erklären. Sie sehen die vielseitig verwendbare Moriche-Palme, aus der u.a. die delikaten Palmherzen geerntet werden. Sie können ein erfrischendes Bad im Fluss nehmen. In einer Pfahlhüttensiedlung kommen Sie in Kontakt mit den Warao-Indianern, der zweitgrößten Ethnie in Venezuela. Sie erhalten einen Einblick in die Kultur und die Lebensweise dieses im Orinoco-Delta beheimateten Indianerstammes und erfahren Wissenswertes über die medizinische Nutzung von Pflanzen. Am späten Nachmittag kehren Sie per Motorboot zur Lodge zurück. Zweite Übernachtung in der »Abujene Lodge«.
11. Vom Orinoco-Delta zu einem Indianerdorf und nach Playa de Uva in der Karibik:
Morgens fahren Sie per Motorboot zurück zum Hafen von Boca de Uracoa. Über die Landstraße verlassen Sie das Flussdelta und gelangen in eine weite Savannenlandschaft mit Moriche-Palmen und Araguaney-Bäumen, dem Nationalbaum Venezuelas. Unterwegs besuchen Sie eine Familie der Warao-Indianer, die traditionell nach wie vor auf Pfahlbauten leben. Sie schauen ihnen bei der Fertigung von Körben und Hängematten zu, die sie aus den Fasern der Moriche-Palmen herstellen. Mittels einer Maniokpresse stellen sie Brot und Maniokbier her. In der Region von Maturín kommen Sie an Erdölförderanlagen vorbei, bevor Sie sich den Küstenkordilleren nähern. Auf der Ebene wird Kakao angebaut. Sie halten an einem Kakaobaum, Ihr Reiseleiter öffnet eine Frucht und erklärt Ihnen, wie aus der Kakaobohne auf traditionelle Art und Weise Schokolade hergestellt wird, die Sie in einem Dorf ganz in der Nähe probieren können. Am frühen Abend erreichen Sie den privaten Strand Playa de Uva in der Karibik. Die Posada »Playa de Uva« liegt traumhaft an einer kleinen Bucht. Die großzügigen Zimmer haben große Fenster. Vom Swimmingpool blicken Sie direkt auf das Meer.
12. Karibik:
Der heutige Tag steht Ihnen zum Baden im Meer und Entspannen an den Karibikstränden in Playa de Uva zur freien Verfügung. Zum Sandstrand sind es nur etwa 5 Minuten zu Fuß. Optional können Sie einen halbtägigen Ausflug zu einer Kakao-Hacienda unternehmen. Am Abend erwartet Sie das gemeinsame Abschiedsessen. Übernachtung wie am Tag zuvor.
13. Von Playa de Uva in der Karibik nach Caracas und Abflug:
Am Vormittag werden Sie nach Carupano gebracht, von wo aus Sie zurück zum Flughafen von Caracas fliegen. Am frühen Abend erfolgt der Weiterflug von Caracas nach Hause.


